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V-Wurf von der Holderheide
Woche 9
Wir züchten innerhalb der IGRK; hier wird von jedem Welpen Blut genommen und zu Forschungs - und Untersuchungszwecken an der tiermedizinischen Universtät Hannover eingelagert -
das heisst bei uns dann immer salopp: einmal Tierarzt: Blutbad und impfen.
Am schlechtesten geht es dabei unserer Tierärztin, sie liebt alle unsere Welpen und es tut ihr immer richtig weh, wenn sie die Welpen für die Blutentnahme stechen muss - und die Welpen schreien in der Regel schon los, wenn nur die Vene gestaut wird und noch gar keine Nadel zu sehen ist.
"Organisatorisch" sieht das dann immer so aus, dass wir mit zwei Welpen in der Praxis sind, erst wird hintereinander bei den beiden Welpen Blut genommen und danach werden beide geimpft.
Auffallend bei diesem Wurf, wie "mitfühlend" sich der jeweils auf dem Boden wartende Welpe verhielt - kaum war der eine Welpe auf dem Tisch gestaut und fing an zu heulen, heulte der andere Welpen auf dem Boden prompt jeweils mit. Was die Situation nicht erleichterte und unsere arme Tierärztin noch mehr Nerven kostete. Das Impfen danach war dann nur noch ein Klacks, da zuckten die Kleinen noch nicht einmal, denn was ist schon der kleine "Pieks" gegen diese ach so furchtbare Blutentnahme.....
Aber was sein muss, muss sein und was man hat, hat man! (Ich kann die Welpen natürlich gut verstehen, nachdem ich selbst dem roten Kreuz Blut spende - und das auch noch frewillig;-)))
Zwei Stunden befanden sich die Welpen nach dieser Anstrengung im "komatösen Welpenschlaf" , um dann wieder frisch und erholt den zwar kalten, aber überwiegend sonnigen Montag draussen im Garten zu geniessen. Dieser Schlaf hatte leider weitreichende Wirkung, denn offensichtlich benötigten sie dann von Montag auf Dienstag gar nicht mehr so viel Schlaf und befanden, dass 3:40 Uhr eine gute Zeit zum aufstehen ist. Leider half eine Raubtierfütterung nicht, um sie wieder zur Ruhe zu bringen und erst um halbsechs Uhr morgens sanken sie wieder in ihren zufriedenen Welpenschlaf - Züchterleid!!!!
Am Samstag zuvor wurden die Welpen offiziell begutachtet und der Chip aller Welpen kontrolliert, damit alles seine Ordnung hat und die Welpen dann anlässlich der Sichtung mit einem Jahr auch ihre Ahnentafeln erhalten können. Auch die obligaten "Züchterstandbilder" wurden der Kamera einverleibt, kaum gibt es etwas, was bei den Welpen nicht dokumentiert wird.
Robert Langer war in seiner Werkstatt aktiv und unsere Zuchtwartin hat dann das von ihm produzierte Wackelbrett mitgebracht - an dieser Stelle ganz herzlichen Dank!!!! - und die Welpen durften es gleich ausprobieren.
Wieder einmal mehr erinnert uns dieser Wurf dann an unsere Irish-Welpen: Voller Neugier hopsten die Kleinen auf das Wackelbrett hinauf, hinunter, legten sich darauf, benutzten es als lässiges Turngerät, wie wenn sie damit schon geboren worden wären. Und so wird es nach ein paar Tagen schon als festes Inventar betrachtet, man überspringt es, läuft darüber hinweg, kaut darauf seinen Kauknochen und wartet auf weitere spannende Sportgeräte....
©Sybille Nass, 30. September 2010
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