Stöbert man mit dem Suchbegriff "Kromfohrländer" durch das Internet, begegnet man nicht nur einer Vielzahl von privaten Züchterseiten, sondern findet auch homepages von verschiedenen Vereinen. Was immer wieder zu einiger Verwirrung führt.

Deshalb an dieser Stelle zwei Artikel, welche einer Vereinszeitschrift entnommen sind und zeigen, worauf es eigentlich ankommt in der Zucht, und zwar unabhängig vom Präfix eines Vereines, welches vom Züchter verwendet wird:

 

"....(unser) B-Wurf: 

Nun sind wir also richtige Züchter: Die Welpen unseres 2. Wurfes bringen ihre neuen Familien hoffentlich gerade kräftig durcheinander, 13 Welpen haben in unserem Zwinger das Licht der Welt erblickt und wir sind um manche Erfahrung reicher. Erfahrungen sammeln war auch unser Anliegen, als wir unsere Hündin das erste Mal decken ließen. Zwar hatte die Züchterin geraten, erst den "Champion fertig zu machen" und wir wussten von vorneherein dass wir aus Zeitgründen keinen Welpen behalten würden, aber einmal muss es ja losgehen. Wir wollten doch wissen, wie das ist mit Decken, Trächtigkeit, Geburt, Aufzucht. Wir wollten wissen, wie unsere Hündin vererbt, wie sie ihre Jungen versorgt. Besagte Züchterin hatte von der Großmutter der Hündin erzählt, dass der Deckakt nur mit Zwang vollzogen werden konnte, dass sie ihre Jungen nicht sauber hielt und ihnen nicht einmal mit der Zunge den Bauch massierte, damit sie sich von ihren Exkrementen lösten, was neugeborene Hunde noch nicht selbst können. 

Hundezucht war nicht unser Ziel gewesen, als wir unsere Hündin aussuchten und wir waren uns einig, dass wir nur mit einer instinktsicheren Hündin weiterzüchten würden. Doch sie übertraf unsere Erwartungen bei weitem: beim Decken lief alles freiwillig, den Wurfakt erledigte sie völlig selbstständig, die Jungen und die Wurfkiste waren nicht nur "wie geleckt", sie beschützte sie vor Besuchern, wobei sie entschied, wer sich nähern durfte und wen sie anknurrte. Wir haben bei unserem ersten Wurf gelernt, dass zu frühes Decken nicht sinnvoll ist und dass Schauergeschichten über den Wurfakt nicht die Regel sind. Weiter haben wir gelernt, daß der Wurf ihrer Kondition nicht geschadet hat, im Gegenteil: Sie hat an Substanz gewonnen und vor allem an Selbstbewusstsein. Im Ring zeigt sie sich jetzt bombig. Das Bindegewebe ist weiterhin straff, das Gesäuge hat sich sehr schön zurückgebildet. Es war kein Problem, den Champion fertig zu machen.

Dieser Fortschritt von Großmutter zu Enkelin ist sicher auf den klugen Einsatz der richtigen Rüden zurückzuführen und wir haben bei der Auswahl der Deckrüden darauf geachtet, dass dieser Fortschritt nicht gefährdet, sondern weitergeführt werden kann.

Es ist unser Ziel, bessere Welpen abzugeben, als wir einen bekommen haben. Das ist nicht leicht zu erreichen, es erfordert vom Anfänger, dass er viel fährt, seinen Hund auf Zuchtschauen bewerten lässt, nicht mit der Erwartung dass er gewinnt, sondern damit der Vorzüge und Fehler seines - allerschönsten - Hundes realistisch einschätzen lernt, denn danach muss er seine Bemühungen in der Zucht ausrichten. Er kann nicht umhin den Rat erfahrener Züchter einholen, die all die Ahnen unserer Hunde kennen und die schon Einiges ausprobiert haben. Daher ist es sicher sinnvoll, sich eine gewisse Kompromisslosigkeit zu eigen zu machen. Der entsprechende Rüde darf nie zu teuer oder zu weit weg sein, oder man muss bereit sein, ihm erst einmal ein Zuhause zu geben, wie das bei uns der Fall war. Man muss eingestehen, dass man noch nichts weiß und ohne ehrlichen Rat nicht weiterkommen wird, nicht aufholen kann, was andere in Jahrzehnten vorher gesehen haben und muss persönliche Sympathien und Antipathien hintan stellen.

