Unser Irish "Flynn" mit Torsten
Unser Irish "Flynn" mit Torsten

Die allerwichtigste Frage im Zusammenhang mit Hunden und Kindern ist:

Was überhaupt ist ein Kinderhund denn eigentlich?

Die Definition dazu ist nämlich extrem unterschiedlich und hängt - wie so häufig - von der Warte dessen ab, der darüber schreibt. Das kann ein Züchter einer (einzigen) Rasse sein, ein Repräsentant eines Vereines, der Hundetrainer, ein normaler Hundebesitzer, ein Autor, der Besitzer des Nachbarhundes, etc, etc, etc. Und jeder wird eine andere Meinung zu einem sogenannten "Kinderhund" vertreten, Meinungen, welche sich in Teilen ähneln und in anderen Teilen eigenen Vorstellungen eines Kinderhundes zuwiderlaufen.

 

Meine Definition eines Kinderhundes beruht auf meinen eigenen Erfahrungen mit den zwei Spitzhündinnen und dem Spitzrüden meiner Kindheit, meinem ersten eigenen Hund aus dem Tierheim und meinen folgenden Kromfohrländern sowie der Haltung und Zucht von Irish Terriern (Zwingername "Finchhatton´s), einer Norwichhündin, einer Griffonhündin, einer Powderpuff-Hündin um die reinrassigen Hunde zu nennen, sowie einigen Mischlingen unterschiedlichster Couleur.

Befristet zusammengelebt habe ich außerdem mit einer Dogge und einem Jagdterrier und wie man aus der Leiste oben auf der homepage erkennen kann, wird unser Leben mittlerweile auch sehr bereichert durch das Möpsle unseres Sohnes Torsten...

Eine gute Basis also, um objektiv über die Eigenschaften von Kinderhunden schreiben zu können und die Erlebnisse mit meinen beiden eigenen Jungs sowie der täglichen Parade unserer Nachbarskinder haben meine persönliche Einstellung zum Thema Kinderhund sicher gefestigt.

Ein Kinderhund ist ein Hund, welcher von sich aus Kontakt zu Kindern sucht und er hält sich gerne in deren Nähe auf.

Sind die Kinder im Garten, geht er - vor die Wahl gestellt - lieber zu den Kindern in den Garten, als an Mama´s Rockzipfel zu hängen. Über Kinderbesuch freut er sich riesig, frei nach dem Motto: je mehr desto lieber! Ein Kinderhund ist mittendrin, statt "nur daneben" und damit erreichen wir die Grenze zu einer weiteren Definition, die des "Familienhundes".

Als "Familienhund geeignet" ist eine nicht nur in den Printmedien häufig verwendete Definition - sie ist es auf jeden Fall wert, einmal näher unter die Lupe genommen zu werden!

Denn: Was ist nun eigentlich der Unterschied zwischen einem Kinder- und einem Familienhund?

 

Existiert dieser Unterschied überhaupt??????

 

In diesem Zusammenhang als sehr schwierig erachte ich Aussagen wie: "Es gibt keinen Kinderhund per se, Kinder und Hunde dürfen sowieso nie unbeaufsichtigt gelassen werden!".

Diese Aussage ist richtig insofern, als dass ein unbeaufsichtigtes Zusammensein von Kindern und Hunden nur auf eigene Verantwortung und auf eigene Gefahr geschehen kann, und ein öffentliches Organ keine andere Aussage zulassen kann, will es sich nicht der Fahrlässigkeit schuldig bekennen!

Allerdings beruht unserer Erfahrung nach diese Aussage allzu häufig auf schlechten Erfahrungen von manchen Züchtern mit den eigenen oder mit den in fremde Familien verkauften Rassehunden.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist uns deshalb, dass sich unsere Aussagen und Erfahrungen in erster Linie auf Rassehunde/reinrassige Kromfohrländer beziehen und NICHT auf Mischlinge sowie einer Kreuzungszucht. Auf diesem Aspekt gehen wir gesondert ein!

 

Wenn wir an dieser Stelle von Kinderhunden, von Familienhunden oder von Solitärhunden sprechen, dann bitte ich zu beachten, dass es sich bei dieser Einteilung jeweils nur um Richteigenschaften handelt: in jeder Rasse finden sich Exemplare, welche einem "Gesamturteil" nicht entsprechen, Ausnahmen betätigen die Regel!

Die Aussage: "Aber meiner ist nicht so!" hilft in diesem Fall niemanden, hier geht es darum, Unterschiede aufzuzeigen und Hilfestellung bei einer Entscheidungsfindung zu geben!

Kinderhunde

Kinderhunde sind - wie der Name es schon sagt, Hunde, welche die Nähe von Kindern bevorzugen. Zu unterscheiden ist hierbei Rasse und Erziehung.

Es gibt Rassen, welche von sich aus den Kontakt zu Kindern suchen und diesen genießen und es gibt Hunde, welche dank ihrer Haltung und Erziehung zur Kindernähe tendieren - und das ist ein wichtiger Unterschied!

Um den Unterschied zu verdeutlichen, ziehen wir die beiden Rassen Kromfohrländer und Irish Terrier heran, bei welchen wir mit persönlichen Erfahrungen aufwarten können: Besuchen uns Interessentenfamilien, versuchen wir nach Möglichkeit zusammen einen gemeinsamen Spaziergang zu unternehmen. Die meisten Kinder möchten dann gerne einen Hund an der Leine führen - Kinder lieben das!

