update August 2020

Zehn Jahre - eine runde Zahl und Anlass genug für mich, wieder einmal über ihre Entwicklung zu berichten.

Viva war ja schon immer mein "Bauchtaschenhund" - da hat sich auch nach zehn Jahren nichts geändert. Sie bedauert es immer noch sehr, dass sie nicht einfach in mich "hineinschlüpfen" kann, um mir permanent nahe zu sein. Und gerne würde sie mich als "Ressource" gegenüber dem Hunde- und Katzenrudel "schützen", aber das duldet das Frauchen nun mal gar nicht.

War sie in den ersten Jahren in ihrer Lauffreude nicht zu bremsen und hätte am liebsten jeden Tag einen Halbmarathon absolviert, so geht sie das Laufen mittlerweile etwas ruhiger an. Es müssen nun nicht mehr jeden Tag zwanzig Kilometer am Rad sein, einmal in der Woche unseren wunderschönen Radweg nach Regensburg tut es mittlerweile auch und wenn dazwischen wieder eine längere Radltour gemacht wird, dann kann sie diese jetzt entspannt genießen und meint nicht mehr, dass sie nur über einen einzigen Gang verfügt: Laufen im Rennmodus.

 

Vor zwei Jahren fing sie mit einer Serie von Anfällen an, welche uns Sorgen bereitete, da sie in kürzeren Abständen kamen und auch successive schwerer wurden. Wobei "schwerer" im richtigen Verhältnis gesehen werden muss, denn sie hat ja immer nur eine ganz leichte Form von Epilepsie gehabt. Die erhöhte Frequenz machte uns Sorgen, weil wir nicht abschätzen konnten, ob sie konstant häufiger auftreten und heftiger werden würden.

Ihre homöopathischen Mittel hatte ich ausgeschlichen und nachdem sie über eine sehr, sehr lange Zeit anfallsfrei war, auch nicht mehr eingegeben. Dass sie noch Epilepsie hatte, merkte man nur als Besitzer, wenn sie zu uns kam und uns "komisch" anguckte und etwas zitterte. Wir achteten in solchen Situationen darauf, dass sie stehen konnte und unterstützen sie immer gerne mit einem Handtuch, welches wir unter ihrem Bauch hindurchgezogen haben und rechts und links festhielten. Bis auf ein paar Tropfen Urin, welche sie dabei verloren hat, war außer dem leichten Zittern nichts zu spüren und in der Regel auch nach einer halben Minute vorbei.

Es spielt sich einfach eine Routine zwischen Hund und Besitzer diesbezüglich ein und so kam der erste schwere Anfall für uns sehr unerwartet. Das Anfallstagebuch wurde also wieder aktiviert und die Stärke und Häufigkeit der Anfälle dokumentiert - und nun gab es auch wieder ihre zwei Sorten Globuli täglich im Wechsel. Die Anfälle folgten einem Kurvenverlauf nach oben und gut ein dreiviertel Jahr später war der Scheitel erreicht. Danach senkte sich die Häufigkeit und Frequenz wieder und mittlerweile haben wir auch die homöopathischen Mittel längst wieder abgesetzt.

 

Was ich sehr bedaure, ist, dass ich sie nicht vor schlechten Erfahrungen mit großen Hofhunden schützen konnte. Viermal insgesamt musste ich hilflos zusehen, wie Hofhunde unvermittelt auf sie losgingen und verletzten. Darunter hat ihr natürliches  Vertrauen in fremde Hunde und ihre Souveränität sehr gelitten und heute weicht sie Hundebegegnungen ängstlich aus und meidet alle Kontakte. Sie war nie eine aufdringliche Hündin, sondern immer abwartend und freundlich in ihrem Verhalten bei anderen Hunden, diese Eigenschaft habe ich enorm geschätzt! Nun heißt unser bester Freund "Pfefferspray" und ich habe ihr versprochen, dass sie keine unangenehmen Hundebegegnungen mehr haben muss.