Dann weiß man natürlich immer noch nicht, ob die ganzen Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden, schließlich können einem auch die erfahrensten Züchter nur raten, nichts garantieren. Aber nur wenn man sicher ist alles menschenmögliche getan zu haben, könnte man Mißerfolge hinnehmen oder sich wirklich über den - dann verdienten - Erfolg freuen.

Dabei sind wir auch schon beim nächsten Thema, das für Anfänger gar nicht so ohne ist: Wie schaffe ich für meine Welpen ein neues gutes Zuhause? Beim ersten Wurf sah es erst sehr schlecht aus. Er fiel im Mai, Abgabetermin in der Ferienzeit. Keine Nachfrage. Zwar hatten wir vorher mit den Elterntieren genügend Zuchtschauen besucht, doch nie die Gelegenheit genutzt, Kontakte zu möglichen Käufern aufzubauen. Als die Welpen sechs Wochen alt waren und noch niemand Interesse bekundet hatte, war es zu spät, Anzeigen in Fachzeitschriften zu schalten, die örtliche Tagespresse brachte keine Resonanz.

Dass trotzdem alle Welpen in die richtigen Hände kamen verdanken wir kollegialen Züchtern, welche ihre Interessenten an uns weiterleiteten. Für die Zukunft waren wir schlauer. Beim zweiten Wurf hatten wir keinen Augenblick Angst, unseren Hundebestand unfreiwillig um sieben Hunde vergrößern zu  müssen. Und trotzdem ist es ein wirklich beglückendes Gefühl, wenn man Menschen findet, die sich auf den kleinen Hund freuen, bei denen man merkt, dass sie die "Richtigen" sind für unseren Welpen und so seine eigentliche Existenzberechtigung erhält."

 

Zu diesem Artikel nahm einige Ausgaben  später eine andere Züchterin folgendermaßen Stellung:

 

"Ein Aprilscherz?

Ein leichtes Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen beim Lesen des Beitrages zum

"B-Wurf...". Er beginnt mit den Worten: "Nun sind wir also richtige Züchter: Die Welpen unseres zweiten Wurfes..."

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich wohl auch so dachte, als ich gerade meinen zweiten Wurf aufgezogen hatte. Das ist nun mittlerweile über 20 Jahre her und heute weiß ich, dass es sicher "etwas" übertrieben ist, zu diesem Zeitpunkt bereits von "richtigem Züchten" zu sprechen.

Dazu sollte man sich vielleicht erst einmal Gedanken machen, wann  man wirklich ein "richtiger Züchter" ist. "Züchten heißt, eine Rasse verbessern", so steht die Definition in Comberg´s "Tierzüchtungslehre". Davon ist man sicher weit entfernt, wenn man gerade das Glück hatte, eine Hündin zu besitzen, die völlig problemlos alles alleine gemacht hat, nachdem ein erfahrener Züchter den richtigen Deckrüden ausgesucht hatte und gute Tipps mit auf den Weg gab.

Es ist natürlich erfreulich, wenn alles so glatt und reibungslos abläuft, wie es anscheinend bei diesen beiden ersten Würfen geschah - aber all die Höhen und Tiefen des "echten Züchter´s" kann man wohl doch erst nach vielen Jahren ernsthaften Durchhaltens einschätzen, in denen jede nur erdenkliche Art von Problemen und Komplikationen aufgetaucht sind, wo leider nicht immer alles "natürlich und instinktsicher" abgelaufen ist, wo Kummer, Sorgen und Rückschläge mitgespielt haben. 

In dem obigen Beitrag sind viele gute Punkte angesprochen, er ist in jedem Fall lesenswert, aber über die Sache mit dem "richtigen Züchter" sprechen wir in 10 bis 12 Jahren nochmal."

 

Ich habe diese zwei Artikel exemplarisch an den Anfang gestellt, da sie am allerbesten ausdrücken, um was in der Zucht geht, und zwar unabhängig davon, in welchem Verein man züchtet und welcher "Züchterideologie" man angehören mag!

 

Jeder Verein behauptet gerne, dass nur in diesem und in keinen anderen Verein so viel Wert auf Gesundheit, kompetente Paarungsplanung und Seriosität gelegt wird und gerne wird dabei hervorgehoben, dass andere Vereine diese Ansprüche nicht erfüllen.

