Rüdentraining Sybille Naß -

Erfahrungsbericht von Familie Langer:


Wir, das sind Sybille, Robert, Corinna und Christian Langer mit Dylan aus Karlsruhe, sind ja schon Dauergäste bei Sybille Nass. Unser letztes Training mit ihr war am 10.01.2009 bei Maria Krahs-Dugger, unserer Züchterin, in Freiburg. Dort sprachen wir Sybille wieder auf das Revierverhalten von Dylan an, das sich immer mehr aus-prägte und wir hatten das Gefühl, es nicht so richtig in den Griff zu bekommen. Wir versuchten, Sybille einzelne Situationen so genau wie möglich zu schildern, doch sie kam zu dem Schluss, dass es wohl am besten sei, wenn sie mal zu uns käme, um sich selbst ein Bild von Dylans Verhalten zu machen.
Gesagt - getan!!! Wir vereinbarten ein Wochenende im Februar - und Sybille hatte noch ein kleines Überraschungsei für uns: Sie kündigte uns an, dass sie einen Rü-den mitbringen würde???!!!!!????!!!!! Ich war ziemlich sprachlos und bei dem Gedan-ken war es mir etwas mulmig. Aber Sybille lies nicht locker und wir ließen uns, was blieb uns auch anders übrig, zu guter letzt darauf ein. Sybille war ja da, dachte ich mir immer. Die wird die Rüden schon dirigieren. Und so nahte der Nachmittag des 21.02.2009 und Sybille kam mit Artos, einem jungen Mischlingsrüden, bei uns an. Er blieb zunächst im Auto, bis wir Sybille freudig begrüßt hatten. Dann ging’s los zum ersten gemeinsamen Spaziergang. Artos ist ein sehr liebenswerter und ausweichen-der Rüde. Nachdem Dylan gleich bei der ersten Begegnung brummte, hat ihm Sybille mit einem deutlichen „Lass es!!!“ und einem Klaps auf die Schnauze unmissverständ-lich zu verstehen gegeben, dass das nicht angesagt ist. Und Dank des Meideverhal-tens von Artos hat das dann auch ohne jegliche Spannungen während des gesamten Spaziergangs geklappt.
Aber das war ja noch die leichtere Übung. Jetzt ging’s ab nach Hause!!! Dort ange-kommen ging Sybille mit Artos und dessen Box zuerst in die Wohnung und deponier-te ihn in der Box neben sich im Esszimmer. Dann kamen wir mit Dylan. Er musste im Esszimmer dann zunächst auf seinen Platz im Crunchy bleiben. Da die beiden durch die Box keinen Sichtkontakt hatten, ging das sehr gut. Am Abend kam Artos dann ins Arbeitszimmer. Uff!!! Der erste Tag war geschafft.

 

Am zweiten Tag (Sonntag) galten die gleichen Regeln: Gemeinsam im Zimmer war Artos in der Box, Dylan durfte sich jetzt aber frei bewegen, sobald er in die Nähe der Box kam und brummte wurde er mit „Nein“ und Lass es“ zurecht gewiesen. Bei den Spaziergängen gab es keine Probleme. Am Spätvormittag kam dann noch Maria mit Curry (Mama von Dylan) und Nuria dazu. Es war ein wunderschöner Nachmittag, ganz entspannt, einem tollen Spaziergang und viel schönen Gesprächen.

Aber es wäre nicht Sybille, wenn es nicht noch eine Steigerung gäbe: Am Montag musste ich zur Arbeit, aber Robert hatte noch frei und als ich nach Hause kam liefen die beiden Hunde frei in der Wohnung, ohne dass es Stress gab!!!!! Unglaublich - ich bin jedes Mal wieder fasziniert, was alles möglich ist, wenn man das nötige Wissen, die Erfahrung, die Ruhe und Souveränität besitzt.

Zum Revierverhalten von Dylan hat uns Sybille geraten, ihn an einem anderen Platz abliegen zu lassen, wo er keinerlei Sichtkontakt mit den Besuchern hat, auch nicht, wenn sie sich hinsetzen. Bisher war Dylans Platz immer im Esszimmer und wir hat-ten ihn in der Vergangenheit dort, wenn es geläutet hat, auch angeleint, damit er, wenn wir mit dem Besuch ins Zimmer kamen, keine Möglichkeit hatte, aufzustehen. Sybille meinte, dass es für Dylan zu viel Stress sei, wenn er den Besuch an sich vor-bei ziehen lassen muss. Deshalb besser: Platz und bleib im Wohnzimmer ohne Leine und dann erst viel später kommen lassen.
Eine zweite Variante hat Sybille dann noch mit Robert angefangen: Clickertraining auf den Ring beim Läuten. Dylans Lieblingsspielzeug ist der Ring. Wir könnten ihn mit Hilfe des Clickers so konditionieren, dass er immer wenn es läutet, den Ring sucht und dann dafür belohnt wird. Da wir aber mit der Wohnzimmervariante im Mo-ment so gut fahren, haben wir das mit dem Clicker zunächst wieder verworfen.

Fazit: Es war unschätzbar wertvoll für uns, Sybille so hautnah bei uns und dem tolls-ten Hund der Welt zu haben. Wir sind wieder viel gelassener und sicherer im Um-gang mit Dylan und es funktioniert dadurch viel besser. Es wird sicher nicht das letzte Mal sein, das wir Sybille bei uns zu Besuch hatten. Vielen Dank und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen!

Sybille Langer