 

Viva ist eine perfekte Begleiterin am Rad, die stets unangeleint mitläuft und nur in "Hunde-Gefahrenzonen" von mir angeleint wird - alleine deshalb, um sie zu schützen. Dreien unserer Hunde war sie bereits eine tolle Lehrerin, die dem "jungen Gemüse" gezeigt hat, wie man sich richtig am Rad zu verhalten hat. 

Viva stammt im wahrsten Sinne des Wortes aus einem einmaligen Wurf und ich hoffe, sie begleitet uns noch viele, viele Jahre!

2019 und 2020

Viva Vanilla ist unsere erste selbstgezogene F1-Hündin und der lebendige Traum, die Linie unserer unvergessenen reinrassigen Kromfohrländerhündin "Katla" mit ihr als Enkeltochter fortführen zu können.

Von ihrer Mutter "Sucre", einer reinrassigen Griffonhündin, bringt sie eine ungemeine Kinderfreundlichkeit mit, Grundvoraussetzung für die Zucht angenehmer Familienhunde, sowie ein ausgesprochen soziales Verhalten mit ihren Artgenossen, was sehr entspannte Begegnungen mit anderen Hunden zeitigt.

Vom reinrassigen Kromfohrländervater "Rumo von der Holderheide" hat sie die starke Besitzerbezogenheit, wen sie liebt, liebt sie innig - einmal abgesehen davon, dass sie Zweibeiner von Haus aus gerne mag:-)

Sie bereichert unser Leben mit ihrem im wahrsten Sinne des Wortes umwerfenden Charme, denn ihre Freude über die Familie kennt keine Grenzen. Aber gleichzeitig will sie auch gefordert werden und Laufen ist ihr grösstes Hobby. Am liebsten am Rad und gerne mindestens 10 Kilometer. Damit tut man ihr den grössten Gefallen und für uns ist es ein Genuss, ihr beim Laufen zuzusehen: Ihr Trab ist bestechend und so gleichmässig, dass man das Gefühl hat, sie könnte ungezählte Stunden weiterlaufen.

Und sie erfüllt in unserem Rudel eine weitere wichtige Funktion: Mit ihr und ihrer Freundin "Grace" lernen unsere Kinder, was Verantwortung bedeutet. In der Regel täglich wird sie und Grace von unseren Kindern "Torsten" und "Konstantin" ausgeführt und wenn die Kinder naturgemäss auch immer zwischendurch einmal murren - es ist wunderschön zu erleben, was für eine Bereicherung die Hunde für unsere Kinder sind und wie sie mit steigendem Alter lernen, Verantwortung für die ihnen anvertrauten Lebewesen zu übernehmen.

Alle diese Eigenschaften machen sie zu einer passenden Hündin für die Weiterzucht und so durfte sie im Frühjahr 2013 ihren ersten Wurf aufziehen, den Z-Wurf von der Holderheide. Vater des Wurfes wurde "Anton von den Rotenbeker Vierpfötern" ebenfalls ein F1 Rüde und zusammen haben sie mit dem Z-Wurf für unbeschreibliche Freude an ihren Hunden bei den neuen Besitzern der Z-linge gesorgt. "Für diesen Hund hätte ich auch 5000 Euro bezahlt" ist nur eine von vielen begeisterten Aussagen. Und diese können wir gerne bestätigen, denn mit "Zigeunerle von der Holderheide" haben wir von Viva eine Tochter behalten und sie erfüllt alle unsere Wünsche an einen Familien- und Zuchthund. Danke Viva!!!!!!!

Bilder 2018

Bilder 2017

Update Epilepsie 2017

Nun ist fast ein Jahr vergangen und nachdem die homöopathische Behandlung bei Viva angeschlagen hatte, baute ich die Medikation wieder sukzessive ab und monatelang blieb Viva anfallsfrei - und wiegte uns in dem Glauben und der Hoffnung, dass es doch nur eine einmalige Geschichte gewesen sei.

