Briesel von der Holderheide, bestens gerüstet !
Briesel von der Holderheide, bestens gerüstet !

Hundemäntel - für die Einen ein Muss, für die Anderen ein überflüssiges "Beiwerk", mit welchem man sich auf der Strasse mit seinem Hund nur lächerlich macht....

 

Im Mittelpunkt dieser Frage sollte - wie kann es auch anders sein - unser vierbeiniger Freund, der Hund, stehen und nicht die Frage, ob ich mich in meiner Umwelt mit einem "bekleideten" Hund lächerlich mache oder nicht.

 

Die Frage, ob ein Hund einen Mantel benötigt oder nicht, wird ein aufmerksamer Hundebesitzer bereits von seinem Hund beantwortet bekommen, nämlich genau dann, wenn er wirklich nur solange gerne draußen ist, bis er seine kleinen und großen Geschäfte erledigt hat und dann möglichst sofort wieder umkehren will, um nach Hause in die warme Wohnung zu kommen. Und, wenn unser Hund natürlich durch Zittern anzeigt, dass ihm kalt ist, sollte er irgendwo draußen warten müssen....

 

Wir Menschen haben es geschafft, über 400 unterschiedliche Hunderassen zu züchten und ein guter Teil davon hätte es in der Natur nie zu einem dauerhaften Überleben gebracht - besonders jene nicht, welche aufgrund ihrer Fell- und Hautbeschaffenheit mangels fehlender Dichte und Unterwolle der Kälte auf Dauer nicht trotzen können. 

Es ist der Mensch, welcher unseren vierbeinigen Freund verändert und seinen Launen und seinem Willen unterordnet und so muss es auch der Mensch sein, welcher die Verantwortung für sein Tun übernimmt. Werden von uns Rassehunde gezüchtet, welche aufgrund von "Nacktheit", (Chinese Crested, Xoloizcuintle, etc.), fehlendem Schutz durch dichtes und entsprechend langem Haar (Dobermann, Pinscher, Möpse) und fehlende oder kaum vorhandene Unterwolle (Pudel, viele Kromis) diese unseren vorhandenen Witterungsbedingungen im Winter nicht stand halten können, kann die Alternative nur ein Hundemantel sein, um das vom Menschen geschaffene Manko bei unseren Hunden auszugleichen!

 

Andorra von der Holderheide, eine Schnee-Liebhaberin
Andorra von der Holderheide, eine Schnee-Liebhaberin

Wunderbar, wenn man ein so wärmendes Fellkleid besitzt wie "Andorra von der Holderhdeide" auf diesem Winterbild.

Aber der Vater von ihr ist auch ein holländischer Hütehund und hat sie mit bestem Haar ausgestattet, welches jeder Temperatur trotzen kann.

Jedoch ist eine dichte und lange Textur kein Garant für problemloses Schneevergnügen, denn bei langem und feinem Haar kommt es bei Papp-Schnee sehr schnell zu Verklumpungen an den Beinen, die zu echten Behinderungen für den Hund werden können - laufen ist teilweise gar unmöglich. Cockerspanielbesitzer wissen hiervon ein Lied zu singen und deshalb gibt es genau für diese Fälle ebenfalls Mäntel, welche die kompletten Beine schützen, auf dass der Hund auch länger als 10 Minuten Freude im Schnee haben kann...

Auch unsere "Lilu" besitzt als Powder Puff so ein Mäntelchen, denn wer einmal erlebt hat, wie vollkommen hilflos so ein lebender Schneeball ist, geht gerne ins nächste Fachgeschäft, um seinem Hund dieses Desaster ein zweites Mal zu ersparen!

Und ganz grundsätzlich ist natürlich "Zittern" der natürliche Kälteschutz von Mensch und Hund, um den Körper warmzuhalten - nur würde kein Mensch deshalb im Winter im T-Shirt mit seinen Hunden spazierengehen. Aber ein durch den Menschen seiner natürlichen Schutzfunktion beraubter (Rasse)-Hund soll es tun ????  Hat er das wirklich verdient??? Ganz sicher nicht!

 

 

Calito von der Holderheide
Calito von der Holderheide

Welpen - auch hier gilt es, auf die besonderen Bedürfnisse eines Welpen in Bezug auf dessen Gesundheit einzugehen und genau abzuwägen, ob ein Welpe im Winter einen Mantel benötigt - oder eben nicht!

