Maggie, ein echtes Schätzchen
Maggie, ein echtes Schätzchen

Zaungäste.... ein sehr schwieriges Thema.

Allein schon, weil ein Außenstehender sich unwillkürlich die Frage stellen mag:

"Wie kann man sich nur von seinem über alles geliebten Vierbeiner trennen?"

Jeder Hundehalter wird diese Frage hoffentlich mit "Das würde ich nie tun" beantworten können. Ist dies der Fall, dann stimmt im Hunde- und Halterteam alles, dann wird es nie einen Grund geben, warum man sich von seinem Hund trennen muss.

Auch ich hätte mich nie im Leben von meiner über alles geliebten "Penny", meiner ersten Kromfohrländerhündin getrennt - allein der Gedanke war unvorstellbar....

 

Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und die zur Vermittlung ausgeschriebenen Hunde, auch Kromfohrländer, zeigen uns, daß im Leben Umstände eintreten können, welche die Abgabe eines Hundes notwendig machen. Wobei man hier sicherlich unterstellen darf, daß kein Hundehalter sich leichtsinnig von seinem Hund trennt!

 

Viele Hunde werden "Scheidungskinder" und die Trennung lässt keine andere Möglichkeit als die der Abgabe zu, aber auch spontan auftretende Allergien können zum Abschied vom Hund führen.

 

Und dann gibt es noch die Züchter - auch diese gehören, züchten sie seriös, zu der Gattung Mensch, welche sich schweren Herzens von einem Vierbeiner trennen, obwohl das Herz daran hängt. Und zwar insbesondere dann, wenn man nur eine begrenzte Anzahl an Hunden halten kann, abgesehen davon, daß man in meinen Augen ab einer bestimmten Rudelgröße den Hunden nicht mehr wirklich gerecht wird.

Hier zwingen die Umstände den Züchter zu Entscheidungen: Wenn sich zum Beispiel herausstellt, wie bei uns mit Tara und Xi, daß in der Großelternlinie AI aufgetreten ist.

Dann geht es allein um die Frage: Wie wichtig ist mir das Züchten? Und will ich mit diesem Risiko diese Tiere in der Zucht einsetzen? Will ich sie behalten, mit dem Wissen, dass dann diese Plätze für die nächsten 10 - 15 Jahre blockiert sind und eine Weiterzucht in dieser Zeit nicht stattfinden kann, da ich nur eine begrenzte Anzahl an Hunden halten will.?

Wie wichtig ist mir das Ziel, gesündere und im Wesen freundliche Hunde zu züchten?

 

Kein Nichtzüchter wird diese Fragen ohne entsprechendes Hintergrundwissen nachvollziehen können - aber es ist wichtig, um die Gründe einer Abgabe zu wissen, will man den Stab nicht in ungerechtfertigter Weise über einen Menschen brechen, wenn es um die Abgabe von Hunden geht.

 

Bei uns kam es aus unterschiedlichen Gründen bereits zur Abgabe von Hunden. Die jüngste betraf unsere "Xi von der Holderheide". Hier haben wir erst nach ihrem Behalten von der AI-Erkrankung der Grossmutter erfahren und wir mussten die Entscheidung treffen: Behalten und nicht züchten (für uns kommt in dieser gesundheitlichen- besser gesagt kranken Konstellation keine Zucht mit ihr in Frage) , oder einen tollen Platz für sie suchen und ihren Platz einer Hündin überlassen, mit welcher wir unser Ziel, gesündere und freundliche Kromfohrländer zu züchten, erreichen können....

 

Allerschwersten Herzens haben wir uns von ihr getrennt, es war eine furchtbare Abgabe und noch einmal vor die Wahl gestellt, könnten wir das sicherlich nicht mehr durchziehen.

Aber sie hat einen derart tollen neuen Platz bekommen, wo sie über alles geliebt wird, in einem harmonischen Rudel sich weiter entwickeln darf, daß wir wissen, für sie ist diese Entscheidung mit keinerlei Nachteil verbunden.

