Zecken
Die Zeckenzeit ist angebrochen - ich weiss nicht, ob alle soviel Zecken
von den Hunden "klauben" müssen wie wir - bei uns sind
es pro Hund bestimmt derer zehn - aber ich denke, Ihre Hunde werden
von diesen netten Tierchen sicherlich auch beglückt...
Wie jedes Jahr stellt sich die Frage: "Was tun dagegen"??????
Natürlich gibt es die beim Tierarzt erhältlichen spot-ons
namens "Exspot" oder "frontline", die in den Nacken
geträufelt werden und bis zu vier Wochen halten (sollen).
Diese Mittel sind krebserregend und für uns persönlich
keine Alternative. Das spot-on verbleibt einige Zeit in den Haaren,
die Hunde wälzen sich bei uns damit auf dem Teppich - das Mittel
lagert sich dort an und unsere Kinder spielen dann auf diesem Teppich
:-(
Viele Tierärzte empfehlen eine Impfung gegen Borreliose. Hier sollte
daran gedacht werden, dass dieses Mittel in Amerika entwickelt wurde
und überwiegend auf amerikanische Stämme greift - gut zu verwenden
also, wenn man nach Amerika auswandern will...
Ansonsten hat die Tierärztin, welche uns unsere Irish-Hündin
"Brandy" verkauft hat, vor der Impfung gewarnt, da besonders
bei Rassen, die zu Autoimmunerkrankungen (AI) neigen, eine erhöhte
Gefahr nach der Impfung besteht, da durch die Impfung eine AI ausgelöst
werden kann.
Aus unserem Zwinger wurde Havanna geimpft und sie erkrankte so schwer,
dass die Ausheilung extrem langwierig war und es über ein Jahr
dauerte, bis Havanna wieder "überm Berg" war!
Wir selbst halten es so, dass wir die Hunde nach den Spaziergängen
nach Zecken absuchen (und sie natürlich auch schon während
des Spazierganges ablesen) und beim Streicheln immer "durchkraulen",
denn trotz allem Absuchen übersieht man immer wieder die eine oder
andere Zecke. Dank der günstigen Haarfarbe und entsprechender Haarstruktur
ist dieses Vorgehen beim Kromi gut machbar und wer auf Nummer sicher
gehen will, kann auch den Flohkamm zum Durchsuchen benützen....
Nachdem ich selbst schon mit meinen Tieren (Hunde,Katzen,Pferde) auf
der Schwäbischen Alb in einem "roten" Gebiet aufgewachsen
bin und mit Bayern nur das Land, aber nicht die "Farbe" (rot
= gefährdete Region bezgl. Borrelien) gewechselt habe, ist es eine
Tatsache, dass wir in all diesen Jahrzehnten keinen einzigen Borrelien-Fall
bei unseren Tieren hatten - obwohl wir immer wieder auch vollgesogene
Zecken abgefallen gefunden haben. (Für das Übertragen der
Borrelien muss eine Zecke einige Zeit schon gesaugt haben. Das heisst:
je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr
der Infektion.)
Da wir unsere Hunde im Haus halten und sie jederzeit unter Beobachtung
haben, fallen uns jegliche Krankheitsanzeichen sofort auf und wir lassen
diese beim Tierarzt abklären. Und wir lassen gegebenenfalls natürlich
den Borrelien-Titer bestimmen, um diese Erkrankung auszuschliessen.
Das war in all den Jahrzehnten nur ein einziges Mal der Fall; da war
es eine Fehlanzeige.
Am Holderheidetreffen hat uns allerdings eine Kromihalterin erzählt,
dass ich auf jeden Fall als Tipp weitergeben möchte. Die Kromihalterin
ist ihres Zeichens Krankenschwester und eher skeptisch gegenüber
Alternativ-Mitteln. Von ihrer Tierärztin hat sie sich dennoch zu
einem biologischen Zeckenmittel - ebenfalls ein spot-on - überreden
lassen und war vom Ergebnis sehr angetan:
Vier Wochen hatte ihr Hund Ruhe vor dem Getier.
Für alle, die also nicht zur chemischen Keule greifen wollen, hier
das Präparat:
Es heisst "bogacare" Margosa von der Firma bogar und ist in
zwei Verabreichungsgrössen zu erhalten.
Einmal von 5-25kg, unsere Gewichtsklasse und eine weitere
Grösse für "sucre´s" Gewichtsklasse.
Das Mittel ist laut Aussage der Kromihalterin nur über den Tierarzt
erhältlich - ein Versuch es über die Aptheke zu bekommen schadet
meines Erachtens aber auch nicht ;-)
Wie bei allen Mittel, alternativ oder nicht - ist zu bedenken, dass
jeder Hund unterschiedlich "verstoffwechselt"; was bei dem
einen Hund hilft, wirkt deshalb nicht zwangsweise beim anderen!
Dennoch würde ich Euch bitten, solltet ihr dieses Mittel ausprobieren,
mir über Erfolg oder Misserfolg ein feed-back zu geben.
So kann ich die Ergebnisse sammeln und dann ein Resumée
ziehen, von dem dann alle profitieren.
© Sybille Nass/lfw, Juni 2008
Feedback:
schon haben wir das erste (besten Dank!): anfang
Juni 2008
"...das von dir empfohlene Zeckenschutzmittel bogacare
gibts bei www.alsa-hundewelt.de, sowie in vielen Internetapotheken.
Unser Erfahrungen damit sind jedoch (noch) nicht die Besten. Unser Kromi
hat trotzdem viele Zecken und noch dazu riecht "der ganze Hund"
äußerst unangenehm. Laut unserem Tierarzt ist die Wirksamkeit
derartiger Produkte von Tier zu Tier sehr unterschiedlich."
———————————
17.6.2008
"bei unserem Kromi hats gar nichts genützt,
es stank grauslig, verfärbte das Fell und am selben Tag, nachdem
wir das Mittel draufgetan hatten, hatte er schon neue Zecken...Fazit:
bei uns hilfts nichts...
20.4.2009
" Die ersten beiden Zecken haben wir bei unserer
Hündin (trotz Bogacare Margosa Applikation) entfernt, sie ist ist
halt den ganzen Tag bei uns im Garten, wenn wir da pflanzen und Unkraut
ausreißen usw. und da kommt es schon mal vor, dass ein Zeckenbiest
sich festbeißt (nicht nur beim Wauzi). Dieses Bogacare Margosa
stinkt wie die Pest, aber nach 2-3 Tagen bessert sich der Gestank und
die Zecken greifen wieder fröhlich an und beißen wieder fest
zu. Sie scheinen zwar etwas benommen zu sein (bewegen sich behäbiger),
sind aber nicht wirklich k.o. und sterben auch nicht ab. "

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