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Hundeurlaub, zweiter Trainingstag

Heute wurde es für Karamba besonders spannend: ein Trainingstag mit viel action - das kommt ihrem Temperament sehr entgegen. „Longieren“ hieß das heutige Zauberwort und Karamba kam, sah und: hat sofort begriffen, um was es geht! Unglaublich, wie schnell sie das Gewünschte umsetzt - alleine Frauchen ist ein kleines Hindernis, denn die ist nach einigen Übungsrunden einfach zu langsam! Der Grund, warum Karamba bei mir am Rad läuft - sie kennt nur ein Tempo, und das ist „rennen“😉…

Rippe hat bereits einige zweibeinige Freunde gefunden, und so bleibt sie in sicheren Händen mit auf dem Platz, während ich mit Karamba trainiere.  

Nachdem alle Teilnehmer erkannt haben, daß nicht Rippe die Glocke am Halsband trägt, sondern ich sie an meiner Hose befestigt habe, wundert sich auch niemand mehr über uns und die Hochachtung vor Rippe ist enorm. Man kann sie aber auch nur bewundern, wenn man erlebt, mit welcher Souveränität sie sich frei bewegt und zu allen Zwei- und Vierbeinern einfach nur freundlich ist. Und für viele ist es ein echtes „Aha-Erlebnis“, ein schlankes und rankes Möpschen zu erleben - so tilgt Rippe nebenbei auch noch sehr viele Mops-Vorurteile.

Und nach dem Training auf dem Platz gibt es für Karamba noch ein besonderes highlight: sie tobt zusammen mit der Beagle-Dame „Orelie“ auf dem mittlerweile leeren Platz und genießt das Spiel mit ihrer vierbeinigen Freundin sehr! Der Plan, ihr die Angst vor ihren Artgenossen zu nehmen, nimmt Formen an - ich freue mich darüber sehr. Und nebenbei sind die Besitzer von Orelie ausgesprochen nett, was das Ganze für alle Beteiligten abrundet.

Danach geht es nach Freyung, Mantel und Schlauch für mein armes, plattes Rad besorgen. Ein sehr netter Fahrradladen mit einem sehr hilfsbereiten Besitzer übrigens!

Im Hotel wieder angekommen, hat unser „Zimmerwechsel“ bereits stattgefunden. Und der verlief viel leichter, als ich mir das überhaupt vorstellen konnte. Ich musste nur meine Sachen im „alten“ Zimmer bereitstellen und als ich von Freyung zurückkomme, erhalte ich den Schlüssel vom „neuen“ Zimmer und kann mich in Ruhe einrichten, denn all meine Sachen befinden sich bereits im Zimmer. 

Sorgen bereitete mir allerdings der Umzug wegen Rippe, denn für einen blinden Hund ist es eine größere Umstellung, innerhalb so kurzer Zeit ein weiteres Zimmer kennenlernen zu müssen. Wobei ihr auch das Turmzimmer selbst keinerlei Probleme bereitet hatte: sie lief es sorgfältig ab, um sich zu orientieren und fand sich sofort zurecht - alleine das Laken machte für sie „komische Geräusche“, was sie in der ersten Nacht ziemlich irritierte. (Die Laken waren beschichtet, ich denke, die Hotelbesitzer wissen, daß der eine oder andere Hund - einschließlich Rippchen - im Bett schläft😉)

Es waren vollkommen überflüssige Sorgen, denn Rippe fand das zweite Zimmer klasse.

Es handelte sich diesmal um ein Einzelzimmer und war kleiner als das Turmzimmer - und damit war es für Rippe viel einfacher, sich darin zurechtzufinden.

Karamba allerdings vermisste das Doppelbett - sie lag im Turmzimmer auf ihrer Decke direkt auf meiner Höhe und dafür war das Einzelbett dann für zwei Hunde definitiv doch zu schmal.

Bequemerweise brachte uns der Aufzug nun direkt ins passende Stockwerk und das war ein weiterer Vorteil dieses Urlaubes: ich habe nun zwei perfekte „Aufzugfahrer“ 👍🏻.

In geselliger Runde verging der Abend und alle Beteiligten fühlten sich rundum zufrieden: so geht Urlaub!