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Franka
von der Holderheide

Franka – und wieder etwas dazugelernt!
Nachdem wir ja nicht den ersten Kromfohrländer besassen, dachten
wir in unserer damaligen züchterischen Unschuld, (es war ja immerhin
erst der sechste eigene Wurf) dass wir mit dem Behalten des zweiten Kromfohrländers
aus eigener Zucht eine weitere Wiederholung, vielleicht mit geringer individueller
Abweichung, bezüglich der Wesensart der eigenen Hunde zu erwarten
haben.
Weit gefehlt!!!!!!!!
Mit Franka lernten wie eine uns ganz neue Spezies der Kromfohrländer
kennen. Zeichneten sich unsere bisherigen Hunde dadurch aus, dass sie
draussen lebhaft und im Haus ruhig bis unaufällig waren, so bewies
uns Franka, dass es auch ganz anders geht.
Nicht dass sie ein böses, gar aggressives Wesen hatte, nein –
ihr Temperament war nur für uns überhaupt nicht zu zügeln.
Und nicht nur uns bereitete ihr Temperament Probleme, auch alle Rudelmitglieder
litten wahrhaftig darunter.
Wir hatten tatsächlich einen braun-weissen Border-Collie gezüchtet
und ein ganz neue Wesenspielart der Kromfohrländer hatte in der Holderheide
Einzug gehalten.
Nur, weder für Zweibeiner noch für Vierbeiner war dies in unserem
Haushalt eine echte Bereicherung:
Alle Hunde klebten nur noch an unseren Beinen, denn nur da fühlten
sie sich vor Franka´s heftigen Spielattacken sicher – und
für sie gab es keinen schöneren Spass, als hinter Rudelmitgliedern
herzurennen und sie, wenn eingeholt, in die Flanken zu zwicken. Für
Franka ein Mordsspass, leider nur für sie……
Nicht nur dass den Hunden das Spazierengehen zunehmend verleidet wurde,
auch uns machte es keinen Spass mehr, mit einem Rudel Hunde zu laufen,
die mit hängenden Ruten hinter uns hertrotteten.
Und es wurde uns klar, dass wir als zuchtorientierte Hundehalter dieser
Hündin wahrlich nicht gerecht werden können und eine Lösung
gefunden werden muss, die allen gerecht wird. Hund und Mensch.
Sie fand sich in Form von Heike Ertl und Bruder Frankas Bruder Flori.
Heike war mit Flori sehr umtriebig und es war erstaunlich, was für
Leistungen dieser Hund schon in sehr jungem Alter zeigte. Was uns sehr
beeindruckte. Was lag also näher, als auch Franka dort zu platzieren,
wo so viel gearbeitet wurde?????
Und Heike freute sich, mit Franka die Schwester auch noch aufzunehmen.
So zog Franka mit einem Jahr um, unsere Hunde schlugen mindestens drei
Kreuze und beide, Franka und Flori, begannen eine einmalige Karriere im
Agilitysport:
Beide erreichten die Auswahlequipe beim Agility und starteten für
Deutschland – ein Erfolg, auf den alle Drei sehr stolz sein dürfen.
Aber nicht nur sie, auch wir sind sehr froh, diese Entscheidung getroffen
zu haben, denn sie war für Franka perfekt.
Wie auch ihr einmaliger Ausflug in die Mutterschaft bewies: Sie quengelte
bei der Geburt entsetzlich, fand ihre Welpen lästig und war froh,
als sie dieses Kapitel abschliessen konnte!
Ihren Kindern vererbte sie allerdings ihr lebhaftes Temperament und Jossele
von der Holderheide verdankt diesem Umstand sicher auch das Potential,
welches ihn und sein Herrchen im Turnierhundesport zu Erfolgen wie dem
Bayerischen und Deutschen Meister verhalf.
Aufgrund einer Vergiftung verlor Franka ihren Bruder zehnjährig,
aber sie selbst ist nach wie vor die Freude ihrer Besitzerin Heike Ertl.
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November 2009
Wir hatten Besuch von Franka!
Es ist immer wieder berührend zu sehen, wie gut es auch älteren
Kromis gehen kann! Franka ist im Herbst '95 geboren, mittlerweile also
stolze 14 Jahre alt. Sie ähnelt im Aeusseren sehr ihrem Sohn Jossele.
Franka hat immer noch ein volles Programm, sie begleitet Heike täglich
auf ihrer Walking-Runde, sie springt freudig durch die Arme und macht
den Beinslalom, zeigt gerne ihr weiteres Repertoire an Kunststücken;
auch vom Verhalten her waren wir sehr angenehm überrascht, das Alter
hat Franka milde werden lassen, sie war sehr angenehm im Verhalten mit
den anderen Hunden, einfach nur schön!
Wir zeigen gerne ein paar Bilder von Franka, aufgenommen jetzt bei ihrem
Besuch bei uns im November 2009.





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