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U-Wurf von der Holderheide

Woche 9

 

     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
   

 

Es ist ein alter Zopf, aber hin und wieder nimmt man auch alte Zöpfe gerne in Gebrauch:
Den Spruch, "es gibt Sachen, die gibt´s einfach nicht"!


Nun haben wir schon jahrzehntelang Welpen aufgezogen, aber so eine Bande ist uns noch nicht untergekommen.
Dass es einzelne Kromis gibt, welche schon als Welpe ihr Talent für Agility beweisen, haben wir eindrucksvoll an Düse (von der Weidenklinge) gesehen. Sie hat sich schon als Welpe gerne stillvergnügt mit der im Garten stehenden Agility- Wippe beschäftigt, lief hoch, blieb am Kipppunkt stehen, lief wieder runter und das gleich mehrmals hintereinander und täglich immer wieder.
Aber daß uns einmal Welpen unterkommen werden, deren höchster Spaß es ist, eine Kinderrutsche zu benutzen, solche Welpen sind uns noch nie unterkommen.
Die Kinderrutsche stand ganz friedlich an der Terrasse, Sockel auf der Erde, Rutschflächenende auf der Terasse mit gepolstertem Schluss, da die Kinder die Rutsche als Sport- und Spaßgerät "missbrauchen".
Ich selbst stand im Garten und schaute den Welpen beim Toben zu. Alle turnten im hinteren Teil des Grüns - bis auf Unelma.

Sie stand mutterseelenallein vor der Rutsche und betrachtete sie nachdenklich. Und ich meine "nachdenklich"!!!!!!

Nachdem sie die Rutsche eine Weile fixiert hatte, nahm sie Anlauf und rannte die Rutsche umgekehrt hinauf - und rutschte natürlich nach der Hälfte der Strecke wieder hinunter. Denn weiter als bis zur Mitte reichte ihr Anlauf zur Bewältigung der Rutschfläche nicht. Unverdrossen nahm sie wieder Anlauf, mit dem gleichen Ergebnis. Und wieder, und wieder.
Dann hatte sie den Bogen heraus, daß man nur die Pfoten etwas nach aussen stellen muss, und dadurch sich an den geneigten Seitenteilen "andrücken" kann um so weiter nach oben auf die Rutsche zu kommen. Und man konnte richtig beobachten, wie es in ihrem kleinen Köpfchen arbeitete: Wie komme ich ganz nach oben!" hiess ihr Arbeitsprogramm.

Mittlerweile hatten auch die anderen Welpen mitbekommen, daß Unelma ein interessantes Projekt gestartet hatte und nun versammelten sich nach und nach alle Welpen um die Rutsche. Und probierten natürlich ebenfalls ihr Glück an der Rutsche. Nun war Unelma definitv im Vorteil: Sie kam schon fast bis nach oben, während die anderen, wie sie selbst am Anfang - nur bis zur Mitte hochkamen. Aber in schönster Schubsmanier gönnte kein Welpe dem anderen Welpen den Platz an der Rutsche und es entspann sich eine richtige Rangelei um den besten Startplatz. Und man konnte den Welpen ihren Spass bei dieser Unternehmung wirkich ansehen!
Und man glaubt es kaum - plötzlich stand Unelma oben auf der Rutsche. Und wenn man auch nicht zu viel in die Gesichter der Hunde hineininterpretieren soll, ich fand, sie sah so richtig mit sich selbst zufrieden aus, wie sie da oben stand und etwas verächtlich auf die anderen Welpen hinunterschaute;-)))
Nur dass unser Kuckuckskind Grace ihr den Erfolg nicht lange gönnte. Auch sie nahm einen riesen Anlauf und schwupps! - da war auch Grace oben und keine von beiden konnte sich nun halten und so rutschen sie gemeinsam die Rutsche wieder hinunter. Um es gleich wieder zu probieren....
Eine ähnlich entspanntes Verhältnis haben sie zur Welpenwippe. Die Welpen machen sich einfach einen Spaß daraus, darauf vor- und zurückzulaufen, oder das Geschwisterchen nach oben zu "liften", und auch das wird mit gleicher Souveränität gemeistert, wie alles, was sich bewegen lässt oder mit einem Welpen "bewegt".
Und ich brauche sicherlich nicht hinzuzufügen, daß Tunnel in jeder Variation bespielt werden.-))))

©Sybille Nass, 5. Juni 2010

 

     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
     

Nun haben die Welpen dieses Alter erreicht, in welchem sie viele Reize und Eindrücke sammeln sollen - und das ist mit guten Freunden auch kein Problem;-)))
Eine knappe halbe Stunde entfernt wohnt eine Freundin mit einer Kooikerhündin und Kindern, welche begeistert auf einen Welpenbesuch warten. Also alle Welpen ins Auto gepackt und los ging die Fahrt "ins Grüne". Da die Temperaturen nun einen fabelhaften Sprung von untypisch kalt zu besten Sommertemperaturen gemacht haben, ist die Fahrt für die Welpen unangenehm, denn es ist ihnen definitiv zu warm, obwohl sie in sogenannten "Klimaboxen" transportiert werden. Vielleicht hatte der Dauerniesel- und Bindfadenregen doch etwas Gutes???????
Am Ziel angekommen, gibt es erst einmal ein grosses Juchu bei Zwei- und Vierbeinern. Wir freuen uns zweibeinermässig und Romi ist glücklich, ihre Freundin wieder zu sehen. Aber was kommt denn da noch aus dem Auto????
Noch mehr Vierbeiner!!! Da staunte Romi nicht schlecht!
Und die Kleinen nehmen auch noch ihren ganzen Garten in Beschlag ...Da hilft doch nur: Mitmachen!!!!
Und Romi erweist sich als sehr vorsichtige und den Welpen gegenüber ausgesprochen aufgeschlossene Aufsicht - und stellt schnell fest, daß man mit dem Kuckuckskind schon viel heftiger toben kann, als mit den nur halb so grossen Zwergen.
Für die Kleinen gilt es viel zu erkunden, vor allen Dingen möchten sie wissen, was hinter diesem komischen Gitter im Garten sitzt. Hoppelt herum und rennt weg. Können doch eigentlich nur Hasen sein. Aber das Interesse der buntscheckigen Schar an den Langohren erlahmt schnell - einzig das rote Teil würde zu gerne nähere Bekannschaft mit den Hasen schliessen.
Aber wie alles im Leben denkt Grace - die interessantesten Dinge werden einfach verboten!
Jeder Busch, jeder Strauch und jede Ecke wird erkundet und nach so viel Aktion und Spannung dauert es nicht allzulange, dann liegen müde kleine Vierbeiner auf den Matten.
Nun lassen sie sich von den Kindern verwöhnen, die sie ausgiebigst streicheln und am liebsten eines mitnehmen würden;-)))
Auf dem Heimweg verläuft die Fahrt dann ruhig und friedlich, die kleinen Racker sind von den vielen Eindrücken so "erschlagen", daß sie im Auto einfach nur schlafen.
Daheim angekommen, verziehen sie sich in ihre Lieblingsecke, um nach verdienter Pause mit voller Kraft wieder im eigenen Garten herumzutoben.

©Sybille Nass,10. Juni 2010


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