Dass dem so nicht ist, dafür sollen die folgenden Beispiele exemplarisch stehen:

 

Erstes Fallbeispiel:

Mit Konstantin´s Auri besucht gleichzeitig ein brauner, gleich alter Labradorrüde namens "Bruno" die Welpenschule. Ihm begegnen wir nicht nur in der Welpenschule, auch frequentieren wir den gleichen Hundefutterladen und laufen uns somit öfter über den Weg - und schnell ist ein nettes Verhältnis sowohl zwischen den Hunden als auch den Zweibeinern hergestellt. Deshalb scheuen wir uns als erfahrene Züchter auch nicht, die Besitzerin auf eine Auffälligkeit im Gangwerk von "Bruno" hinzuweisen. Was auch der Besitzerin bereits berufsbedingt als Physiotherapeutin bewusst geworden war. Wir fragen nach, woher denn Bruno stamme, im Hinterkopf ein dubioser Züchter, welchem gesundheitliche Kriterien vollkommen egal sind.

Aber nein: Bruno stammt gezielt aus einer VDH-Zucht, da die Besitzerin einen Hund aus einer seriösen Zucht kaufen wollte. Dafür hat sie einen erklecklichen Preis plus eine "Pfandgebühr" von 200 Euro bezahlt, welche zurückgezahlt wird, wenn vom Besitzer nach einem Jahr dem Züchter und dem Zuchtverband der Röntgenbefund vorgelegt wird. Die Besitzerin ist keine Ersthundebesitzerin und weiß deshalb auch genau, wieviel an Bewegung einem Welpen zuzumuten ist.

Mit sechs Monaten wird Bruno zum ersten Mal operiert, ED! 

Die Operation kostet 1600 Euro, einen Betrag, welchen die Besitzer gerne bezahlen, denn ihr Herz hängt an Bruno und eine Abgabe ist unvorstellbar. Die Züchterin informieren sie über die OP. Diese überweist ihnen umgehend die "Pfandgebühr" mit dem Kommentar zurück, jetzt sei ja schon bekannt, was mit ihm los sei, dann bräuchte sie auch kein Gutachten mehr.

Das hat für die Züchterin den "Vorteil", dass die Erkrankung dem VDH-Zuchtverband nicht offiziell gemeldet wird und so die Nachzucht "gesund" ist und mit der Mutterhündin problemlos weitergezüchtet werden kann.....

Mittlerweile folgen zwei schlechte Nachrichten auf die erste: Eine Schwester von Bruno hat mittlerweile ebenfalls eine ED-Diagnose erhalten und Bruno´s Nachuntersuchung zeigt, dass auch das andere Ellenbogengelenk operiert werden muss.

Die Besitzer informieren wiederum die Züchter und bringen den Gedanken einer Minderung des Kaufpreises um die Hälfte ins Spiel (es geht hier um 750 Euro), nachdem eine weitere OP in der Höhe von 1600 Euro ansteht. Daraufhin erhalten die Besitzer von ihren Züchtern ein Schreiben, wovon ich Ihnen, liebe Leser, einen Auszug nicht vorenthalten möchte:

 

"...Sie können jedoch gewiss sein, dass wir als ausgebildete und international zertifizierte VDH-Züchter mit vielen freiwillig durchgeführten Fortbildungen, Seminaren und Prüfungen unsere Zuchtstrategien besser beurteilen können als Laien, die keine Ahnung von Selektion, Zuchtwertschätzung und Vererbung in der kontrollierten VDH-Rassehundezucht und deren Zuchtordnung besitzen.....Im Oktober letzten Jahres hat hier ein gesunder kleiner Hund unser Haus mit acht Wochen verlassen. Was danach passiert ist, entzieht sich unserer Kenntnis...Sie suchen leider einen Sündenbock für Brunos Erkrankung. Wir werden niemals erfahren, ob das unkontrollierte Herumtollen des quirligen Bruno dafür verantwortlich war oder eine Ernährung nach Dr. Dillitzer....oder ggf. von weit hinten der einem der beiden Zuchthunde "etwas durchgeschlagen hat"..... Mehr haben wir dazu nicht zu sagen. Gruß....(die Züchter)"

 

Interessant an diesem Schreiben ist das Pochen auf die zertifizierte VDH-Zucht und das Erwecken des Eindruckes, dass diese Tatsache Fehler der Züchter ausschließt - und wie in den Artikeln eingangs vorgestellt, handelt es sich bei Bruno´s Züchtern um deren ZWEITEN Wurf, eigene Erfahrung ist also so gut wie nicht vorhanden.

