Dornröschen. Eigentlich hätte ich gerne in jedem Wurf einen Welpen mit der Namensendung "-chen" gehabt, in Erinnerung an unser "Aennchen". Aber das klappte nicht immer, allerdings nach einem "Bienchen" gab es nun ein Dornröschen. Und sie blieb ein "Röschen". Vollkommen ohne Dornen, in der fünfköpfigen Familie vielgeliebt und auch die bereits in der Familie lebende langhaarige Kromfohrländerhündin nahm "die Kleine" komplikationslos auf. Und zu ihr gibt es eine sehr nette Tierarztgeschichte.

Ihre vierbeinige Hundefreundin "Netti" mochte Tierarztbesuche so überhaupt nicht und wehrte sich stets heftig und zwar sowohl mit den Krallen als auch mit den Zähnen. Der Tierarzt wusste dem Verhalten Abhilfe zu schaffen und so wurde Netti nur "verpackt", sprich mit Maulkorb behandelt.

Genau umgekehrt verhielt es sich mit Röschen. Sie fand den Tierarzt klasse und was auch immer der Tierarzt mit ihr anstellen wollte, sie liess es sich ohne zu Murren gefallen. So war es in aller Regel die Mutter, welche die Hunde dem Tierarzt vorstellte, selten kam es vor, daß der Vater diesen Job übernehmen musste. Aber auch der Tag kam, wo er sich zum ersten Mal mit Röschen beim Tierarzt einfand. Wie gewohnt wollte er nun auch Röschen "verpacken", worauf der Tierarzt entsetzt mit den Worten wiedersprach: "Aber doch nicht bei diesem Hund!!!!!"

Der Tierarzt liebte Röschen und sicherlich war es nicht von Nachteil für ihn, zu erleben, daß es durchaus auch problemlos behandelbare Kromfohrländer gibt;-)

 

Wie bei einigen Kromfohrländer führte auch bei Röschen die Fähigkeit, heftige Schmerzen klaglos zu ertragen zu ihrem vorzeitigen Tod. Am Montag erhielt ich einen  Anruf der Besitzerin, in welchem sie mir schilderte, daß Röschen nicht ganz so fröhlich erschien wie sonst. Das Verhalten änderte sich im Laufe der folgenden Tage nicht, so daß ich dringend empfahl, beim Tierarzt einen Check durchführen zu lassen, besonders hinsichtlich Magen-Darm-Trakt in Verbindung mit den Nieren, da hier nach unserer Erfahrung eine deutliche Schwäche vorliegt.

Aber Röschen zeigte keine weiteren offensichtliche Symptome, so daß der Besitzerin der Tierarztbesuch nicht so dringlich erschien. Zum Wochenende hin wurde Röschen aber nun deutlich matter und sie baute innert Stunden rapide ab. Trotz sofortiger Tierarztkonsultation konnte eine Verschlechterung vom praktischen Tierarzt nicht verhindert werden. Daraufhin stellte die verzweifelte Besitzerin Röschen in der Notaufnahme der zuständigen Tierklinik vor, wo sie stationär aufgenommen wurde.

Um Mitternacht erhielt ich dann einen "Notruf" der Besitzerin, im Hintergrund das mittlerweile vor Schmerzen schreiende Röschen, welche man durch das Telefon hindurch hörte! Ich war fassungslos. Wie konnte man diese arme Hündin nicht von ihrem Leid sofort erlösen? Was musste dieser Hund Schmerzen leiden, sie, die so lange still vor sich hingelitten hatte? Ich war so vollständig empört darüber, wie man zusehen kann, wie ein Hund so leiden muss, daß die Tierärzte auf der anderen Seite meine Meinung, was in einem so hoffnungslosen Fall mit einem Hund zu tun ist, ohne weiteres Zutun der Besitzerin mithören konnten und Röschen wurde umgehend erlöst.

Röschen war kein Einzelfall. Immer wieder kommt es vor, daß Kromfohrländerbesitzer die Leidensfähigkeit ihrer Hunde unterschätzen und erst dann den Tierarzt aufsuchen, wenn es zu spät ist. Zu spät häufig deshalb, weil die Nierenfunktion so stark in Mitleidenschaft gezogen ist, daß keine Rettung mehr erfolgen kann.

Die Erfahrung hat uns gezeigt, daß in vielen Fällen das rechtzeitige Verabreichen einer Infusion Kromfohrländerleben rettten kann....Aber man muss diese Therapie als Kunde beim Tierarzt einfordern, die Tierärzte selbst erkennen oft nicht deren Notwendigkeit, denn  Kromfohrländer können auch beim Tierarzt hervorragend schauspielern und glaubhaft vortäuschen, daß es ihnen soooo schlecht gar nicht geht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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