Griffonhündin "Sucre" mit Konstantin
Griffonhündin "Sucre" mit Konstantin

Kromfohrländer und Kinder -geht das?

 

Nach dreißig Jahren Erfahrung mit der Rasse kann ich diese Frage am besten mit "Jein" beantworten.

Grundsätzlich halte ich den REINRASSIGEN Kromfohrländer für keinen Kinderhund, wobei mir an dieser Stelle stets das Argument entgegengehalten wird, dass kein Hund ein Kinderhund sei und man Kind und Hund sowieso nie ohne Aufsicht alleine lassen darf.

Dieser Aussage möchte ich aus Erfahrung klar widersprechen, denn wenn ich unsere eigenen reinrassigen Kromfohrländer mit unseren eigenen Irish-Terriern vergleiche, dann ist der Ire ganz eindeutig ein Kinderhund, hingegen der Kromfohrländer in aller Regel der Hund der Mutter.

Nachdem wir beide Rassen gezüchtet haben, gründet sich diese Aussage nicht nur auf der Haltung und Erfahrung mit den eigenen Hunden, sondern auch auf die unserer Käufer, welche diese auch gerne bestätigen.

(Unsere eigenen Hunde und unsere Welpen sind ausgesprochen kinderfreundlich, dies nur kurz zur Klärung an dieser Stelle...)

 

Interessanterweise ist es in heutiger Zeit eher verpönt, einen "Kinderhund" kaufen zu wollen, und begibt sich mit dieser Aussage bereits häufig ins kynologische Abseits.

Der moderne Hundehalter weiß: Die Verantwortung für den Hund haben die Erwachsenen, denn Kinder und Jugendliche können diese nur bedingt übernehmen, wobei der "erzieherische Aspekt" hinsichtlich der Verantwortung gegenüber dem Tier stets hervorgehoben wird.

 

Das ist sehr schade, denn ein Hund kann das Leben von Kindern ungemein bereichern und sich prägend auf das ganze zukünftige Leben auswirken - ebenso wie die falsch gewählte Rasse dem Kind die Freude am Vierbeiner schnell verleidet.

 

Der reinrassige Kromfohrländer ist von seiner Veranlagung her ein eher ängstlicher Hund. Als dieser sucht er sich innerhalb der Familie die Person aus, welche ihm größtmögliche Sicherheit vermittelt und genügend Zeit für ihn hat:

Es ist dies in aller Regel die Mutter. Als "Chefin des Hauses" strahlt sie die entsprechende Sicherheit aus, was unser kleiner Kromfohrländer liebt und außerdem hat sie am Vormittag, wenn die Kinder in der Schule und der Ehegatte berufsbedingt außer Haus ist, am meisten Zeit für den Vierbeiner.

Automatisch wendet sich ein Kromfohrländer in dieser Konstellation sehr seinem Frauchen zu - und liebt selbstverständlich auch die Kinder und den Ehemann, aber doch in sehr deutlichen Abstufungen. Und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn der Kromi sich stets in der Nähe der Mutter aufhält und nach der Begrüßung der Kinder, wenn diese von der Schule heimkommen, sich schnell dort wieder einfindet.

Auch die vom Ehemann versprochene "Abendrunde" gestaltet sich zuweilen für diesen unbefriedigend, zeigt der Vierbeiner doch ziemlich deutlich, daß er eigentlich lieber schnell wieder nach Hause zu Frauchen möchte.

 

Die Problematik Kinderhund beim Kromfohrländer wird auch grundsätzlich nicht einfacher, wenn man sich das unterschiedliche Aussehen der Rasse vor Augen hält.

So viele Haarvarietäten, wie die Rasse aufweist, so unterschiedlich zeigen sich auch die Anlagen bezüglich seines Wesen´s.

So gibt es reinrassige Kromfohrländer, welche keinerlei Probleme mit Kindern haben und sich unter bestimmten Voraussetzungen auch für Kinder und Jugendliche eignen, allerdings existieren auch jene Rassevertreter zur Genüge, welche keine Freude für die Kinder sind und dies auch nie werden.

