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Da waren sie noch ganz klein…

Bereits kurz nach dem Umzug fand im Birkenackerweg eine Zuchtstättenkontrolle durch einen Vertreter des Rassezuchtverein der Kromfohrländer statt, denn die reinrassige Zucht sollte hier weitergehen - und es dauerte nicht allzulange, da hatte Torsten mit seinen zwei Jahren seine Aufgabe gefunden: auf die Welpen aufpassen, denn der Q-Wurf von der Holderheide war in diesem Sommer „geschlüpft“. Und Torsten sorgte dafür, daß auch ja keine Hinterlassenschaften im Auslauf liegen blieben und achtete akribisch darauf, daß Katla ihre Energiepaste bekam. Meist scheiterten seine Bemühungen am Aufschrauben der Tube, aber kaum hatte man den Tubendeckel entfernt, dann hielt er die Tube Katla hin und liess sie reichlich schlecken. 

 

Aber auch eine große Freundin fanden die Kinder sofort, denn unser Nachbarsmädel Veronika war hocherfreut, daß nun kleine Kinder ins Nachbarhaus gezogen waren und beschäftige sich intensiv mit den Beiden - zwölf Jahre alt war sie seinerzeit und bis zu ihrem Auszug begleitete sie uns: als die Kinder noch sehr klein waren fast täglich, mit dem Älterwerden dann entsprechend weniger - aber immer mit gegenseitiger Freude und Wertschätzung.

Für den Nachbarsbuben Manuel waren es mehr die Hunde, welche ihn faszinierten und nachdem die Kinder Freundschaft geschlossen hatten, stand auch hier einem täglichen Besuch nichts im Wege - unsere Welpen haben vom Kommen und Gehen der Kinder enorm profitiert und zeigten sich ausgesprochen kinderfreundlich.

 

Für Torsten und Konstantin wurde bald der „Kindergartenbus“ Alltag und nach dem Kindergarten besuchten sie die nur wenige hundert Meter entfernte Grundschule in Wald. 

Um danach in das Regentalgymnasium in Nittenau zu wechseln, welches einen sehr familiären und überschaubaren Eindruck machte. Hier waren dann nicht nur Torsten und Konstantin aktiv, ab der achten Klasse war auch ich dort als Elternbeirätin tätig und wurde später zur Vorsitzenden gewählt.

Obwohl altersmässig fast zwei Jahre auseinander, trennte die Jungs nur eine einzige Klassenstufe, was dem Umstand geschuldet war, daß Torsten ein Jahr später eingeschult wurde, Konstantin hingegen zum frühest möglichen Termin vom Kindergarten auf die Schule wechselte.

 

In der Oberstufe waren sie dann tatsächlich im gleichen Klassenzug, welches dem Projekt „Mittelstufe plus“ zu verdanken war. In Bayern galt bis dato G8, was allerdings von vielen Eltern kritisiert wurde. Um eine Alternative anzubieten, wurde versuchsweise die Mittelstufe plus eingeführt, welche in der neunten Klasse zu einer Dehnung des Unterrichtes führte. So hatten die Schüler die Möglichkeit, die neunte Klasse in zwei Jahren ohne Nachmittagsunterricht zu absolvieren, oder den eigentlichen G8-Zweig zu wählen. Letztendlich hatte diese Alternative keinen Bestand, aber Torsten nutzte für sich das Mittelstufe plus-Angebot, während Konstantin den kürzeren Weg zum Abitur wählte. Was tatsächlich zur Folge hatte, daß beide gleichzeitig ihr Abitur abgelegt haben, obwohl sie knapp zwei Jahre auseinander sind.

Achtzehn Jahre sind mit dem Wachsen und Werden ins Land gezogen und für uns Eltern heißt dies Neuorientierung. Bei uns umso mehr, nachdem wir mit der Zucht der Kromfohrländer (in den letzten zehn Jahren eingekreuzt) aufgehört haben.

Aber es bleibt auf jeden Fall spannend, denn auch wenn wir mit der Zucht aufgehört haben, so liegen uns doch unsere Hunde genauso am Herzen wie zuvor.

Für mich hat sich der Blog als gute Alternative zur homepage erwiesen und nach über 40 Jahren Hundehaltung und über zwei Jahrzehnten Zucht wird mir wohl der Stoff dafür so schnell nicht ausgehen…

In diesem Sinne, viel Freude beim Weiterlesen!