Die Besitzer von Bruno wären über etwas Verständnis und Entgegenkommen vollkommen zufrieden gewesen und bei neun verkauften Welpen schien ihnen die Halbierung des Kaufpreises, also die Rückerstattung von 750 Euro nicht als anmassend, sondern als Entgegenkommen des Züchters in Bezug auf die gesundheitliche Situation von Bruno - um das Geld alleine ist es ihnen dabei nie gegangen. Aber der unhaltbare Vorwurf der Züchter, dass sie quasi selbst an Bruno´s Zustand schuld seien, trifft sie hingegen sehr und zeigt, dass bei auftretenden Problemen auch im VDH die Verantwortung gerne einmal an die Besitzer abgeschoben wird - davor schützt den Käufer offensichtlich auch kein VDH-Emblem!

Fragwürdig in diesem Zusammenhang ist jedoch besonders die sofortige Rücküberweisung des Pfandbetrages durch die Züchter an die Besitzer für die Röntgenaufnahme, welche im Normalfall dem zuständigen Rassezuchtverband als Kopie unaufgefordert vom untersuchenden Tierarzt weitergeleitet wird.

Dadurch entsteht erst recht der Eindruck, dass die Züchter kein Interesse daran haben, dass die beidseitige schwere ED-Erkrankung von "Bruno" dem Zuchtverband gemeldet wird, welcher dann über die züchterischen Konsequenzen entscheidet - was möglicherweise eine Rücknahme der Zuchterlaubnis für die Mutterhündin zur Folge haben könnte, zumal mindestens eine weitere Schwester ebenfalls an ED erkrankt ist.

 

Es ist also NICHT der dahinterstehende Verbandsname, welcher für die Seriosität eines Züchters einsteht, sondern allein die Haltung des Züchters zu seiner Verantwortung gegenüber der eigenen Zucht!

 

Und damit wären wir auch gleich beim zweiten Beispiel, diesmal ein Fall, welcher einen reinrassigen Kromfohrländer betrifft.

Da mich jede Zucht um die Kromfohrländer herum interessiert, schaue ich auch immer wieder auf den homepages der verschiedenen Verbände, Züchter und Besitzer bzw. auch vereinsfreier Zuchten vorbei, um mich über Wurfplanungen, Welpenentwicklungen etc. zu informieren - eine für an der Rasse interessierten Züchter auch eine Selbstverständlichkeit!

Selten erlaube ich mir zu Verpaarungen einen direkten Kommentar auf einer privaten Zuchthomepage, aber letztes Jahr tat ich es nach längerem Überlegen dann doch, da aus der angegebenen Verpaarung mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit autoimmunerkrankte Welpen zu erwarten waren. Ich informierte also die Züchterin über das Kontaktformular von meinen gesundheitlichen Bedenken ob der geplanten Verpaarung in meiner Rolle als sehr erfahrene Kromfohrländerzüchterin und empfahl ihr, einen anderen Rüden für ihre Hündin einzusetzen.

Leider kam es wie erwartet, weder hörte ich je wieder von dieser Züchterin noch wurde ein anderer Rüde als der angekündigte eingesetzt.

Für mich war damit erst einmal der Fall erledigt, denn mehr als eine Warnung auszudrücken ist mir nicht möglich - in diesem speziellen Fall wollte ich einfach nur Leid verhindern, da es so offensichtlich auftreten konnte.

Knapp ein Jahr später wurde ich kurioserweise genau von der Besitzern eines Rüden aus exakt diesem Wurf angeschrieben. Sie hatte massive Verhaltensprobleme an der Leine mit ihrem Kromi und keine Hundeschule konnte ihr helfen. So fand die Besitzerin im Netz unsere Seite und setzte ihre Hoffnung auf mich. Von der Besitzern folgt zu dieser Geschichte ein eigener Bericht.

Was allerdings sehr traurig ist und ungern habe ich in diesen Fällen recht:

Ben zeigt erste Symptome einer Autoimmunerkrankung, denn seine Rutenspitze ist kahl - das Alarmsignal schlechthin und Ausschlusskriterium bei einer Ankörung. 

