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Von Passau nach Wien

Um 18:00 Uhr legt unser Schiff ab - und erst jetzt glauben wir, daß wir tatsächlich reisen können! Wie oft mussten alle unsere gebuchten Reisen dank Corona verschoben werden und bis zum Schluß waren wir uns nicht sicher, ob die Reise auch tatsächlich stattfinden kann. Corona hat uns gelehrt, sich auf nichts zu verlassen - aber es hat uns auch gelehrt, WAS Alles für uns tatsächlich vollkommen selbstverständlich war!

Banale Dinge haben auf einmal einen besonderen Stellenwert und Reisen gehört zu besonderen Ereignissen, wenn sie denn stattfinden dürfen. Und so ist diese Reise bereits eine ganz besondere Flusskreuzfahrt, welche auch unter ganz besonderen Bedingungen stattfindet: Corona hat uns immer noch im Griff und auch auf dem Schiff gelten klare Regeln, an die sich jeder zu halten hat. Ein Umstand, den wir gerne in Kauf nehmen, dürfen wir doch wenigstens reisen...

Das Schiff hat eine verringerte Gästezahl bei hohem Personaleinsatz - alleine die andauernde Desinfektion von Handläufen, Türgriffen etc beschäftigt mehrere Reinigungskräfte. Die „öffentlichen“ Toiletten sind  - verständlicherweise - gesperrt, aber dafür gibt es ja die Kabinen. Auch die Einnahme der Mahlzeiten hat den Organisatoren sicherlich viel Kopfzerbrechen bereitet, denn wie schafft man unter Coronabedingen einen Service, bei dem alle Beteiligten berücksichtigt sind? 

Was zuvor ein einfacher Ablauf für die Gäste war: man sucht sich einfach einen freien Tisch, bestellt sein Getränk und holt sich beim Buffet sein Essen funktioniert so nun nicht.

Nun bekommen alle Teilnehmer eine feste Tischnummer, die Tische sind fein säuberlich durch Plexiglasscheiben getrennt und man bestellt sein Getränk bei der zuständigen Servicekraft. Danach darf man sich am Spender seine Plastikhandschuhe ziehen und im Uhrzeigersinn dam Buffet sein Essen holen - fein säuberlich portioniert in hübschen Gläsern. Wo dies nicht möglich ist, darf man „Essen fassen“ unter den Augen der Servicekräfte, welche permanent damit beschäftigt sind, alles zu reinigen. Aber dadurch „ist Buffet möglich“ und das schätzen wir sehr!

 

Das Ablegen des Schiffe ist immer ein besonderer Moment und nichts ist Entspannender, als auf dem Oberdeck das langsame Vorbeiziehen der Landschaft zu genießen. Gut, daß meine Reisebegleitung genauso tickt wie ich und eine „Guckerin“ ist. Und es gibt wahrlich genug zu sehen: hinter jeder Flussbiegung ist gefühlt eine intakte Burg, eine mal kleine und mal größere Ruine zu entdecken, in der Ferne einmal ein Schloss fabelhafter Dimension und der Sonnenuntergang beschert uns ganz besondere Momente. Ein glutroter Himmel erdet uns und dieses Schauspiel der Natur ist unvergleichlich...Ich habe ihn versucht einzufangen und in der Bloggalerie werden Bilder zu finden sein - das surreale Erlebnis können die Bilder kaum abbilden. 

Linz erleben wir in der Abenddämmerung und das bunte Leuchten erinnert mich an einen schon vor langer Zeit gefassten Vorsatz: dieser schönen Stadt einen eigenen Ausflug angedeihen zu lassen - Linz ist ein wirklich sehenswertes Ziel!

 

Ein Absacker auf dem Sonnendeck lässt den erlebnisreichen Tag angenehm ausklingen und wir freuen uns schon auf den nächsten Tag in Wien.

 

 

 

 

 

 

 

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