Unser "Nauki-Wauki" - wer hätte damals gedacht, daß sich diese "zweite Wahl" für uns als erstklassig erweisen würde?

So blieb die "typischere" Schwester Antoni, "Toni", im heimischen Zwinger und wir erhielten "Anauka von der Napoleonsnase", die Tochter von unserem "Caschar von der Holderheide" und damit wieder einen Abkömmling aus der eigenen Zwingerheimat.

Auch Nauka machte in vielerlei Hinsicht Karriere, vor allen Dingen allerdings in sehr unerwarteten Bereichen:-) So stellte die Fotografin Monika Wegler aus München sehr schnell fest, daß Nauka ein Naturtalent im Bereich der Werbefotografie war und dadurch ziert sie immer noch viele Produkte aus dem Heimtiersektor mit ihrem Konterfei - denn ihre Aufnahmen sprechen ein großes Käuferpublikum an. Nauka hat damit auf ihre Weise dafür gesorgt, auch über ihren Tod hinaus in Erinnerung zu bleiben....

 

Um sich in der Zucht zu verewigen musste man im Rassezuchtverein der Kromfohrländer seinerzeit allerdings seinen potentiellen Zuchthund auf einer FCI-Hundeaussstellung melden und mindestens die Bewertung "sehr gut" vom Richter erhalten, um züchten zu können.

Der für uns günstigste Zeitpunkt dafür war ausgerechnet die Bundessiegerausstellung in Dortmund und wir fuhren mit sehr gemischten Gefühlen dort hin, erwartete uns doch grosse Konkurrenz. Nauka war allerdings in perfekter Kondition und wie immer in ihrem Wesen sehr ausgeglichen, da konnte einfach kommen was wollte.

Und sie meisterte die Ausstellung ungemein souverän und wusste durch ihre Art zu begeistern - Menschen, welche sie kennenlernen durften, wissen, was ich meine, - auch der Richter liess sich davon anstecken und belohnte sie mit einem Vorzüglich und bester Hündin. Nun hiess es für sie und mich noch einmal "in den Ring steigen" und um den Titel des Rassebesten zu laufen. Was uns zuvor unerreichbar erschien: es geschah! Nauka wurde an dieser grossen Ausstellung unter hoher Konkurrenz Rassebeste - ein nie wieder erreichter Erfolg.

Ein gefährlicher Erfolg, weiß man nicht als Züchter selbst, seine Hunde gut einzuschätzen, denn es war einfach ein Tag dieser Tage, an welchen man alles erreicht. Wir haben uns mit Nauka über diesen Erfolg gefreut, haben aber deshalb nicht einen Augenblick aus den Augen verloren, welche positiven Qualitäten unsere Nauka auszeichnet und wo ihre züchterischen Mängel lagen. Und nach diesen haben wir auch stets ihre Partnerwahl in der Zucht getroffen, und auch hier erwies sich Nauka als absoluter Gewinn, denn nicht das Aussehen allein macht einen guten Zuchthund aus, sondern es sind die Muttereigenschaften, welche einen Zuchthund auszeichnen und die Qualität der Nachzucht, welche sie bringt. Und wenn wir hier einmal den desolaten Gesundheitszustand der Kromfohrländer ausblenden, so hat Nauka Kindern das Leben geschenkt, welche geradezu parademässig einen perfekten Typ im Aussehen repräsentierten. Darunter waren echte "eyecatcher" wie zum Beispiel "Kümmel von der Holderheide", "Mücke von der Holderheide" und "Onkel Oscar von der Holderheide", um nur einige zu nennen.

 

Mit vier Würfen bereicherte sie unseren Zwinger, auf ihr Konto ging der H-Wurf, der K-Wurf, der M-Wurf und der O-Wurf von der Holderheide.

Nach dem O-Wurf zeigte die folgende DOK-Untersuchung keinen freien Befund bezüglich einer Katarakt und somit beendete sie ihre Zuchtkarriere - nicht jedoch die als geliebte Familienhündin.

Wie ein Schatten folgte sie uns auf jedem Ausflug, weder Reh noch Hase weckte je ihr Interesse und am allerglücklichsten war sie, wenn die ganze Familie zusammen weilte.

Die Katarakt verschlimmerte sich mit jeder Untersuchung und es war absehbar, daß Nauka erblinden würde. Aber was sie schon sehend zu zeigen wusste, sie wusste es auch blind: ihre Souveränität, Ruhe und Ausgeglichenheit liessen aus ihrer Blindheit kein Hindernis werden. Keiner unserer Besucher merkte überhaupt im Haus, daß sie es bei Nauka mit einer blinden Hündin zu tun hatten, so selbstverständlich bewegte sie sich innen und so unaufgeregt ging sie auch blind mit Besuch um.

 

Bei den Spaziergängen sah es etwas anders aus. Soweit sie ihre Rudelmitglieder hören und spüren konnte, folgte sie ihnen und hatte keinerei Schwierigkeiten draussen. Aber wehe, sie hatte den Anschluß verloren und nicht mitbekommen, daß die Hunde und wir abgebogen waren! Dann wurde sie plötzlich schnell und schneller und lief, so schnell ihre Füße sie tragen konnten - und leider auch immer öfter in die falsche Richtung. Was man dabei lernt? Auch ein blinder Hund wird unwahrscheinlich schnell und läuft er in die falsche Richtung, läuft man wirklich in Gefahr, ihn zu verlieren, da die Panik leicht überhand gewinnt und der Hund uneinholbar wird.

Aber es wäre nicht Nauka, wenn sie uns nicht vermittelt hätte, was sie möchte und so zeigte sie uns sehr deutlich auf ihre Weise, daß sie in Zukunft am Geschirr und an der Flexi laufen möchte. Und diesen Gefallen taten wir ihr allzugern, wollten wir sie doch keinesfalls verlieren!!!!!!

 

Mit Nauka verbinden uns so viele schöne Erinnerungen, es ist unmöglich, sie alle zu erzählen. Wer sie kennengelernt hatte, wusste sie zu schätzen und für uns war sie ein echtes Hundeglück, ein langes, langes Hundeleben lang...

 

 

 

Nauka in den Medien und in der Werbung:-)

 

 

 

 

 

 

 

Herzlich willkommen auf unserer homepage!

Wir freuen uns über Ihren Besuch und wünschen

viel Freude beim schmökern und stöbern:-)