Zeichnen ist eine Kunst - Einkreuzen auch...
Zeichnen ist eine Kunst - Einkreuzen auch...

Um erfolgreich einzukreuzen bedarf es einiger genetischer Grundkenntnisse sowie spezifischer Kenntnisse der Vererbung im kynologischen Bereich.

Und man sollte genau wissen, wo man mit dem Einkreuzen hin will, denn "nur " Einkreuzen um des "Einkreuzen um der Gesundheit willen" ist bei weitem nicht genug!

 

Ausgezeichnete Kenntnisse über den Rassestandard des Kromfohrländer´s sind ausserdem erforderlich, da ein Rassehund nur durch diesen gekennzeichnet ist.

Umfangreiche züchterische Erfahrungen sind unbedingt von Vorteil und konkrete Kenntnisse bezüglich spezifischer Standardmerkmale und deren Staffelung nach züchterischer Wertigkeit Voraussetzung für einen Erfolg.

 

Es gibt in der Zucht Merkmale, welche sich leicht bearbeiten lassen und Merkmale, welche sehr schwer zu bearbeiten sind und aufgrund züchterischer Unkenntnis durchaus irreperable Veränderungen in der Rasse nach sich ziehen und eine Standardnähe und damit  Rassehundezucht im klassischen Sinne für die Zukunft unmöglich macht.

Einkreuzen kann also eine Lösung für die in der reinrassigen Kromfohränderzucht vorhandenen Probleme sein, bei falscher Anwendung führt es allerdings keinesfalls zum Ziel!

 

Leicht zu bearbeitende Merkmale beim Einkreuzen sind:

  • Grösse
  • Haarqualität
  • Wesen
  • Farbe

Bezüglich des Kromfohrländerstandard´s schwierig zu bearbeitende Merkmale und deshalb mit besonderer Rücksicht zu beachtende Merkmale sind:

  • Scheckungsfaktoren
  • Kopfzeichnung
  • Körper- und Kopfproportionen

 

 

Will man beim Einkreuzen also in realistischer Zeit und über eine begrenzte Zahl von Generationen eine Verbesserung von Gesundheit und Wesen UND den Rassehund "Kromfohrländer" erhalten, müssen die unterschiedlichen Vererbungsmechanismen bekannt sein und auch zielgerecht umgesetzt werden.

 

Als Faustregel für ein erfolgreiches Einkreuzen gilt:

  • Kein Rüde darf mehr als einmal decken, ausser es ist gesichert, daß von seinen gezeugten Kindern keines in die Zucht geht - Halbgeschwister erschweren das erfolgreiche Einkreuzen schon bei den Hündinnen erheblich und es ist eine enorm hohe Anzahl von nicht verwandten Hunden für ein solches Projekt erforderlich.
  • Auf Dauer Erfolg hat nur, wer als Basis in der Lage ist, 70 bis 100 Welpen pro Jahr zu etablieren. Wer klein anfängt, muss wachsen!
  • Die Paarungspartner müssen passen - nur zielführende Verpaarungen machen Sinn - dazu muss man diese jedoch beurteilen können!
  • Sind bereits im Vorfeld Erkrankungen der Elterntiere bekannt, macht es keinen Sinn, diese Hunde in der Zucht zu verwenden - sie vererben dann gesichert Erkrankungen und haben kontraproduktive Wirkung.
  • Treten Erkrankungen der Elterntiere nach einem bereits erfolgten Zuchteinsatz auf, so hängt der weitere Einsatz vom Krankheitswert der Erkrankung ab. Bewegungsstörungen und Autoimmunerkrankungen müssen zu einem Ausschluß der betroffenen Tiere führen, da sie einen extrem hohen Krankheitswert besitzen.
  • Spezifische Kenntnisse über Kromfohrländer sind Grundvoraussetzung, wer noch nie einen Kromfohrländer besessen hat, kann nur bedingt mitreden, weshalb innerhalb eines Projektzusammenschlußes erfahrene Kromfohrländerzüchter integriert sein müssen.
  • Sachliche Kenntnisse über die Struktur, die Organisation, die Funktionen und Kenntnisse verschiedener Ämter in einem kynologischen Verein, die Fachausdrücke und all dies mehr müssen entweder bekannt sein oder sich angeeignet werden - eine Ahnentafel zum Beispiel ist nur dann korrekt, wenn man weiß, wie sie richtig ausgefüllt und welche Daten enthalten sein müssen.
  • Schnelles Rückkreuzen führt genauso schnell wieder zum Auftreten der bei den Kromfohrländern vorhandenen Krankheiten, praktische Erfahrungen, welches dies belegen, liegen in ausreichender Form vor.
  • In jeder Reinzucht mit unterschiedliche Haarschlägen (Dackel, Kromfohrländer) werden die Hunde aus Erfahrung nach Haarart getrennt, da sich unterschiedliche Haarqualitäten gegenseitig ausschließen. Mischungen untereinander haben fatale Folgen für die verschiedenen Schläge: rauhaarige Hunde bekommen weiches, feines Haar, langhaarige Hunde zu kurzes Haar oder gar unerwünscht harsches Haar.
    Aus diesem Grund muss für eine rauhaarige Varietät stets ein rauhaariger Paarungspartner gewählt werden und für einen bartlosen Vertreter das ebenfalls bartlose Pendant, wobei kurzes Haar dominant über langes Haar wirkt: Langhaarige Hunde, welche mit einem kurzhaarigen Hund belegt werden bekommen überwiegend kurzhaarige Welpen, welche kein langes Haar mehr vererben können.

 

Sinn eines Einkreuzprojektes ist es nicht, wahllos Mischlinge zu "produzieren", sondern unter den Aspekten der Rassehundezucht und den spezifischen Voraussetzungen einer Rasse die passenden Verpaarungen durchzuführen, welche zum Ziel, gesündere und sozial kompentente Hunde führen, aber auch den Standardkriterien des Kromfohrländers in Zukunft entsprechen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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