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Katla - Jazzmo Acapella

geboren am 20. Mai 1998 (FCI/Finnische Stammbuch Nr. 26893/98)

Kann man einen Traum beschreiben?????

Das Züchterleben bringt es mit sich, dass man bei Berücksichtung seiner sich selbst gesetzten Ziele von Gesundheit und Wesen, Konsequenzen in der Zucht zu tragen hat – darunter welche, die eine Züchterseele sehr, sehr tief treffen.

Drei hervorstechende Hündinnen haben uns als Züchter besonders geprägt, jede in einer ganz besonderen Weise.
Penny als meine erste Hündin legte den Grundstein einer bis heute andauernden Liebe zu dieser Rasse.
Aennchen war diejenige, welche meinen Mann endgültig von den Qualitäten der Kromfohrländer überzeugte und Ciska war die erste Hündin aus dem ureigenen Zwinger, die vom Wesen her nicht nur unsere hohen Masstäbe an Wesen und Aussehen erfüllte, sondern auch noch durch ihren Charme jeden bezauberte – uns eingeschlossen.

Nachdem mit Ciska und ihrer Nachzucht eine „züchterische Seifenblase“ geplatzt war, hiess es wieder neu anfangen – aber konnten wir wirklich damit rechnen, bei einer Neuordnung unserer Zucht nochmals eine Hündin zu bekommen, welche sich an einer so hoch gesetzten Messlatte messen konnte??????

Als erste deutsche Züchter nach der Reformierung der Import- und Exportbedingungen in Finnland hatten wir die Möglichkeit gesucht, mit Finnland einen züchterischen Austausch vorzunehmen, was auch erfolgreich gelang.
Nach dem gesundheitlichem Desaster in der „Ciska“-Linie suchten wir nun eine Stammhündin mit möglichst geringem Inzuchtkoeffizienten bei gleichzeitig möglichst „exotischer“ Abstammung: für uns der Garant, in Deutschland sehr unterschiedliche Rüden einsetzen zu können….

Wir erhielten eine folgenreiche Mail aus Finnland: Tarja Kautiala fragte bei uns nach einem Zuchtrüden an. Es folgte ein reger Mailkontakt, in welchem vereinbart wurde, dass wir einen Austausch vornehmen würden: Tarja bekommt von uns einen Rüdenwelpen, im Austausch erhalten wir aus ihrer Zucht eine Hündin, denn die Konstellation ihrer Zuchthündin und des geplanten Deckrüden erfüllte alle Bedingungen, die wir an unsere „neue“ Stammhündin stellten.

Als die Welpen drei Wochen alt waren, musste ich mich dann, in Finnland weilend, für eine Hündin entscheiden – zu früh, um eindeutige Voraussagen zu treffen, aber in diesem Fall bestand keine andere Möglichkeit.
Die Wahl fiel auf „Jazzmo Acapella“ – eine Entscheidung, besser eigentlich eine Eingebung, wie sie auch Wochen später nicht besser hätte fallen können.
Die Wartezeit, welche folgte verflog allerdings schnell, denn wir selbst zogen gerade den K-Wurf von der Holderheide auf, just diesen Wurf, aus dem Tarja ihren Rüden erhalten sollte.
So konnte – durch Zufall - ein zeitgleicher Austausch von Rüde und Hündin stattfinden, und de facto hätte er idealer nicht sein können:
Nach Finnland ging ein Rüde mit stark maskuliner Ausstrahlung, sehr kompaktem Gebäude und satter Farbe. Punkte, die in Finnland unbedingt der züchterischen Bearbeitung bedurften, war doch bei vielen Kromfohrländern eine starke Verblassung der Farben zu konstatieren (obwohl dunkelgeboren) und die Hunde zeigten sich sehr gross, aber oft schmalbrüstig und zu langbeinig im Körperverhältnis.
Wir bekamen dafür eine Hündin, die jedermann- oder frau in die Arme sprang, freundlich zu allen Zwei- und Vierbeinern war und ihr tolles Wesen eindrucksvoll bewies, als viel später unsere beiden Kinder auf die Welt kamen: Ganz selbstverständlich wurden sie bei ihr aufgenommen und es wundert nicht, dass der Kinder Lieblingshund eindeutig Katla ist.
Eine Position, die ihr noch kein Hund streitig machen konnte – nicht einmal Tara, die bei uns geboren und mit den Kindern aufgewachsen ist!
Aber nicht nur durch ihr Wesen besticht Katla bis heute – sie zählt mit ihren Erfolgen zu den erfolgreichsten Kromfohrländerhündinnen in Deutschland, was „nur“ dokumentiert, was wir als Züchter selbst beurteilen können: sie entspricht in höchstem Masse dem Standard.

Aber damit ist nicht erklärt, was Katla zu so einem für uns emotional wichtigen Hund werden liess – und es ist leider auch schwer an Aussenstehende zu vermitteln:


Bei einigen Käufern findet sich eine ähnliche Verbindung zu ihren Kromfohrländern, ich bezeichne sie ganz salopp als „symbiotisch“ – und das trifft es in unserer Beziehung zu Katla ebenfalls am besten.

Diese einzigartige Bindung hält sie ausgesprochen zu mir als Einzelperson – was sie nicht daran hindert, den Rest der Familie zu lieben. Und die Parallelen zu meinem Verhältnis zu Penny sind frappant, denn auch zu ihr pflegte ich diese ungewöhnliche Bindung.


Vielleicht ist es auch der Weg des Vertrauens, den man mit diesen Hunden in einem besonderen Masse gehen kann. Sowohl Penny, Aennchen, Ciska und Katla waren und sind Hunde, die ihr in uns gesetztes Vertrauen bedingungslos zeigten und zeigen, am eindrucksvollsten in Situationen, in welchen sie grossen Schmerzen ausgesetzt sind, im Beisein ihrer Besitzer jedoch sich wirklich ohne einen Muckser alles, aber auch wirklich alles gefallen liessen und lassen!
Aktuell erlebte ich das bei Katla diesen Herbst, als bei einer ausführlichen Ultraschalluntersuchung eine nachfolgende Milz-OP empfahl...Egal was der Tierarzt von ihr verlangte oder vornahm, sie zeigte sich vorbildlich – und das Abreissen des über den ganzen Bauch reichenden Pflaster gehörte sicherlich zu einer der sehr schmerzhaften Handlungen, die sie im Verlaufe dieser Geschichte erdulden mussten;

Es ist eine besondere Liebe, die uns verbindet – und sie geht weit darüber hinaus, was an normaler Bindung mit einem Hund üblich ist. Und wenn uns in einem Züchterleben zwangsläufig mehr Hunde begleiten, als „NUR-Familienhunde-Besitzer“, so heisst das im Endeffekt, dass wir dadurch mehr Vergleiche zwischen unseren Hunden ziehen können und deren Unterschiede für uns deutlich transparenter sind.
Und Hund ist eben nicht gleich Hund – und Kromfohrländer nicht gleich Kromfohrländer.
Es gibt Kromfohrländer, die ich persönlich nicht für viel Geld geschenkt haben möchte, und zwar insbesondere wegen ihres schlechten Wesens – Hunde wie Katla vertiefen dagegen die Liebe zu dieser Rasse unermesslich!!!!!

Einen Hund wie Kalta zu besitzen sehen wir als ein Geschenk, über welches wir immer dankbar sein werden.

©Sybille Nass, November 2008

und hier: Katla Bilder!

Oktober 2010, mit 12 Jahren!

jugendliche Katla!, Oktober 2010

Katla, im Mai 2011, 13 Jahre alt!