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Kyra

(Kyra vom Weddern)


Den Tod von Penny überwand ich nur sehr schlecht. Mein damaliger Freund und jetziger Mann hatte einen wahren Horror davon, dass sich beim Tod eines Hundes so ein Zusammenbruch bei mir wiederholt; deshalb beschlossen wird, dass, sobald Aennchen ein Jahr alt sei, eine zweite Hündin zu uns kommen musste.

Bei Frau von Westarp bekamen wir die Möglichkeit, wieder auf Penny-Nachwuchs Zugriff zu erhalten und durften uns aus dem K-Wurf für eine Hündin entscheiden.

Es ist komisch, wie das Bauchgefühl Menschen steuern kann - so man drauf hört: obwohl im Wurf eine rauhaarige Hündin dabei war, entschieden wir uns für die bartlos-kurze Kyra.

Das krollige Haar von Kosie mochte uns nicht zu begeistern und wie sich später herausstellte, lagen wir in dieser Hinsicht nicht daneben, denn Kosie hatte corny-feet. Ueber diese Krankheit wusse man seinerzeit noch überhaupt nichts!


Mit ihrem fröhlichen und vor allen Dingen lustigen Gemüt bescherte sie uns viele glückiche Stunden und sie war ein richtiger „Schmusetiger“. Mit Aennchen harmonierte sie unbeschreiblich, erkennbar darin, wie die zwei beispielsweise gemeinsam ihre Würfe aufzogen.


Dass Kyra nach ihrem zweiten Wurf an Epilepsie erkrankte, war erst der Anfang auf einem Weg ins Jammertal der Züchter. Krankheitsbedingt war sie die erste Hündin, die wir nach langen Überlegungen umplatzierten. Sie kam zu "Oma und Tante", denn im Rudel wurde sie während eines Anfalles attackiert.

Es zeigte sich im Laufe der Zeit, dass dies auch "anfallsmässig" die richtige Entscheidung war: Bei Oma und Tante hatte sie ein hundertprozentig geregeltes und für sie absolut gleichmässiges Leben, bei welchem ihre Anfallshäufigkeit deutlich zurückging. Elf glückliche Hundejahre lang machte sie allen ihren Zweibeinern Freude, sie starb an Nierenversagen....


Ihr Vermächtnis lag unterem darin, uns die Augen zu öffnen, warum bartlose Hunde in die Rauhaarzucht nicht sinnvoll eingesetzt werden können.


Kyra war die Mutter des B- und D-Wurfes von der Holderheide.