Pennys Enkeltochter "Aennchen" trat in ihre Fussstapfen -
und es war am Anfang hart zu erkennen, dass man zwar "die Farbe
gewechselt", aber doch wieder ein Abbild der Vorgängerin erhalten
hatte.
In ihrem Wesen glich Aennchen ihrer Grossmutter bis aufs i-Tüpfelchen
- nur war sie dazu noch eine geborene Ausstellungshündin. Dies
ein Hobby, welchem wir zu dieser Zeit mit Leidenschaft frönten,
waren wir doch ehrgeizig und wollten sowohl Richtern als auch Zuschauern
beweisen, dass es sich bei unseren Kromis um eine Hunderasse handelt,
die zu besitzen ein unbeschreiblicher Gewinn ist.
Und was erschien geeigneter, als Aennchen der Öffentlichkeit zu
präsentieren - ihr Wesen, ihr Aussehen; zwei Faktoren, mit denen
sie nur gewinnen konnte. Und das tat sie reichlich.
Was sie von ihrer Grossmutter geerbt hatte war jedoch auch die unglaubliche
Souveränität als Rudelführerin.
Aennchen wuchs durch die Vergrösserung des Rudels in ihre Rolle
perfekt hinein und nie kam es dank ihres Zutuns im Rudel zu Unstimmigkeiten
oder gar Zwist. Nur bei einer aus Mitleid übernommenen langhaarigen
Kromfohrländerhündin versagten ihre Fähigkeiten: Danny
erwies sich als vollkommen verhaltensgestört und man musste immer
ein Auge auf sie haben, da sie Aennchen nach einer berechtigten Sanktion
ohne Vorwarnung in den Rücken fiel und sie angriff.
Auch Aennchen verliess uns viel zu früh - noch früher als
ihre Grossmutter und unter Umständen, die für einen Züchter
mehr als nur schwer wiegen. Aber seinerzeit waren wir zutiefst über
den Tod erschüttert und von den gesundheitlichen Gefahren, die
von Aennchen ausgingen, ahnten wir nicht einmal im entferntesten etwas.
Aennchen war die Mutter des A- und C-Wurfes von der Holderheide