 

Meine eigenen Kinder sind mit Hunden aufgewachsen  - und es ist für sie eine enorme Bereicherung. Sie haben durch sie sehr früh gelernt, was Verantwortung heisst und ab dem fünften Lebensjahr war es für Beide selbstverständlich, mit den Hunden mehr oder weniger täglich Gassi zu gehen, ohne dass ein Erwachsener sie hierbei begleiten muss.

Es wird Sie jedoch nicht verwundern zu lesen, dass es nie ein reinrassiger Kromfohrländer war, welche meine beiden Kinder begleitete, sondern stets Einkreuzhunde oder Hunde einer anderen Rasse, wie unsere Iren oder die Mutter von unserer Viva, die Grand-Basset-Griffon-Hündin "Sucre".

Unsere reinrassigen Kromfohrländer waren bereits Bestand unserer Familie bevor unsere Kinder geboren wurden und wenn sie auch unsere Kinder geliebt haben und wir vollstes Vertrauen zu ihnen hatten - spazieren gegangen wären sie mit unseren Buben nie. Spätestens hinter der Einfahrt haben sie die Vorderbeine in den Boden gestemmt und klar zum Ausdruck gebracht: "Bis hierhin und nicht weiter!"

 

Interessant auch unsere Erfahrungen was die Prägung bei der Welpenaufzucht auf Kinder betrifft: Auch ohne eigenen Kinder haben wir in unserer Zucht versucht, so viel wie möglich die Welpen mit Kindern in Kontakt zu bringen, damit sie diese von klein auf kennenlernen und positiv verknüpfen. Trotz dieser Bemühungen zeigten sich jene Kromfohrländer, welche nicht regelmäßig mit Kindern zu tun hatten, diesen gegenüber sehr reserviert und ganz fremden Kindern hin und wieder auch eher misstrauisch.

Dies änderte sich schlagartig, als die eigenen Kinder ständig mit unseren Welpen in Kontakt waren - diese Hunde freuten sich überwiegend über Kinder und waren entsprechend aufgeschlossen.

Unsere Irish-Welpen hingegen waren vor der Zeit unserer eigenen Kinder von Haus aus kinderfreundlich auch ohne Prägung durch unsere eigenen Kinder - der Umkehrschluss, dass Welpen grundsätzlich kinderfreundlicher sind, wenn sie mit Kindern in der Familie aufwachsen kann also so nicht getroffen werden, sondern Kinderfreundlichkeit hängt von der Rasse, vom Wesen des Mutter - und des Vatertieres sowie den Aufzuchtbedingungen ab!

 

Es ist mir wichtig, auf dieser Seite nicht die Rasse Kromfohrländer "Lobzuhudeln", sondern mein Anliegen sind die Kinder selbst, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, wie man sich als Kind fühlt, wenn man sich sehnlichst einen Hund wünscht, dieser Wunsch von den Eltern erfüllt wird und man hinterher dennoch keinen Hund hat, weil er nur zur Mutter schaut....

Unsere Kinder haben sehr früh gelernt, Vierbeiner zu respektieren und so gab es bei uns nie Aussagen wie:"Der arme Hund, jetzt muss er soooo viel aushalten, immer wieder ziehen die Kinder an den Ohren - wahlweise auch an der Rute" - auch wurde die Wasserschüssel der Hunde wirklich dem Wirken der Vierbeiner überlassen und nicht als kleines Plantschbecken von den Kindern missbraucht. Und so hatten unsere Hunde stets Vertrauen zu unseren Kindern, was zu einem wirklich harmonischen und friedlichem Zusammenleben führte.

Heute führen beide ihren eigenen Hund, Konstantin aus unserem A2-Wurf die "Auri"  und Torsten seinen altdeutschen Mops "Rippchen".

 

 

 

 

 

 

 

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