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Nauka

Anauka von der Napoleonsnase

geboren am 19. Juni 1995 (VDH-Krom 95/1361)
gestorben am 17. September 2009

 

Nauka - das Schicksal hat es gut mit uns gemeint....

 

...weil Nauka über 14 Jahre unser Leben bereichert hat und alles ganz anders kam, als es kommen sollte!

 

Caschar von der Holderheide war ihr Vater und aus diesem Grunde wurde uns aus dem A-Wurf von der Napoleonsnase eine Hündin zur freien Auswahl aus dem ersten Wurf angeboten - ein Angebot, welches wir gerne annahmen. Aber, wie das Leben so spielt, die Züchterin verliebte sich selbst in die von uns favorisierte Hündin, und so blieb uns "nur" die zweite Wahl - welche sich eben doch als "erste Wahl" herausstellen sollte.

Nach ca. 9 Wochen hatte die Warterei ein Ende und wir durften Nauka zu uns holen. Bereits auf der Fahrt bewies Nauka ein Wesen, welches sie ihr ganzes Leben behalten sollte: souverän stieg sie ins Auto ein, legte sich auf den Beifahrersitz und verschlief die Fahrt.
Beim Welpenspielen beobachtete sie die anderen Welpen, ab und zu liess sie sich auf ein Spielchen ein, letztendlich wartete sie jedoch nur darauf, mit den Zweibeinern eine Übung zu absolvieren. Diese erledigte sie in allertadellosester Manier, was sie zum Vorzeigehund der Welpenspielgruppe avancieren liess und danach wurde das Thema "Hundeausbildung" betreffs Nauka ad acta gelegt. Was soll man mit einem Hund ausbildungstechnisch durchlaufen, wenn der Hund stets und immer in der Nähe seiner Menschen läuft, sich auch in Sicht- und Greifweite von Wild nicht einen Zentimeter in dessen Richtung bewegt, die klassischen Ball- und Hetzspiele uninteressant findet und ansonsten nur darauf wartet, etwas für Frauchen oder Herrchen tun zu dürfen?????

Nachdem sie nicht die "eyecatcherin" des Wurfes war, begann sie ihre Ausstellungskarriere nur zu Zwecken der Zuchtzulassung (seinerzeit erfolgte die Zuchtzulassung über eine Formwertnote an einer internationalen Ausstellung mit der Bewertung mindestens "sehr gut"), und da sie einen guten Tag erwischt hatte, begeisterte sie Richter und Publikum gleichermassen und statt der erwarteten "sehr guten" Beurteilung verliess sie den Ring in Dortmund als Rassebeste.

Eine Leistung, die sie nie mehr wiederholt hat - zu Recht, denn reell betrachtet ist und bleibt sie eine "sehr gute" Hündin, deren Vorzüge nicht in den Anforderungen der äusserlichen Ausstellungsleistungen zu finden sind, sondern in ihrem absolut souveränen Wesen und ihrer Eignung als Mutterhündin.

Hier befand sich Nauka in ihrem wahren Element: Mutter zu sein und später auf den Holderheidetreffen -wie bei allen Begegnungen mit ihren Kindern und Enkelkindern - ihre Mutterrolle zu geniessen und damit aufzuleben.


Mit Hjördis von der Holderheide in ihrem ersten Wurf legte sie den Grundstein einer von uns an die Zucht der Kromfohrländer herangeführten Nachzüchterin, im K-Wurf setzte sie ebenfalls zwei Meilensteine:

Klärchen wurde die Stammhündin des Zwingers "hinter der Vest" und mit "Kümmel von der Holderheide" ermöglichte sie uns die Umsetzung eines Zucht-Traumes.

Mit der finnischen Züchterin Tarja Kautiala "tauschten" wir uns züchterisch aus, Kümmel zog nach Finnland um, und wir holten uns "Jazzmo Acapella" nach Deutschland - um nach den gesundheitlichen Rückschlägen und Erkenntnissen bei den Kromfohrländern den Gen-pool in unserem Zwinger um die finnische Variante zu bereichern.


Den M-Wurf konnten wir nur teilweise miterleben, ein tragisches Unglück hatte uns getroffen. Nauka zog dadurch ihren Wurf aushäusig auf, aber da dort heissgeliebt, wurde auch diese Situation von Nauka meisterlich gehandhabt.
Mit dem O-Wurf beendete sie ihre Karriere als Zuchthündin, nicht jedoch diese als Familienmitglied.

Hätten wir die erste Wahl genommen, so hätten wir uns nach dieser Zeit schon von ihr verabschieden müssen - so erfreute uns Nauka immer noch mit ihrer Anhänglichkeit und beeinflusst unser Rudel mit ihrer Souveränität.


Einziger Wermutstropfen war ihre mittlerweile (2008) vollständige Blindheit.

Um allen Zweifeln vorzubeugen: Wie alle unsere Hunde wurde auch Nauka regelmässig und vor allen Dingen vor dem Zuchteinsatz auf die Augenkrankheit "Katarakt" untersucht: bis zum allerletzten Wurf "ohne Befund".

Bedauerlicherweise stellte sich ein Jahr nach der Geburt des letzten Wurfes als Befund "vorläufig nicht frei" heraus, und ab diesem Zeitpunkt führte der Verlauf zu einer stetigen Verschlechterung.
Das Ergebnis der durchgeführten Diplomarbeit bezüglich des Katarktes bei Kromfohrländern durch Frau Engelhardt wies bei Nauka ausserdem eindeutig eine erbliche Erkrankung aus, was sich auch in ihrer Nachzucht entsprechend niederschlug.

Trotz diesen "handicaps" sah man Nauka an den Augen äusserlich nichts an und in ihrer gewohnten Umgebung fandt sie sich grossartig zurecht. Auf den Spaziergängen hiess es dagegen sehr aufpassen, denn unversehens blieb sie aus Schnupper- oder anderweitigen dringlichen Geschäften zurück und hatte den Anschluss verloren - und suchte uns, und wir sie.

Herbst 2008

 

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18. September 2009 / Nauka ist friedlich eingeschlafen am 17. September 2009, wir schreiben in den nächsten Wochen mehr darüber.