Auch bei Tara lag die gleiche Konstellation vor, auch bei ihr haben wir uns schwersten Herzens für eine Abgabe entschieden, aber bei unserer Freundin Moni ist sie in allerbesten Händen und es ist eine wahre Freude, Moni bei der Arbeit mit Tara zuzusehen: hier haben sich Zwei gesucht und gefunden! Und in der Ersthündin "Mandy" hat Tara eine echte Hundefreundin, mit welcher sie harmonisch zusammenlebt.

 

Es sind ganz unterschiedliche Gründe, welche eine Abgabe hervorrufen, sie alle haben ihre Berechtigung, allerdings zählt allein die Verantwortung, welche der Züchter bei der Suche nach einem geeigneten neuen Zuhause übernimmt. Nur wenn ein optimales Heim gefunden wird, ist eine Abgabe vertretbar!

Tara mit ihrer Hundefreundin "Mandy" nebst Besitzerin Moni:-)

Wunderschöne Aufnahmen, welche laufend ergänzt werden und einen ausführlichen Text zu Tara findet sich in der Rubrik "Würfe" unter dem T- Wurf, bzw. hier.

Maggie

Maggie - wenn  man doch nur immer solche Hunde haben könnte! Sie spiegelt genau das wieder, was wir unter einem perfekten Familienhund verstehen: freundlich zu Kindern wie zu Erwachsenen, Katzen liebt sie über alles, jeder Hund ist ihr willkommen und wer nicht mag, dem weicht sie aus, dabei ist sie anhänglich und sehr schmusig und auch ihre Optik passte genau in unser Zuchtkonzept.

Drei Würfe schenkte sie uns, den U-Wurf, den W-Wurf und den X-Wurf - und für uns war klar, dass wir eine Maggie-Tochter zur Weiterzucht behalten werden. Beim U-Wurf war uns klar, dass wir mit ihr weiterzüchten können und sahen deshalb keinen zwingenden Anlass, aus diesem Wurf eine Hündin zu behalten - unser größter Fehler, wie wir hinterher allzugut wissen. Im W-Wurf war keine für uns geeignete Hündin dabei, was gut war, da der Vater an ED und Cystinurie erkrankte und viel zu früh daran verstarb. Im X-Wurf behielten wir Xi. Es sollte die letzte Geburt für Maggie sein, denn diese Geburt bereitete ihr sichtlich Mühe und es dauerte zwei Tage, bis sie sich von den Strapazen erholte. Da das Wohlbefinden der Mutterhündin bei uns stets vor einem Zuchteinsatz steht, war mit diesem Wurf klar, dass wir kein Risiko mit ihr eingehen werden und sie diese Strapazen nicht noch einmal durchstehen muss! Somit war klar, dass Tochter "Xi" in Mama´s Fußstapfen treten soll. Aber das Züchterglück war diesmal nicht auf unserer Seite: von entfernter Seite erfuhren wir von der Autoimmunerkrankung der Großmutter über die väterliche Seite. Für uns ein Grund, Xi nicht als Zuchthund einzusetzen, da wir der Meinung sind, dass Einkreuzen in eine kranke Rasse nur dann Sinn macht, wenn bis mindestens zur zweiten Generation KEINE in direkter Linie erkrankten Elterntiere bekannt sind.

Und dann stellte sich wieder die bekannte Frage: Hunde sammeln - oder Hunde züchten?

Wir sammeln keine Hunde, weil man in einer Familie mit vielen weiteren Verpflichtungen ihnen kaum gerecht wird und wir sind der festen Überzeugung, dass nicht persönlicher Egoismus bei der Hundehaltung im Vordergrund stehen sollte, sondern das Wohl des einzelnen Hundes - und hatte Maggie es nicht wirklich verdient, als Prinzessin behandelt zu werden?

