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Kromfohrländer |
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Gedanken zu Hunde-Ausstellungen Als Ende der 70er Jahre im Magazin "der Stern" der Artikel "Du armer Hund" erschien, avancierte die Artikelserie auf Anhieb zum Spitzenreiter - noch nie zuvor war das Umfeld der Ware "Hund" so gnadenlos unter die Lupe genommen worden, wie in dem eindringlichen Bericht von Heiko Gebhardt. Eine Reihe von Testkäufen bei Hundehändlern zeigte katastrophale Zustände, aber auch alle anderen Sparten rund ums Thema Hund blieben vor schonungsloser Kritik nicht ausgespart. So auch das Ausstellungswesen - und für mich war damals klar - auf Ausstellungen gehe ich nie ! Von Frau von Westarp durfte ich die Hündin "Ruma vom Weddern"
kaufen. "Sybille, was man nicht selber gesehen hat, kann man nicht beurteilen! Schau dir eine Ausstellung einfach einmal als Besucher an und bilde dir dann deine eigene Meinung dazu.“ Gesagt, getan, meine Eltern fuhren mit mir auf die Hundeausstellung nach Nürnberg. Wir tauchten ein in die faszinierende Welt der Hundeausstellung. Mit dieser Ausstellung wurden alle meine Vorbehalte beiseite gewischt, denn was immer auch bei anderen Rassen an "Styling" betrieben wird - die Kromfohrländer kamen ganz natürlich und locker daher. In einer vollkommen entspannten und herzlichen Atmosphäre warteten die Kromis darauf, gerichtet zu werden, teils auf dem Schoß der Besitzer, teils auf ihren Deckchen liegend, die Besitzer in viele Gespräche verstrickt über ihr Lieblingsthema Kromfohrländer. Natürlich warteten alle gespannt auf das Richten - von blindem Ehrgeiz jedoch - das war offensichtlich, wurde hier niemand getrieben. Wir schlenderten nach den Kromis noch über die gesamte Ausstellung
- und es mag sicherlich bei einigen Ausstellern persönliche Profilierungssucht
dahinter stecken - wir als vollkommen unbedarfte Zuschauer merkten
davon nichts. Was wir sahen, waren Mengen von hundebegeisterten Menschen,
versammelt an einem Platz.
Als Landpomeranze muß es für "Penny" ein Schock gewesen sein, sich auf einmal in riesigen Hallen mit nichts als Lärm und Füßen wiederzufinden! Es war unvergeßlich und was das Richten betraf auf Anhieb sehr desillusionierend. Mein über alles geliebter Hund hatte nämlich kein Ringtraining und konnte überhaupt nicht verstehen, was ich nun ausgerechnet hier mit ihr wollte. Meine "Penny", die nichts mehr liebte als mit mir und meinem Isländer stundenlang durch Feld und Wald zu streifen, erhielt in der offenen Klasse ein "sehr gut" mit dem Kommentar des Richters: "Der Hund hat zu wenig Muskulatur...". Da blieb mir buchstäblich der Mund offen - denn eines wußte
ich ganz sicher: Wenn ich mich recht erinnere, trafen wir (Frau von Westarp, die mich und "Penny" unter ihre Fittiche genommen hatte, ich und Penny) Willy Römpert in einem der Ringe. Frau von Westarp stellte ihm "Penny" vor und er beurteilte sie sehr sachlich und in menschlich angenehmster Weise. So fuhr ich dann nach Hause, eigentlich ohne genau zu wissen, ob ich nun einen guten oder nicht so guten Kromi hatte, letztendlich war es auch vollkommen egal. "Penny" hatte sich tapfer geschlagen, einmal mehr hatte
sie mir ihr schönes Wesen präsentiert. Obwohl für sie
ungewohnt, hatte sie sich weder von den Menschenmassen, noch vom Richter
oder sonst irgend etwas beeindrucken lassen. In der Folge besuchten wir immer wieder ein paar Ausstellungen, ich habe die meisten in sehr schöner Erinnerung behalten. Immer fanden sich nette Kromimenschen, interessierte Zuschauer, etwas Neues für den Hund beim Gang durch die Industriestände - und oft eine weitere, neue Erfahrung... Bis heute hat sich daran im Wesentlichen nichts geändert. Man trifft mehr Kromis und heute sind auch welche aus eigener Zucht darunter...
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