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Hundeurlaub, letzter Trainingstag, Abschied und Fazit

Auch die Zielobjektsuche fand in der Halle statt - und dieser „Denk-und Suchsport“ für Hunde ist besonders für Innenräume und für begrenzten Raum geeignet. Perfekt also für die kommenden „dunkleren Tage“ und für jeden Hunde geeignet, denn riechen können ja alle Hunde. (Sollte man zumindest meinen, aber unsere „Grace“ würde an dieser Stelle widersprechen!)

Grundsätzlich geht es darum, daß ein beliebiges, sehr kleines Objekt - in unserem Fall eine Steck-Wäscheklammer - konditioniert und danach in einem sogenannten Trümmerfeld versteckt wird.

Der Hund soll lernen, dieses Objekt zu erschnüffeln und sich direkt davor abzulegen, wenn er es gefunden hat. Idealerweise mit der Nase direkt am Objekt. Nach erfolgreicher Anzeige wird der Hund selbstverständlich ausgiebigst belohnt!!!!

Jeder Teilnehmer erhielt von Anja nach der Theorie eine Holzklammer und die Aufgabe war es nun, das „Codewort“ (in unserem Fall „Klammer“) mit einem Lekkerli so zu verknüpfen, daß unsere Hunde mit der Nase die Klammer anstupsen.

Einige Hunde kannten bereits den Befehl „touch“, aber genau dieser sollte vermieden werden, da der Hund mit „touch“ nicht den zu suchenden Gegenstand verknüpfen kann.

Die zweite Aufgabe bestand darin, die vorige Übung mit dem „Platz“ zu verknüpfen, um das Anzeigeverhalten herauszuarbeiten. Ein Lernprozess im „Schnelldurchlauf“, damit wir die Vorgehensweise der Ausbildung verstehen können - in zwei Stunden wie immer ein kurz angerissenes Thema, welches man dann bei Lust und Laune zuhause weiter vertiefen kann oder dazu ein spezielles Seminar bucht, wo immer auch eines angeboten wird. 

„Zossen“, wie die Sportart in gutem Hundedeutsch bezeichnet wird, ist auf jeden Fall etwas, woran auch Karamba Gefallen finden kann, wobei ich eher eine eigenes Seminar mit ihr besuchen würde, um einen korrekten Aufbau zu sichern.

Der letzte Trainingstag ging zu Ende und um es ganz ehrlich zu sagen: wir waren alle schon sehr traurig, daß die Tage so schnell vergangen sind. Anja war eine richtig tolle Trainerin, die uns mit viel Humor die trockene Theorie nahegebracht hat und mit einem sehr guten Auge unsere praktischen Übungen im Griff hatte.

Leider mussten wir erfahren, daß sie sich örtlich verändert und im Haus Waldeck keine Kurse mehr anbieten kann - so eine tolle Trainerin gehabt zu haben, ist einfach nicht selbstverständlich, aber wir wünschen ihr natürlich alles, alles Gute für ihre weitere Zukunft!

Auf „Waldeck“ wird es ein neues Programm für Hunde geben und wir werden nun einfach mal schauen, welche Kurse im neuen Jahr angeboten werden.

Karamba ist mittlerweile „tiefenentspannt“ und hat uneingeschränkt Freude daran, mit den vierbeinigen Kumpels eine Toberunde zu drehen, wann immer sich das ergibt. Und am Tisch möchte sie nun auch nicht mehr in ihrer sicheren Zufluchtsstätte „Hundebox“ liegen, sondern liegt lieber direkt neben Rippe am Boden neben mir. Ein riesiger Unterschied zu den ersten Tagen, wo es ihr nicht schnell genug in die Box gehen konnte, um sich vor den anderen Hunden zu schützen!

So genießen wir am letzten Abend das feine Abendessen und blicken auf erholsame, bereichernde, gesellige und entspannte Tage zurück, die wir in diesem Ambiente gerne wiederholen werden. Denn nicht nur die wunderbare Gegend, die tolle Trainerin und harmonische Kursbesetzung hat das ihre zu diesem erinnerungswerten Urlaub beigetragen, es ist vor allen Dingen auch dem gepflegten Hotel, welches die Coronabedingten Hygienestandards hervorragend umsetzt und in allen Bereichen darauf achtet, daß man sich als Gast wohlfühlen. Und was den besonderen Service betrifft - hier das Stichwort „Platten“ - da verdient das Hotel einen sechsten Stern!

Ebenfalls einen Kommentar wert sind die Hunde mit ihren Besitzern: wir haben einmal gezählt, wieviele Hunde ungefähr im Hotel wohnten und sind auf über dreißig Vierbeiner gekommen - und ALLE!!!! zeigten sich wohlerzogen und umgänglich, was für eine solch hohe Anzahl von Hunden sicher nicht selbstverständlich ist.

Fazit: Alle von mir gesetzten Ziele wurden vollumfänglich erreicht! Karamba hat ihre Scheu vor fremden Hunden in den Griff bekommen, Rippchen hat bewiesen, daß Reisen mit einem blindem Hund zumindest für sie keine Herausforderung, sondern problemlos zu bewältigen ist. Was besonders hinsichtlich unserer „kinderlosen“ Zukunft (Torsten ist bereits ausgezogen und studiert in Jena) von Bedeutung ist, denn nun wissen wir, daß wir sie uneingeschränkt mitnehmen können und niemand wegen ihr zuhause bleiben müsste.

Die Trainingswoche hat gezeigt, wo Karamba ihre Stärken hat und welcher Hundesport ihr am meisten Spaß machen würde und so war dieser Urlaub ein „win-win“-Urlaub für alle Beteiligten.