Ein noch unbeschwertes Leben...
Ein noch unbeschwertes Leben...

Diese Informationen betreffen im Besonderen den reinrassigen Kromfohrländer - Rüden.

Wenn ich hier in dieser Rubrik schreibe, dann spreche ich selbst aus der Praxis - einer Praxis, über welche viele Züchter nicht verfügen, (und was ich ihnen auch keinesfalls vorwerfen möchte!) da sie in aller Regel nur eine Hündin besitzen und häufig unwissentlich davon ausgehen, daß zwischen Rüde und Hündin kaum ein Unterschied besteht....

 

Im Gegensatz zu den in Kromfohrländerkreisen typischen Einzel-Züchtern haben wir neben unseren Hündinnen insgesamt drei Zuchtrüden gehalten und geführt:

Unseren Irish - Terrier Deckrüden "Flynn" sowie die zwei Kromfohrländer - Deckrüden:

Janko vom Weddern und Minimaxin Saturnus, genannt "Elgin".

Diese Rüden lebten zusammen mit uns und unseren Hündinnen, so daß ich nicht nur auf die Erfahrung der Hundebesitzer unserer verkauften Rüden zurückgreifen kann, sondern aus der eigenen Praxis in der Haltung mehrerer Hunde berichte.

 

Sie haben nun einen kleinen, reinrassigen Kromfohrländerbuben erworben und sind mit diesem überglücklich. Und zu Beginn vollkommen unbeschwert, denn er erfüllt alle Ihre Vorstellungen von dem Hund, wie er beschrieben wurde und wie Sie es auch gelesen haben.

Er ist freundlich zu Menschen und Kindern, freut sich über Besuch, spielt auf der Hundewiese mit vielen anderen Hunden und besonders auf dem Hundeplatz beweist er sich als "Einser-Schüler": Er kommt zuverlässig auf Ihr Rufen, im Gegensatz zu den anderen Welpen ohne zu Zögern und ohne eine kleine Zusatzrunde zu drehen. Er ist ganz schnell leinenführig und bei den Übungen beim Welpenspielen verhält er sich vorbildlich.

Auch im Park ist er mittlerweile sehr bekannt, denn während alle anderen Hunde herumtoben und Ihr Hund mittendrin ist, können Sie sich umdrehen und weggehen - Ihr Welpe/Junghund löst sich problemlos aus dem Spielgeschehen und kommt mit Ihnen mit, ohne daß Sie sich viel Mühe mit einem Abruf machen müssen. Gerne werden Sie bewundernd gefragt, wie Sie es hinbekommen haben, daß Ihr Hund so gut folgt und Sie sonnen sich in diesem Glück - wen interessiert es da so genau, daß es nicht wirklich Ihr Verdienst, sondern Ihr kleiner Kromfohrländer von Natur aus so gestrickt ist....

Und dieses Glück heisst es zu geniessen, denn seine Zeit ist befristet, auch wenn man sich das in diesem Moment nicht vorstellen kann!

 

Die Monate sind vergangen und Sie denken Ihr Hundeglück währt ewig - aber eines Morgens stehen Sie auf und gehen mit ihrem mittlerweile in das pubertäre Alter gerückten Junghund ihren normalen Gang und es passiert aus dem Nichts heraus etwas, mit dem Sie überhaupt nicht rechnen: Auf einmal springt Ihr kleiner Rüde einen anderen Hund an, attackiert ihn kurz und rennt auf und davon.

Was war das? - denken Sie nun und können nicht verstehen, was sich da gerade abgespielt hat. Und leider wiederholt sich dieses Verhalten.

Nicht bei seinen Hundefreunden, welche er von klein auf kennt. Mit diesen versteht er sich nach wie vor wunderbar und es sind dies die Zeiten ungetrübten Glück´s.

Aber immer öfter kommt es vor, daß er auf andere Rüden zurennt, sie zwickt und davonrennt. Schnell ist er, unser Kleiner! Es passiert im glücklicherweise nichts dabei, aber es ist ein lästiges Verhalten, welches er nun an den Tag legt, und die anderen Hundebesitzer und deren Hunde reagieren zumehmend genervt auf Ihren Hund und sein Verhalten.

Auch fängt Ihr Hund an, immer öfter sich an der Leine "hochzufahren", wenn er angeleint an anderen Hunden, vorzugsweise Rüden, vorbeigeht.

Auch erste Probleme mit fremden Besuch zeichnen sich ab. Kennt er den Besuch, gibt sein Verhalten kein Anlass zur Sorge. Bei fremden Personen kommt es jedoch immer öfter vor, daß er an der Türe bellt und knurrt und zuweilen sieht man auch das Weiss der Zähne blitzen.

Nicht daß man etwas gegen einen Wachhund hat, man fühlt sich mit einem bellenden Vierbeiner im Haus durchaus geschützt.

Aber wie stoppe ich das Bellen und Knurren, wenn es sich um erwünschte Gäste handelt? Und wie verhalte ich mich, wenn meine Kinder ihm unbekannte Schulkameraden einlädt und er diese nicht hereinlassen will?

Wo ist der Hund geblieben, der am Anfang so freundlich und offen war?

Warum wird es zunehmend schwieriger, ihn überallhin mitzunehmen?

Und während die anderen Hundehalter, welche ihren Hunden mühsam einen zuverlässigen Abruf antrainieren mussten nun führige und unproblematische Hunde besitzen, sind Sie es nun, der mit Problemen kämpft.

Und Sie lieben ihn doch so sehr, den kleinen Rüpel, denn er schenkt Ihnen uneingeschränkt all seine Liebe und ist bei Ihnen in der eigenen Umgebung der reinste Sonnenschein....

 

Irgendwann ist etwas schiefgelaufen und nun sitzen Sie da mit ihrem Hund und fangen an zu stöbern: Im Internet, auf diversen homepages, bei Hundeschulen, Verhaltensberatern, in Foren und versuchen sich Rat zu holen, wo immer es möglich ist.

Und erinnern sich möglicherweise an die ersten Welpenstunden. Hatte nicht die Trainerin seinerzeit schon Probleme prophezeit? Als der kleine Kerl nichts besseres zu tun hatte, als auf anderen Welpen "herumzurammeln" und Sie ihn immer wieder von einem anderen Welpe, sei es Rüde oder Hündin, klein oder gross, herunterziehen mussten. Sagte sie da nicht etwas von "Dominanz" und zukünftigen Schwierigkeiten?

 

Aber vielleicht haben Sie ja auch die Ratschläge ihrer Hundetrainerin berücksichtigt und diese Dominanz von Anfang an versucht im Keime zu ersticken.

Nur, es hat nicht geholfen! Statt sich unterzuordnen, steigen die Probleme kontinuierlich an und das Verhalten verschlimmert sich, statt sich zu verbessern....

 

Sie haben diese Zeilen gelesen und finden sich und Ihren Hund ganz oder teilweise in den Beschreibungen wieder? Dann seien Sie sich versichert: Sie sind nicht allein!

Und vorab: Es ist NICHT Ihre Schuld!

 

Immer wieder wird versucht, verzweifelten Kromfohrländer - Rüdenbesitzern einzureden, daß das Problem sich am anderen Ende Leine befindet und es allein Ihre Schuld ist, wenn Ihr Kromirüde so ein Fehlverhalten zeigt. Aber das stimmt so nicht und das sollte Ihnen Mut machen!

Sechs Leinenmachos am zweiten Trainingstag....
Sechs Leinenmachos am zweiten Trainingstag....

 

 

 

 

 

 

 

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viel Freude beim schmökern und stöbern:-)