"FanFan der Husar" war sein Namensgeber, allerdings wurde er von seinen Besitzern "Franek" gerufen, was auch sehr schön klang.

Er ist einer der typischen Fälle, wie Vorurteile die Vergabe an passende Plätze verhindern und es vorkommen konnte, daß Interessenten bei der damaligen ausgesprochen hohen Nachfragesituation gegenüber relativ wenigen geborenen Welpen durchaus sehr herablassend und arrogant behandelt wurden.

Als die Besitzerin von Franek das erste Mal bei uns anrief, hatte sie nicht nur schon etliche für sie sehr frustrierende Anrufe hinter sich, sie hatte auch schon über die Vorurteile von Züchtern etwas gelernt. Und so fiel sie sozusagen bei uns, als ihren letzten Versuch, gleich mit der "Tür in´s Haus" und erklärte uns ganz offen, daß ihr Wunschhund der Ersatz für ein ausgebliebenes Wunschkind ist.

Und was hatte sie von vielen Züchtern davor zu hören bekommen?

"Ein Hund ist doch kein Kindersatz!" und unaufgefordert eine Moralpredigt zu diesem Thema.

"Aber ist ein Hund nicht ein wunderbarer Kindersatz?", lautete meine für sie ganz unerwartete Antwort. "Wo ist denn so viel vorhandene Liebe besser aufgehoben, als bei einem Hund? Sein sensibles Wesen nimmt diese Liebe mit Freude an - und unsere Vierbeiner geben sie tausendfach zurück!"

Wie ich zu dieser Einstellung kam, mögen Sie sich fragen?

Ein prägendes Erlebnis hierzu war sicherlich eine Teddybären- und Kunsthandwerker-ausstellung in Kassel. Hier wurden nicht nur Bären und ihr (Bastel)Zubehör vertrieben und gezeigt, sondern es war das, was heute unter einer DIY-Veranstaltung firmiert.

Die Ausstellung fand in einer Halle statt (im Dezember eine Selbstverständlichkeit;-) und war ausgesprochen gut besucht. Auch Familien mit Kinder waren zu sehen, diese bildeten jedoch eine Minderheit sowie hin - und wieder Paare mit Baby´s - mal im Kinderwagen, mal auf dem Arm. Sie werden mich für naiv halten, aber es bedurfte tatsächlich meiner Begleitung, welche mich überhaupt erst dazu brachte, mir diese Baby´s einmal genauer anzusehen:

es handelte sich durchweg um Puppen!

Ich beobachtete daraufhin diese Paare und zu meinem Erschrecken wurden diese Puppen komplett behandelt und umsorgt wie echte Baby´s.

Ganz ehrlich? Ich persönlich fand dieses Verhalten nahezu pervers!

Gut, Puppen kann man ohne schlechtes Gewissen beiseite legen, mit Hunden kann man dies nicht und sicherlich verbietet es der Beruf oder die Wohnumstände dem einen oder anderen Paar, sich für ein echtes, allerdings vierbeiniges Lebewesen zu entscheiden.

Aber ist es nicht eine verkehrte Welt, in welcher echte Liebe in tote Materie gesteckt wird, statt sie dem zukommen zu lassen, der darüber dankbar ist und diese real zurückgeben kann?

Und ist nicht der Hund geradezu dafür prädestiniert, diese Liebe zu empfangen und nicht nur dies, sondern sie in unendlicher Menge zurückzugeben?!?!?!

Dass ein Hund deshalb artgerecht und seinen Bedürfnissen entsprechend gehalten wird unterstelle ich an dieser Stelle als eine Selbstverständlichkeit, was ich auch im Telefonat entsprechend formulierte, aber keiner weiteren Erklärung bedurfte, denn das stellte sich im weiteren Gesprächsverlauf auch als bekannt heraus.

Der persönliche Kontakt entwickelte sich zu einem sehr angenehmen Miteinander und es war sehr bald klar, dass ein kleiner F-ling zukünftiger Kindersatz werden durfte, denn es herrschten beste Voraussetzungen für die Übernahme eines Hundekindes.

Einzig an der Auswahl des Welpen schieden sich die Gemüter, denn wir als Züchter hatten den in unseren Augen passenden Welpen herausgesucht und sein zukünftiges Herrchen liebäugelte ausschließlich mit einem Brüderchen aus dem Wurf.

Hier mussten die Käufer letztendlich unserem Urteil vertrauen, denn das von ihnen ins Auge gefasste Brüderchen konnte in unseren Augen nicht den Anspruch, als Kindersatz zu fungieren, erfüllen und das Vertrauen in uns siegte und "Franek" zog in das vorgesehene Heim.

Und was soll man sagen? Es passte einfach alles!

Die Besitzer von Franek trafen sich ein halbes Jahr später in Berlin mit den Besitzern des von ihnen bevorzugten Welpen und es folgte ein dankbarer Anruf mit den Worten, wie glücklich sie mit Franek seien und unendlich froh, dass wir die für sie passende und richtige Entscheidung getroffen haben.

Franek führte zwölf Jahre ein glückliches Leben, wurde bestens versorgt und erlebte auch noch den Jahre darauf folgenden zweibeinigen Nachwuchs:-)

Heute begleitet Sophie aus unserer Zucht diese Familie und ist die durch Franek entstandene Lücke mehr als füllende Nachfolgerin...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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