Welpen haben in vielen Fällen (auch rassebedingt) ein mal mehr, mal weniger nacktes Bäuchlein und dies bedeutet: keinerlei Schutz vor Kälte und Nässe und somit ein deutlich höheres Risiko für Blasenentzündungen. Fell haben die Hundekinder zwar schon von Geburt an, aber je nach Rasse wächst das Haar unterschiedlich schnell und manche Rassen sind tatsächlich erst mit zwei Jahren "fertig" im Haar. Demzufolge sind auch viele Welpen trotz vorhandenem gutem Haar nicht ausreichend geschützt und benötigen in ihrem ersten Winter dafür die entsprechende Hilfe durch Menschenhand - in Form eines Mäntelchens. 

Haben die Hunde dann erwachsen vollständig "aufgehaart", ist dieser Schutz nicht mehr notwendig.

Gerade bei kurzrauhaarigen oder langhaarigen Kromfohrländerwelpen kann man die Haarentwicklung schön beobachten: Kurzrauhaarige Kromis schauen als Welpen oft für den Laien so aus, als wenn sie überhaupt keinen Bart bekämen, so "glattrasiert" wirkt der Kopf. Mit einem Jahr haben diese Hunde dann den lustigen Bart und die entsprechend längere Körperbehaarung - welche allerdings getrimmt werden muss, siehe hier!

Langhaarige Kromfohrländerwelpen haben weiches, kurzes und dichtes Haar und eine Rute, die noch nicht einmal in Ansätzen ahnen lässt, welche Pracht sie in einem Jahr entfalten wird.

Es dauert also seine Zeit bis ein Hund, je nach Rasse oder Mixtur, seine endgültige Haarfülle entwickelt hat und bis es soweit ist, muss ein Welpe im Winter entsprechend geschützt werden....

 

Hunde begleiten mich fast ein Leben lang, und im Laufe dieser Jahre sammelt man eine Unsumme an Erfahrungen und so manches Vorurteil hat sich während dieser Zeit in Luft aufgelöst.

Auch ich habe in meiner Jugend eher zur "Gegnerschaft" der manteltragenden Hunde gehört, verband man das doch gerne mit den gestylten Pudeln, bei welchen man eher an ein schmückendes Accessoir, denn an erforderlichen Schutz dachte.

Meine Hunde haben mich eines Besseren belehrt. Besonders Katla wusste sich da sehr direkt auszudrücken. Liefen wir im Winter hinaus, schaute sie mich "unbemantelt" spätestens nach 300 Metern strafend an und drehte sich demonstrativ um: "Bist du denn wahnsinnig, Frauchen?" schien sie zu sagen und signalisierte eindeutig: "Ohne Mantel geht nichts!"

Aber es ist weniger die Kälte, welche Katla Probleme bereitete, bzw. es waren mehr die Folgen, unter welchen sie litt, welche mir wieder einmal mehr verdeutlichten, wie wichtig Mäntel auch für die Gesundheit grundsätzlich sind. Zwang ich sie nämlich zu einem gemeinsamen Spaziergang mit allen Hunden ohne dass sie ihren Mantel trug, zitterte sie nach kurzer Zeit und fing kurz darauf an, sich bei entsprechender Kälte zu verkrampfen. Ihr war Kälte einfach zuwider und da sie ihr so unangenehm war, reagierte sie mit Meideverhalten = zusammenkrampfen der Gliedmassen.

Teilweise kam sie so verkrampft von den Spaziergängen zurück, dass sie nachher Probleme beim Laufen hatte - was jedem Mensch von eigenen Muskelkrämpfen allzu bekannt sein dürfte.

Katla hatte seither für die verschiedenen Wetterlagen ihre dazu passenden Mäntelchen - und die habe ich ihr gerne angezogen, denn dieses Bild des Leidens muss man sich und dem Hund nun wirklich nicht antun...

Aber auch mit "Aennchen von der Blutenburg" und "Ciska von der Holderheide" besaßen wir Hunde, die bei entsprechender Witterung ihre Mäntel anhatten. Sie waren beide kurzrauhaarig und hatten wenig Unterwolle - vollkommen dem Standard der Rasse entsprechend, beide Hunde haben auf Ausstellungen gewonnen, was es zu gewinnen gab - aber eindeutig ein Haarkleid, welches nicht für den Winter gemacht war. Und sie trugen ihre Mäntel nicht nur im Winter, auch bei Dauerregen, wenn die Spaziergänge länger ausfielen, haben wir ihren mangelnden Schutz durch entsprechende Regenmäntel ausgeglichen - und sie waren dankbar dafür! Hunde können vielleicht nicht reden, aber ihre Blicke sagen dafür um so mehr - und ihre Körpersprache erst recht: Deshalb ist es unsere Aufgabe, diese Signale richtig zu interpretieren und vor allen Dingen darauf auch richtig zu reagieren!

 

 

 

 

 

 

 

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