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Mit meinem Kromirüden Bassetti ( zur der Zeit 11 Monate und mitten im
Flegelalter !) habe ich vom 21.-22. Oktober 2006 am Seminar teilgenommen.
Außer uns beiden waren noch vier weitere Kromis und deren Besitzer
dabei und mehrere Zuschauer ohne eigenen Hund fanden den Weg.
Der Grund unserer Teilnahme ist schnell erzählt:
Bassetti neigte dazu, bei Begegnungen mit anderen Hunden,wenn er angeleint
war, "Theater" zu machen, d.h. er stieg in die Leine, stellt
die Haare und tat lautstark kund, daß er mit der Situation überfordert
war. So waren Hundebegegnungen für uns immer ein Abenteuer.
Die erste Begegnung im Seminar mit den anderen Teilnehmern war dementsprechend
sehr lautstark und ein fürchterliches Durcheinander.
Sybille Naß zeigte uns in den folgenden 2 Tagen in der Theorie und
vor allem in der Praxis , wie man mit unseren temperamentvollen Rüden
umgeht, was zu beachten ist und wie eine Begegnung zweier Rüden aussehen
kann.
Schon am ersten Tag stellte sich bei uns der erste Erfolg ein.
Durch das intensive Trainieren und den Wechsel von Brustgeschirr auf
Halsband wurde die Leinenführigkeit wesentlich verbessert. Ich konnte
mit meinem Hund an der Leine schon auf dem Übungsgelände auf
andere Rüden zugehen, ohne daß die Lage gleich eskalierte.Der
gemeinsame Spaziergang am Samstagnachmittag war dann auch für alle
entspannter als am Vormittag.
Ich muss ehrlich gestehen: Am ersten Abend war nicht nur Bassetti k.o.,
sondern auch das Herrchen. Den ganzen Tag sehr intensives Training schafft
Hund und Menschen gleichermaßen. Dieser Erfolg gleich am ersten
Tag hat mich auf den zweiten Tag noch neugieriger gemacht und es hat sich
auch sehr gelohnt.
Der Sonntag , nach der Theorie und den gemeinsamen praktischen Übungen
, verstärkte noch das positive Verhalten vom Vortag.Hundebegegnungen
an der Leine haben Bassetti fast gar nicht mehr aus der Ruhe gebracht.
Er ist bei Begegnungen ganz locker bei mir gelaufen, ohne auch nur mit
der Wimper zu zucken.
Das Highlight sollte aber der gemeinsame Spaziergang am Nachmittag werden.
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Angefangen hat eigentlich alles ganz entspannt
und locker, bis wir auf unserem Wege mehrere fremde angeleinte Hunde auf
uns zukommem sahen. Ach du Schreck., was nun? Also leinten alle Teilnehmer
ihre Hunde an und sollten das Geübte in die Praxis umsetzen. Gesagt
- getan ! Das Ganze lief einfach nur sagenhaft gut ab. Fremde Hundebegegnung
mit angeleinten Hunden und alles so was von entspannt, normal, ohne großes
Theater, einfach wunderbar.
Konnte man das noch steigern?
Geplant war dies zwar nicht, aber wie so oft der Zufall es spielt: vor
uns am Sportplatz fand ein Schäferhundeturnier statt. Der ganze Platz
voller fremder, angeleinter Hunde. Wir sind auch an diesem Platz ganz
locker mit unseren Rüden vorbeigegangen ohne jeglichen Zwischenfall.
Sybille wollte aber noch eins draufsetzen und meinte, ob wir nicht dem
ganzen Treiben etwas näher kommen möchten. Gesagt - getan. Wir
sind mit unseren angeleinten Hunden mitten in das Turniergeschehen rein
,komplett um den Platz gelaufen und hatten auch ständig unmittelbaren
Kontakt mit den Schäferhunden. Es war einfach großartig, wie
unsere gesamte Gruppe, ohne sich einmal aus der Ruhe bringen zu lassen,
diesen Platz überquerte. Natürlich war das Aufsehen wegen unserer
Hunde auf einem Schäferhundeturnier schon groß. Wenn man mir
vor dem Seminar diese Situation gezeigt hätte, dann wäre es
für uns beide undenkbar gewesen, uns so einer Ansammlung von Hunden
auch nur ansatzweise zu nähern, ohne "Theater".
Kurz und gut: Der Erolg dieses Seminars ist einfach umwerfend.
Für mich hat sich wieder einmal gezeigt, daß nichts unmöglich
ist.Auch nach diesen beiden Tagen ist das Verhalten von Bassetti an der
Leine problemloser geblieben und hat sich mit der Zeit sogar noch verbessert.
Das zeigte sich vor allem bei unserem Besuch der IRAS am 3. November in
Stuttgart. Wir konnten uns in der Hundemenge der Ausstellung ganz normal
bewegen, ohne daß mein Kromi aus der Ruhe gebracht wurde.
Die große Erkenntnis für mich und meinen Hund aus diesem Seminar
ist, daß das Vertrauen in meinen Hund in diesen Situationen wieder
vorhanden ist. Solche Veranstaltungen mit Hunden besuchen zu können
oder auch nur Hundebegegnungen beim Gassigehen zu haben, ohne Angst haben
zu müssen , wie er sich wohl verhalten wird, wäre bis vor kurzem
undenkbar gewesen.
Ich kann dieses Seminar nur allen wärmstens empfehlen, die auch mit
ihren Rüden diese oder ähnliche Probleme haben, denn die Fachkenntnisse
und das Geschick mit Hunden und vor allem mit den Hundehaltern umgehen
zu können, hat Sybille Naß bei diesem Seminar sehr eindrucksvoll
gezeigt.
Sehr großes Lob und herzlichen Dank an Sybille Naß
!
Roland und Bassetti
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