Rüdenseminar vom 10. - 12.10.2008
in Herrnwahlthann im Stanglbräu




   

Wir sind nun seit zwei Jahren stolze Besitzer des tollsten, besten und schönsten Kromirüden, den es auf der ganzen Welt gibt (sagt ja Gott sei Dank jeder von seinem Hund, ebenso wie von den Kindern): Dylan von der Cookie Box. Und da wir Besitzer eines Kromirüden sind, waren wir nicht das erste Mal bei Sybille!!!

Begonnen hat das Ganze mit unserem Wunsch nach einem Kromfohrländer. Wir waren etwa eineinhalb Jahre in der "Warteschleife", bis uns Maria Krahs-Dugger berechtigte Hoffnungen machte, dass wir einen Rüden von ihrer Curry bekommen. Aber sie legte uns im Vorfeld ans Herz, zu einem Seminar von Sybille Nass ins Bayerische zu fahren: Sybille Nass leite ein Problemrüdenseminar, sie habe viel Erfahrung mit Kromfohrländern und es sei für uns gut, wenn wir dahingingen. Na super, dachten wir uns. Wir hatten noch nicht einmal einen Hund, aber wir sollten schon zum "Problemrüdenseminar"!!???!!!. Aber was tut man nicht alles, um einen Krom-fohrländer zu bekommen??!!!!!??

Also sind unsere Tochter Corinna und ich für ein Wochenende im Oktober 2006 zum Stanglbräu gefahren. Dort angekommen fanden wir die anderen Semiarteilnehmer mit ihren Rüden vor dem Stanglbräu und das Bild, das sich uns bot war wohl kromirüdentypisch: Drei der Rüden zeigten sich von ihrer besten Seite und sahen gar nicht mehr so goldig und putzig aus, wie wir sie bisher gesehen hatten. Daran wurde aber auch ganz deutlich, dass viel Arbeit auf uns beziehungsweise die Kromibesitzer wartete.

So durften wir Sybille kennen lernen, die in zwei Tagen Theorie und praktische Übungen miteinander kombinierte, jede Einzelne und jeden Teilnehmer individuell korrigierte und unfassbar viel Wissen an uns weitergab. Sie strahlt dabei stets Sicherheit, Ruhe und Souveränität aus. Das half den Teilnehmern und stärkte sie auch bei den Übungen immer wieder aufs Neue. Und am Ende liefen dann die Teilnehme-rInnen mit ihren Kromirüden ohne jegliches Theater zwischen unzählig vielen Schäferhunden bei einer Veranstaltung auf einem nahegelegenen Hundeplatz durch. Keiner hätte das am Samstag für möglich gehalten!!!

Und nun sind wir schon zum vierten Mal bei Sybille. Dieses Mal war es ein Seminar für Fortgeschrittene - und so traf uns Sybille am Samstag, den 10.10.2008, vormittags bei ihrer Ankunft in vorbildlicher Manier an

 

Wir, das waren Angelika und Johannes Einwachter mit Koi, Roland Schneider mit Basetti und Sybille, Corinna und Robert Langer mit Dylan, standen zusammen und um uns herum hatten wir unsere drei Rüden in einem Kreis in gebührendem Abstand von uns und dem nächsten Rüden mit Platz und bleib abgelegt. Sybille meinte bei ihrem Eintreffen nur: "Da kann ich ja wieder gehen!"

Doch, weit gefehlt: Wir fuhren nach Regensburg zum Stadttraining und schon auf dem Parkplatz nach dem Aussteigen zeigten sich wieder die Schwächen der BesitzerInnen, sodass Sybille erst einmal Training auf dem Parkplatz anordnete. Höchste Konzentration und Anstrengung bedeuten diese Übungen für Mensch und Tier - aber unter Sybilles Anleitung ist alles machbar!!! Tja, und dann ging's ab in's Getümmel!!

Mitten durch die Altstadt - je enger desto besser und möglichst viele fremde Hunde an der Leine!!! Und was machen wir dann? Mit "Platz, bleib!" wird der Kromi abgelegt, ich laufe weiter an dem entgegenkommenden Hund vorbei und rufe dann meinen Kromi zu mir ab. Und mein Hund kommt, ohne dass er den anderen richtig wahrnimmt: Keine gestellten Nackenhaare, kein Brummen, kein Giften. Es funktioniert!!!

Nach vier Stunden harter und anstrengender Arbeit sind wir dann zum Stanglbräu zurück gekehrt und haben uns erst einmal gestärkt. Sybille hat uns dann noch einmal unsere Fehler während des Trainings vor Augen geführt. Dann durften wir den Abend in geselliger Runde und entspannt ausklingen lassen.

Am Sonntag gab es dann einen Film zum Thema "Beschwichtigungssignale des Hundes" . Sybille hat uns die notwendigen Erläuterungen dazu gegeben. Danach sollten wir das Gehörte und Gesehene bei einem gemeinsamen Spaziergang anwenden und die Beschwichtigungssignale bei unseren Hunden beobachten. Sybille hatte am Sonntag ihre Sucre dabei, die die Situation für die drei Rüden extrem entspannte. Unser Dylan war somit komplett außer Gefecht gesetzt: Ganz rassetypisch hat er sich, als hypersexueller Kromirüde, bei Sucre hinten "angedockt" und sich dann keinen Pieps für die beiden anderen Rüden interessiert. Ohne Sucre hätte das sicher ganz anders ausgesehen, denn unser Dylan hat auch gewaltiges Kromimachorüdenpotential (tolles Wort, gell?!!?).

Es war wieder ein tolles Wochenende, bei dem wir, wie jedes Mal bisher, liebe Menschen kennen lernen durften. Vor allen Dingen aber möchten wir einmal mehr Sybille danken. Sie hat dieses Wochenende, trotz wahnsinniger Zahnschmerzen, super toll gemacht. Wir haben wieder viel gelernt, nicht immer nur Neues, aber die Gewissheit, dass Vieles an uns liegt und wir auf Vieles, was wir eigentlich schon wissen, ganz gezielt und bewusst achten müssen. Ich sag' nur: Lange Leine!!!!!

Vielen, vielen Dank und ich weiß genau, dass das für uns nicht das letzte Mal bei Sybille war.

Sybille Langer