Aber am 23. Dezember 2016 erwachte ich nachts und Viva hatte einen weiteren epileptischen Anfall. Nicht mehr traumatisiert durch den ersten Schock konnten wir ihr nun sofort richtig helfen und brachten sie zum Stehen, wobei ich sie vorne stützte und Konstantin, welcher aufgewacht war, sie hinten aufrecht hielt. Der Unterschied zum ersten Anfall war beträchtlich: er dauerte gefühlt nur die Hälfte der Zeit und das lange Nachzittern beim ersten Anfall entfiel komplett. Sie war die ganze Zeit ansprechbar und konnte sich nach dem Anfall sofort wieder hinlegen und weiterschlafen. Nicht, dass uns die Anfälle von Viva je große Sorgen gemacht hätten, dafür haben wir bei den reinrassigen Kromfohrländern zu viele Erfahrungen mit Epilepsie machen dürfen und können dadurch einschätzen, dass Viva "nur" eine leichte Form der Epilepsie aufweist. Aber die wertvolle Info, welche wir auf einem meiner letzten Seminare zum Thema "Epilepsie" mitnehmen konnte, wurde erfolgreich umgesetzt und das hilft allen Beteiligten sehr! 

Ein Traum geht zu Ende....April 2016

Mit dem Brief ist an dieser Stelle sicherlich alles gesagt, er kann aber nicht beschreiben, wie es uns momentan geht. Nach einer tollen Linie bei den reinrassigen Kromfohrländern mit "Ruma vom Weddern", auf die wir unsere Zucht der reinrassigen Kromis aufbauten und welche ein - man will fast sagen einmaliges Wesen auszeichnete - mussten wir aufgrund der hohen Erkrankungsrate der Nachzucht (mit verschiedensten Rüden aus unterschiedlichen Linien) eine von Verantwortung geprägte Weiterzucht einstellen. Nun wiederholt sich die Geschichte und wieder trifft es genau diese Linie, welche sich besonders durch ein ausgezeichnetes Wesen zu erkennen gab - und Einkreuzen in eine kranke Rasse bedeutet eben auch immer, dass ein erhöhtes Erkrankungsrisiko vorliegt - auch wenn man weiß, dass der Durchschnitt der gezüchteten Hunde deutlich gesünder als die Ausgangsrasse ist.

Wofür wir jedoch von Herzen dankbar sind, ist die Resonanz unserer Käufer auf den Brief! Sie haben uns wieder Mut gemacht und letztendlich auch wieder "aufgebaut", auch wenn es sicher so einfach nicht weitergehen wird. Aber darüber später an anderer Stelle mehr...

Wir danken unseren Käufern für ihr Vertrauen, für ihre Anteilnahme und ihr Mitgefühl - es ist menschlich unschätzbar, dies in solcher Form erfahren zu dürfen!

Zughundeseminar am 10. Mai 2015

Immer wieder begegnete ich auf der Reise durch die Medienlandschaft der kynologischen Literatur den Berichten über sogenannte Zughunde, welche ich stets mit viel Interesse las und auch Artikel über Schlittenhundesport, Canicross, Saccofahren etc. legte ich nie ungelesen zur Seite - schon immer faszinierte mich diese Seite des Hundesports, was möglicherweise meinen wiehernden Vierbeinern geschuldet ist, da ich nicht nur geritten bin, sondern auch unseren "Jimmy" gerne anspannte, entweder vor den Sulky oder vor den Pritschenwagen, wenn wir einen Ausflug "en famille" starteten.

Und der Vorteil der eingekreuzten Kromfohrländer, welche noch "eine Etage zu groß sind", liegt definitiv in der Möglichkeit, sie aufgrund ihres ausreichendes Gewichtes anspannen zu können.

Und so nutzen wir das Angebot einer räumlich erreichbaren Zughundeschule und meldeten uns zum Intensiv-Zughundeseminar an, welches den Vorteil einer intensiven Betreuung dank geringer Teilnehmerzahl hat.

