Als ich meine erste Kromfohrländerhündin kaufte, galt die Rasse Kromfohrländer als gesund und wurde in der Literatur entsprechend beschrieben.

Im Laufe der Jahre änderte sich dies succesive, allerdings in den Anfängen nur über Gerüchte, denn eine Mitgliederbefragung zu Erkrankungen des eigenen Hundes gab es bis zur Diplomarbeit von Angela Machenheimer in den 90-er Jahren noch nicht. Diese Arbeit wurde initiiert, da eine Kromfohrländerbesitzerin sich entschloss eine "Mauer des Schweigens" zu durchbrechen, nachdem sie herausgefunden hatte, das nicht nur ihre eigene Hündin an Epilepsie erkrankt war, sondern praktisch auch deren Geschwister. Warum die Besitzerin mit dieser Erkenntnis so zwingend an die Öffentlichkeit trat ist nicht bekannt, sehr wohl die Gerüchte, mit welchem man ein Schweigen über die hohe Erkrankungsrate erzwingen wollte. Aber ein Stein, einmal ins Rollen gebracht, ist nicht mehr aufzuhalten und in der Folge stellte sich heraus, dass nicht nur dieser eine Wurf betroffen war, sondern die Anzahl der an Epilepsie erkrankten Hunde um ein vielfaches höher war, als man es sich je vorgestellt hatte.

Wie im Fall der Epilepsie beruhten die darauffolgenden Untersuchungen auf der Tatsache, dass eine Einzelperson sich mit einer ihren Hund betreffenden Erkrankung beschäftigte und in der Folge durch Datenerfassung zu dem Ergebnis kam, dass es sich bei der Epilepsie ihres Hundes keineswegs, wie vom Züchter dargestellt, um eine Einzelerscheinung handelte, sondern sich sehr schnell eine beträchtliche Anzahl von erkrankten Tieren feststellen ließ.

Es sind also sehr häufig Beobachtungen von Einzelpersonen und ihr Bemühen, Näheres zu der Erkrankung ihres Hundes herauszufinden, was häufig einen Prozess heraufbeschwört, welcher für die Gesundheit der Rasse eine viel grössere Bedeutung annimmt, als vermutet.

Und vergleichbar geht es mir inzwischen selbst, wenn ich die zunehmende Anzahl an Herzerkrankungen in der Rasse der Kromfohrländer verfolge und beobachte.

Immer wieder hörten wir in unserer Zeit der reinrassigen Zucht von an Herzproblemen erkrankten Kromfohrländern, welchen wir jedoch keine besondere Bedeutung schenkten, da sie uns mehr wie Einzelfälle vorkamen und unser Fokus seinerzeit auf den bereits bekannten Erkrankungen lag. Besonders beschäftigten uns damals die schwerwiegenden Autoimmunerkrankungen, weshalb wir Herzerkrankungen zwar zur Kenntnis nahmen, aber nicht weiter verfolgten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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