Kromfohrländer

von der Holderheide

     

Home

 

Aktuelles

 

Die Holderheide

 

Unsere Hunde

 

Weitere Mitbewohner

 

Würfe

 

Kurse und Seminare

 

Trimmen

 

Holderheidetreffen

 

Der Kromfohrländer

 

Hundesport

 

Für Wissbegierige

 

Bildergalerie

 

In Memoriam

 

Penny

 

Aennchen

 

Kyra

 

Ciska

 

Janko

 

Flynn

 

Elgin

 

Nauka

 

Sucre

   
 

VRK

 

Links

 

Gästebuch

 

Kontakt

 

 

Elgin

(Minimaxin Saturnus)

 

Mit ihm bekamen wir wiederum eine Chance, durch Zukauf aus Finnland etwas für die genetische Basis der Kromfohrländer zu tun. Die Möglichkeiten des erfolgreichen Austausches mit Finnland wurden durch viele Einschränkungen von offizieller Seite her stark blockiert. So waren wir froh, mit Elgin einen vielversprechenden Rüden von einer Hündin zu bekommen, die ich in bei meinen Besuchen in Finnland selbst kennen- und schätzen gelernt hatte.


Elgin erwies sich als ein sehr unkomplizierter, aber dennoch sehr sensibel auf jeglichen Druck reagierender Hund.

Wie viele unserer Hunde durchlief auch Elgin erfolgreich seine Ausstellungskarriere und sein Leben hätte vollkommen unproblematisch weitergehen können, wäre nicht unser Haus abgebrannt. Die kurzfristige Abgabe und Unterbringung bei nicht fremden, aber doch offensichtlich nicht gut genug bekannten Menschen liess ihn aggressiv werden und als wir ihn wieder bei uns aufnehmen konnten, hatte er sich in dieser kurzen Zeit ein heftiges Trauma eingefangen. Gegen bestimmte Typen von Menschen wurde er unberechenbar und der uns stets als zuverlässig bekannte Hund musste nun vorsichtig wieder aufgebaut werden.


Als er sich wegen seiner heftigen Rauchvergiftung in tierärztlicher Behandlung befand, bewies er eindrucksvoll, wie unterschiedlich sich die Einwirkung von eigenen Besitzer und mehr oder weniger fremden Personen auf das Gemüt unserer Hunde - vor allen Dingen unter Stress - auswirkt. Beim Tierarzt liess er sich unter fremder Obhut nicht mehr behandeln und erst, als ich selbst wieder mit ihm zum Tierarzt gehen konnte, änderte sich sein Verhalten. Der Tierarzt war anfangs extrem skeptisch, - hatte er Elgin doch als richtige "Behandlungsbestie" kennengelernt, und jetzt kam ich und forderte nachdrückliich eine Behandlung ohne Maulkorb und andere körperlichen Einschränkungen; Elgin erstaunte ihn über die Massen! Ohne einen Muckser liess er sich untersuchen und behandeln, der Tierarzt war vollkommen perplex, einen derart verwandelten Hund zu erleben.


Züchterisch setzten wir Elgin sehr vorsichtig ein. Wir wollten ihn vorerst im eigenen Zwinger decken lassen, um Nachzucht von ihm zu sichern und danach abwarten, wie sich seine Kinder entwickeln würden. Und es war eine weise Entscheidung, denn es zeigte sich später, dass auch er in seinen Würfen mit autoimmunerkrankten Kindern für böse Überraschungen sorgte.


Mit Ciska und ihrer Tochter Franka sorgte er mit dem I+J-Wurf für Nachwuchs in der Holderheide und nun wurde das Ergebnis von Paarungspartnern aus gefährdeten Linien, Autoimmunerkrankungen betreffend, transparent.

Mit viel Mühe und Hilfe von "ausserhalb" hatten wir Daten und Erfahrungsberichte gesammelt und wie es ein AI-betroffener Züchter aus der Schweiz so schön formulierte:

Auch wir "wollten das Beste" und was dabei heraus kam, war die bittere Erkenntnis, mit der durch das vorzügliche Wesen geprägte Linie, von Penny über Aennchen und Ciska reichend, züchterisch die falsche Richtung verfolgt zu haben.