So trafen sich pünktlich um 9:00 Uhr drei Menschen-Hunde-Teams, das heißt wir mit unseren Hunden, ein Ehepaar mit einem Rhodesian Ridgeback (RR) und ein weiteres Paar mit einem weißen Schäferhund. Nach der Vorstellungsrunde wurden wir zuerst mit den verschiedenen Anspannmöglichkeiten vertraut gemacht. Uns interessierte speziell die Kombination aus "ziehen" und "Scooter", was die dem Zughundesport angepasste Version eines Rollers ist.

Auch der weiße Schäferhund sollte vor dem Scooter laufen, während der RR seinem Halter am besten vor dem "Dreirad - Trike" gefallen hätte. Aber: vor allem Anfang ist die Theorie und dazu gehört es auch, für die Hunde das absolut passende Geschirr herauszusuchen, denn nur ein korrekt sitzendes Geschirr ist der Garant für ein störungsfreies Fahren, sprich ohne den Hund dabei zu schädigen. Und dann hieß es erst einmal für die Besitzer heran und "Pferdchen" für den Partner spielen - denn nur wer selbst einmal vorne gezogen hat, weiß, auf was zu achten ist, wenn man hinten auf dem Roller steht.

Erst nachdem auf alle möglichen Gefahren hingewiesen wurde und wir im Trockentraining gelernt hatten, das Zugseil entweder mit situationsbedingtem Bremsen oder "Gas geben", sprich treten, straff zu halten, durften wir zum ersten Mal einen Hund vor das Zugseil spannen: ein Partner vorneweg, der Trainer mit Leine am HB zur Absicherung neben dem Hund und der andere Partner auf dem Scooter. Mit "go" viel das Startsignal und dann erforderte das handling von Hund und Scooter volle Konzentration! Ja nicht zu viel treten, sonst kommt der Hund nicht in den Zug, aber auch nicht zu viel bremsen - immer schön darauf achten, dass die Leine gestrafft bleibt - was sich leicht anhört, aber in der Praxis ganz schön viel Aufmerksamkeit erfordert. Viva erweist sich als echtes Multitalent, auch als Zughund könnte sie Karriere machen. Sie ist voller Eifer dabei und das Ziehen macht ihr ungemein Freude - wenn ihre Tochter "Neunerle" dran ist und sie im Auto warten muss, hört man sie jammern, am liebsten möchte sie ohne Unterbrechung arbeiten...Neunerle hingegen weiß noch nicht so recht, was sie von der Idee ihrer Zweibeiner halten soll - ihr fehlt der Arbeitswillen, den ihre Mutter so sehr auszeichnet. Wie auch beim trailen geht sie an neue Dinge stets vorsichtig heran und erst wenn sie ein ihr eigenes Sicherheitsgefühl erreicht hat, kann sie über ihren Schatten springen und in der Arbeit aufgehen. Da steckt also noch Arbeit drin, aber sie zeigt keinerlei Angst und das ist schon mal die beste Voraussetzung zum weiteren Training.

Als alle Hunde drei Durchgänge erfolgreich beendet haben, ist es Zeit Pause zu machen und wir gehen in die nahegelegene Gaststätte,um die knurrenden Mägen zu beruhigen und den Hunden die verdiente Pause zu gönnen. Unser Trainer nutzt diese Zeit, um ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern und so ist auch die Mittagspause kurzweilig und lehrreich.

Da unsere Beiden sich gut anstellen, dürfen wir am nachmittag ausprobieren, wie es ist zweispännig zu "scootern" - Wahnsinn, was für ein Tempo Viva vorlegt!

Da kann Neunerle nicht mithalten und es ist allen Beteiligten sofort klar, dass man hier die Hunde getrennt aufbauen muss:

Viva muss eigentlich nur die richtigen Kommandos lernen, um sie fahren zu können, während Neunerle lernen sollte, erst einmal gleichmäßig zu ziehen, denn zu schnell würde sie sonst Viva die Arbeit überlassen und "nur" eingespannt neben her laufen...

Viva Vanilla Aufnahmen 2015

 

 

 

 

 

 

 

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