Wie aus dieser Paarung von mir erwartet, zeigt sich hier der erste? Fall in diesem Wurf von einer Autoimmunerkrankung - ob weitere Geschwister erkranken, werden im Moment nur die Geschwisterbesitzer und die Züchterin wissen bzw. erfahren.

Die Züchterin jedoch hat eine Schwester von Ben zur Weiterzucht behalten und nun mag sich jeder Leser selbst ausmalen, wie diese Geschichte möglicherweise weitergeht.

An dieser Stelle sei noch einmal betont, dass Ben aus einer VDH-Zucht stammt, deren Verband sich selbst damit bewirbt, als einziger Kromfohrländerverein seriös und unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Aspekte zu züchten  - und im Falle von Ben handelt es sich zum Thema Erfahrung um den dritten Wurf der Züchterin.... 

Mir tut das sehr, sehr weh, denn ich habe die Besitzerin von Ben wirklich ins Herz geschlossen und so hoffe ich jetzt einfach, dass es bei einer kahlen Rutenspitze bleibt und es zu keinen bösen Folgen kommt...

(Nachtrag Ende Juni 2015: Mittlerweile hat Ben die zweite Kralle verloren, ein weiteres Symptom seiner Autoimmunerkrankung)

 

Bei aller Verwirrung, welche ein Kromfohrländerinteressent hinsichtlich der vielen Vereine und einer vereinsfreien Zucht ausgesetzt ist, zählt in Wirklichkeit nur das Eine:

Der Züchter selbst in seiner ureigensten Person

 

Jeder Züchter fängt einmal an und aller Anfang ist schwer - aber bezüglich eines Einkreuzprojektes stimmt es mich doch nachdenklich, wie leichtfertig manche Züchter das Wort "Kromfohrländer" einsetzen, obwohl sie selbst weder Erfahrung mit dieser Rasse noch je einen Hund dieser Rasse selbst besessen haben und erfahrene Kromfohrländer-Züchter nicht zu ihrem beratenden Umfeld gehören.

Wie in der Zucht von reinrassigen Kromfohrländern ist es auch in einem Einkreuzprojekt so, dass der Standard und Rassekenntnisse Voraussetzung für jegliche Zucht sind.

Und wie in jedem Verein des VDH Welpen geboren werden, welche sich nicht für die Zucht eignen, so ist nicht jeder in einem Einkreuzprojekt geborene Welpe automatisch für die Weiterzucht geeignet!

Haben Besitzer solch ungeeigneter Hunde ihr Herz an die Durchführung eines Wurfes verloren, und wollen mit ihrer Hündin dennoch Welpen aufzuziehen, so spricht nichts dagegen, wenn dies liebevoll und sachgerecht geschieht:

So einen Wurf aber als Einkreuzwurf zu postulieren, schadet der Sache selbst enorm, denn diese Welpen haben oft nur noch sehr, sehr wenig mit einem Kromfohrländer gemein.

Dann ist es besser, eine Aufzucht so zu gestalten, wie es Familie Schlenk mit ihrem letzten Wurf gemacht hat: sorgfältig geplant, liebevoll aufgezogen, aber nur mit dem Anspruch auf einen reizenden Familienhundewurf, welche auch zu einem entsprechend passenden Preis abgegeben werden.

Diese Welpen kann man mit gutem Gewissen empfehlen sowie bei der Vermittlung helfen und wunderschön ist dieser Nachwuchs noch dazu:-)

 

Alle Vereine eint die Tatsache, von sich zu behaupten, "das Beste" zu wollen und dieser Fakt muss grundsätzlich als positiv anerkannt werden. Was jeder Verein aus der Zukunft macht, das hat der zweite Artikel hervorragend herausgearbeitet und könnte auf ein Einkreuzprojekt abgewandelt lauten:

"Über die Sache mit dem Einkreuzen sprechen wir in 10 bis 12 Jahren nochmal!"

Dann hat sich ansatzweise gezeigt, welcher Verband das Stehvermögen der Züchter aufweist und wie weit ihr Ziel bis dahin erreicht wurde.

 

 

 

                                                                                                                 copyright S.Nass 6/2015 

 

 

 

 

 

 

 

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