Sie war es, die dafür sorgte, dass ich eine so tiefe
Liebe zu dieser Rasse entwickelte.
Aus dem Zwinger "vom Weddern" stammend, kaufte
ich sie mir als Jugendliche von meinem Konfirmationsgeld.
Was sich daraus entwickelte, erlebe ich auch heute noch
bei Hunden aus unserer Zucht: die symbiotische Beziehung eines Menschen
zu seinem Hund.
Stets und überall war Penny meine Begleiterin – nur in die
Schule durfte sie nicht mit. Und so verbrachte Penny ihre Vormittage
schlafend, wartend auf meine Heimkehr. Sie teilte mit grosser Leidenschaft
meine "Isländeritis" und unzählige Stunden verbrachten
wir gemeinsam bei Ausritten über die Schwäbische Alb.
Es war nicht ihre Schönheit, mit der sie bestach, wiewohl so mancher
Richter ihre Standard-Nähe durchaus zu würdigen wusste - es
war ihr Wesen, mit dem sie jedermann überzeugen konnte. Man musste
sie nur näher kennen lernen, damit sie den ihr eigenen Charme entwickeln
konnte und wer sie kannte, wusste sie mehr als nur zu schätzen.
Ich liebte alles an ihr und sie zeigte ihre Treue durch
absolute Anhänglichkeit. Ganz egal, wo wir unterwegs waren, jederzeit
folgte sie mir ohne Halsband und Leine; sei es unterwegs in Wald und
Flur oder im dicksten Getümmel der Grosstädte. Und ich mutete
ihr allerhand zu diesbezüglich - kaum ein Ort, wo ich sie nicht
mit hin schleppte: Ins Theater, in den Zirkus, ins Kino, selbst in den
Discos seinerzeit konnte und wollte ich mich nicht von ihr trennen.
Penny war eine souveräne Rudelführerin, als
Einzelhund gehalten, war dies gar nicht so klar zu erkennen gewesen,
obwohl sie immer wieder bewies, dass sie Hunde sehr gut erziehen konnte!
Die Hündin einer Freundin konnte trotz vieler Erziehungsversuche
vor unserem Kennenlernen nie ohne Leine draussen spazierengehen. Ohne
es Penny explizit beigebracht zu haben, verstand sie es, "Chippie"
auf meinen Befehl "Hol sie" zur Besitzerin zurückzubringen
und jegliches Fehlverhalten konnte sie, ohne es je gelernt zu haben,
mit "Schimpf sie" Chippie sanktionieren. Ohne Zutun eines
Zweibeiners wurde Chippie so zum besterzogensten Hund unterwegs. Im
Laufe der Zeit rief ich dieses Verhalten von ihr immer fallweise ab,
immer mit dem gleichen Erfolg.
Viel zu früh musste ich mich nach einer OP wegen
Gebärmuttervereiterung von ihr Abschied nehmen und es dauerte lange,
bis wir ihre Lücke wieder füllen konnten.
Penny war die Mutter des V-Wurfes vom Weddern, des B2-Wurfes und E2-Wurfes
vom Weddern