Unser Netzwerk ist ein sehr familiäres, das heißt, die Kontakte mit unseren Hundekäufern sind eng und oft auch auf einem sehr freundschaftlichen Niveau. Und genau hier haben wir unsere neuen Besitzer von Maggie gefunden. Nachdem ihre bei uns erworbene "Lilly" gestorben war, stellt sich die Frage nach einer Nachfolgerin - und diese trat nun Maggie an!

Der Wechsel fiel ihr leicht, war sie doch nun Mittelpunkt ihrer neuen Familie und sie genoss es sichtlich, drehte sich doch alles nun um sie alleine und nichts musste mehr geteilt werden. Einziger Wermutstropfen für Maggie war eine fehlende Katze! Vor die Frage gestellt, was sie als vierbeinige Begleitung vorziehen würde, Hund oder Katze, würde Maggie, könnte sie sprechen, immer eine Katze wählen, nie den Artgenossen - und so litt sie unter dem Verlust unserer Katzen mehr, als dem Fehlen der bellenden Rudelmitglieder. Die Nachbarskatze, welche in der anderen Doppelhaushälfte wohnte, war es zwar gewohnt, in beiden Häusern ein - und aus zu gehen, aber der Einzug von Maggie schreckte sie von den täglichen Besuchen ab, war sie doch einen Hund so gar nicht gewohnt. Maggie wiederum tat ihr Bestes und versuchte der Samtpfote eine Kontaktaufnahme leicht zu machen: weder lief sie hinterher, noch wurde sie aufdringlich, immer ließ sie der maunzenden Nachbarin Zeit, damit sie spüren konnte, dass hier kein Feind, sondern eine Freundin wartete. Und ihre Geduld wurde reich belohnt! Heute sind die Zwei allerbeste Freunde und liegen gerne zusammen, Maggie ist in ihrem Element und nun ist ihr Glück vollkommen....

Heute ist Maggie bei uns mit ihren Besitzern ein regelmäßiger Gast und sie freut sich immer sehr, die alte Heimat zu besuchen und alle "alten" Familienmitglieder zu begrüssen. Aber wenn es dann zum Aufbruch geht, steht sie sofort neben Frauchen und Herrchen und zeigt damit ganz deutlich, dass ein Besuch in der früheren Wirkungsstätte nett ist, aber eben das: nur ein Besuch....

 

2017  Zehn Jahre alt

Sucre - Gand Basset Griffon Vendée Hündin aus Frankreich

Sucre - übersetzt "Zucker" - diesen Namen haben wir ihr gegeben, und er passte massgeschneidert: sie war so süss und: war überwiegend weiß ;-)

 

Wir waren bereits aus dem Rassezuchtverein der Kromfohrländer ausgetreten und überlegten, mit welcher Rasse man passend einkreuzen könnte - und was lag da näher, als an die vermeintliche Ursprungs - bzw. Ausgangsrasse zu denken?

Recherchen in Deutschland liefen an, die Aussagen bezäglich der Gesundheit der Rasse klangen vielversprechen, nur: die Hunde waren schwer und lang, eben kurzbeinig. Und das gefiel uns nicht so wirklich, war dies ja bereits bei den reinrassigen Kromfohrländern unschön, wenn die Beine im Verhältnis zum Körper zu kurz und der Rücken zu lang war.

Viele Griffon-Züchter gab es in Deutschland nicht, also wurden die Fühler ins Ursprungsland Frankreich gestreckt und über nette Bekannte trudelten Bilder von Griffons ein, welche zur Abgabe anstanden. Wir wollten nämlich explizit einen Hund, welcher den Zahnwechsel bereits hinter sich hatte, um nicht einen Welpen zu holen, in diesen große Hoffnungen setzen, welche dann aufgrund fehlerhafte Zähne platzen... Dann hängt das Herz am Hund und dann?

 

Als uns konkret zwei auf den Bildern vielversprechende Griffon vorlagen, realisierte sich die Idee und eine Fahrt nach Frankreich nahm ihren Lauf. Zu Zweit, denn die Fahrt war lang und zeitlich begrenzt, und "doppelt" ist alles einfacher :-).

Distel vom Buchbach

 

 

 

 

 

 

 

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