Der Unterschied zwischen Irish Terrier und Kromfohrländer war bereits hier augenfällig: Während unsere damalige Irish-Hündin "Brandy" mit lustiger Rute und glücklich mit den Kindern an der Leine loszog, immer bereit, sich dem Tempo der Kinder anzupassen, sei es mal langsam oder mal ganz schnell, so liefen unsere Kromis extrem brav, aber mit hängender Rute und ständigem suchendem Blick zu uns mit den Kindern mehr oder weniger "zwangsläufig" mit.

Ganz eindeutig sind Irish Terrier Kinderhunde: sie toben gerne mit ihnen im Garten - auch wenn die Mama sich an einem ganz anderen Ort aufhält. Sie spielen gerne Babysitter und nehmen diese Aufgabe ernst - ein natürlicher Schutztrieb lässt sie Verantwortung gegenüber Kindern übernehmen. Je mehr Kinder sich im Garten befinden, desto mehr ist los! Klasse für einen echten Iren, der mit seinem aktiven Temperament jederzeit zum Toben bereit ist. Aber nicht nur das: auch Kuschelzeiten werden liebend gerne mit den Kindern geteilt und als Seelentröster hat ein freundlicher Ire schon manch Kinderseele wieder zum lächeln gebracht. 

Natürlich gilt auch beim Iren, wie in jeder Rassehundezucht: ein guter Ire kommt aus einem guten Stall, heißt, die Mutterhündin verfügt über ein freundliches und aufgeschlossenes Wesen, die Grundlage jeder Zucht, welche auf gutes Wesen Wert legt. Ausstellungserfolge spielen in diesem Zusammenhang eine nur untergeordnete Rolle!

Familienhunde

Um es gleich vorweg zu nehmen: jeder Kinderhund ist selbstredend auch ein Familienhund - dies gilt jedoch NICHT umgekehrt!

Ein Familienhund liebt einfach alle Familienmitglieder, und zwar ohne Einschränkung. In diesen Kreis automatisch aufgenommen werden natürlich auch der Opa und die Oma, Tante und Onkel, einfach jeder, der zur Familie gehört, auch wenn er nicht seinen ständigen Wohnsitz im Hause hat. Ob Übernachtungs-Freunde der Kinder oder Austauschschüler - für einen Familienhund ist jedes "neue" Familienmitglied ein Gewinn und er verhält sich diesem gegenüber freundlich und aufgeschlossen.

Um auch hier auf ein praktisches Beispiel zurückzugreifen: ein idealer Familienhund ist unser Möpsle. Er liebt einfach alle Familienmitglieder und sein großes Herz in einem kleinen Körper nimmt jederzeit Familienangehörige, Freunde und Besuch darin auf. Rippchen hat eine praktische Größe, schnell mal unter den Arm geklemmt oder goldig eingeringelt auf dem Schoss schlafend, gerne sich unter die Decke kuschelnd und immer dabei: sehr intelligent und schnell begreifend, sehr verfressen, Attribute, welche die Besitzer herausfordern, denn weder ist ein fetter Mops glücklich noch ein unterforderter Mops brav!

Familienhunde sollte man deshalb stets in den Reihen "anspruchsloser" Rassehunde suchen, auch wenn sich viele "Spezialisten" wie Border Collie und Co zum Familienhund eignen: gemacht sind sie dafür nicht. Im Gegenteil, sie fordern und sind dazu vom Menschen geformt: ohne Arbeit sind sie unglücklich und fragen Sie sich bitte deshalb selbst: bleibt neben Familie und vielleicht Beruf genügend Zeit, um einem echten Arbeitshund gerecht zu werden?

Solitärhunde

Kromfohrländer und deutsche Spitze: klassische Beispiele für typische Solitärhunde.

Diese suchen sich in ihrer Familie eine Hauptbezugsperson und richten ihr Leben nach dieser aus. Das bedeutet nicht, dass sie die anderen Familienmitglieder ablehnen oder gar nicht mögen, im Gegenteil, sie bringen diesen durchaus viel Zuneigung entgegen. Aber: ihr Hauptaugenmerk liegt stets auf ihrem Frauchen und wie ein Schatten befinden sie sich immer in ihrem direktem Umfeld.

Für ihr Wohlbefinden reicht ihnen die Nähe ihrer Hauptbezugsperson, alle anderen Familienmitglieder sind nett, wenn sie da sind, aber es stört sie keineswegs, wenn sie weg sind!

Trennt sich die Familie beim Spazierengehen, läuft der Solitärhund fraglos mit "seinem" Menschen mit und natürlich hat der Solitärhund gegenüber Familien- und Kinderhunden den unschlagbaren Vorteil, ohne große Erziehung auch draußen die permanente Nähe zu suchen und sich wenig für Geschlechtsgenossen und deren Spiel zu interessieren.

Hunde aus unserer Zucht sind Familienhunde :-) Hier Etu mit Isis
Hunde aus unserer Zucht sind Familienhunde :-) Hier Etu mit Isis

 

 

 

 

 

 

 

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