Allerdings suchten wir die "Schuld" überwiegend in den Linien der "Mädels", hatten wir mittlerweile doch gelernt, die Anzeichen der kahlen Schwanzspitze als Symptom einer AI zu erkennen - und Aennchen zeigte dieses Merkmal bereits mit ca. zwei Jahren. Ihrer grossen Wiedersehensfreude wurde dieses Sypmtom seinerzeit zugewiesen, denn ihre Rute schlug bei ihrer grossen Begeisterung immer wieder an die Türstöcke....


Tückischerweise zeigte ihre Tochter Ciska keinerlei Symptome dieser Art, was uns in der falschen Sicherheit wog, mit ihr eine gesunde Hündin zu besitzen.

Ihre Tochter Franka bewies ihre "Vitalität" ausserordentlich erfolgreich im Agility: ungezählte Siege, einschliesslich die Aufnahme ins deutsche Team, gehen auf ihr Konto und auch heute noch erfreut sie sich bester Gesundheit - in welch trügerischen Gewissheit kann man sich befinden, wenn man die Linien als Züchter nicht genau verfolgt und Auge und Ohr für die gesundheitlichen Tücken der Kromfohrländer offen hält.


Im Laufe seiner Zeit deckte Elgin noch zwei weitere Hündinnen, Laska von der Holderheide und Daquira vom Buchbach. Über den Vater vorbelastet war der L-Wurf von der Holderheide selbst gesundheitlich nicht überzeugend und die Nachzucht von Laska liess ihre autoimmune Vorbelastung durchaus erkennen, ebenso wie Nachzucht von Daquira mit ihrer an AI erkrankten Tochter Bastia vom breiten Lohe, spätestens hier liess sich deutlich ablesen, dass es nicht nur die Mutterlinien waren, von deren Belastung man wusste, auch Elgin trug sein Scherflein zu den auftretenden Autoimmunerkrankungen bei.

In logischer Folge zeigte auch der Einsatz von Elgins Söhnen aus dem J-Wurf die gesundheitliche Konsequenz: in fast allen ihren Würfen sind autoimmune Kinder zu finden.


Es ist allerdings eine traurige Wahrheit, dass in verschiedenen Formen eigentlich in allen Linien Autoimmunerkrankungen auftreten und diese Tatsache deprimierte uns züchterisch derart, dass wir - frei nach dem Motto, es ist nicht wirklich schön, so viel über Erkrankungen zu wissen und nicht zu handeln- beschlossen, über die Möglichkeit des Einkreuzens diesem fatalen Fall einer Rasse mit viel, viel zu hoher Inzucht Einhalt zu gebieten.


Elgin selbst litt mit zunehmendem Alter unter Prostatabeschwerden und wir entschieden uns, ihn deshalb kastrieren zu lassen.

Die Operation verkraftete er allerdings extrem schlecht und einige Tage war nicht sicher, ob er sie überleben würde. Und tatsächlich erholte er sich nie wieder ganz. Ob hier die Vorschädigung durch die heftige Rauchvergiftung auch noch eine Rolle gespielt haben mag, sein Allgemeinbefinden sank und Tatsache war, dass er zunehmend schlechter laufen konnte.
Keine Therapie schlug an, er war nur noch ein Schatten seiner selbst - er, der absolute Ball-Junkie, der vom Rennen nie genug haben konnte - schlich nur noch umher. Da keine konkrete Diagnose zu erhalten war - lediglich ein "Nicht-Ergebnis", wie wir es auch von Aennchen seinerzeit kannten - entschieden wir uns schweren Herzens seinem Leiden ein Ende zu bereiten und liessen ihn friedlich einschlafen.

Nachdem alle unsere Rüden das bittere Ende getroffen hatte, beschlossen wir, in den folgenden Jahren keinen Rüden mehr bei uns aufzunehmen. Zwei kleine Kinder fordern ihre Rechte, und die Gefahr potenzieller "Unfälle", verursacht von Kindern, die nicht um die Gefahren läufiger Hündinnen wissen können, hält uns sicher auch noch längere Zeit von der Haltung eines Rüden bei uns ab....

Elgin ist der Vater des I und J-Wurfes von der Holderheide, B-Wurfes vom Breiten Lohe und castra reginas´ B-Wurfs.