Es ist die Frage nach dem "Warum", welche die Hinterbliebenen stets begleitet, wird ein Mensch oder vierbeiniges Familienmitglied viel zu früh aus dem Leben gerissen.

Für uns beantwortete sich diese Frage mit den Jahren erst, der Schmerz und die Lücke jedoch, welcher der Tod des Hundes beim Besitzer reisst, wird dadurch nicht leichter oder kleiner...

 

Gulliver wurde kein Jahr alt, als ein Auto ihn überfuhr - voller Lebensfreude rannte er im Rudel mit fünf anderen Hunden über die Felder und Wiesen. In der nächsten Sekunde tauchte ein Auto auf einem sonst praktisch nie befahrenen Feldweg in hohem Tempo auf, just als die bunte Hundeschar den Weg querte. Er war immer der Erste - auch diesmal.

Es wurden ihm Schmerzen erspart, so glücklich, wie er gerannt war, so glücklich rannte er sicherlich in den Hundehimmel, denn er war praktisch sofort tot.

Zurück bleiben Schmerz und Kummer - und die Frage "Warum"?

Warum gerade ihn, den lebenslustigen, alle Herzen gewinnenden Gulliver?

Hätte es nicht einen anderen aus der Hundemeute treffen können?

 

Uns wäre das wahrhaft lieber gewesen, denn dann wäre es einer der eigenen Hunde gewesen - so passierte der Unfall, als Gulliver sich in unserer Obhut befand.

Nicht nur, daß wir selbst geschockt und der Besitzerin diese katastrophale Nachricht überbringen mussten - immer wiederkehrende Selbstvorwürfe mit der Frage: "Hätte man es verhindern können", liessen uns keine Ruhe mehr.

Und das bei einer Hundebesitzerin, welche uns zu einer wahren Freundin geworden war. Ein Desaster, welches nicht das Einzige bleiben sollte...

 

Aus dem I-Wurf zog "Iden von der Holderheide" in die verwaiste Wohnung und sollte wieder Freude und Unbeschwertheit in das hundelos gewordene Leben bringen.

Eine knapp bemessene Zeit wurde Besitzerin und Hund zuteil, in welcher es schien, als könnte alles wieder ins Lot kommen.

Was sich im E-Wurf abgezeichnet hatte - im I-Wurf hat es sich wiederholt: Iden zeigte einen ähnlichen und schlimmen Krankheitsverlauf wie Eumel und Elcester, welcher auch für ihn tödlich endete - um ihm unglaubliche Schmerzen und weiteres Leid zu ersparen wurde er rechtzeitig eingeschläfert.

 

Was die Gesundheit unserer Hunde betraf wollten wir an Zufälle, Impfschäden oder was sonst man als Gründe vorschieben könnte, nicht mehr glauben und intensive Recherchen ergaben, daß sich gleiche Gesundheitsprobleme auch in anderen Zwingern bei Hunden mit anderer Abstammung fanden.

 

Als Kromfohrländer, welcher nicht nur die Menschen um den Finger zu wickeln wusste zeichnete sich auch früh schon ab, daß Gulliver neben dem von uns gewünschten Wesen auch Zuchtqualiäten aufwies und seine Besitzerin, begeistert von seinem Wesen und Aussehen, war auch willens, ihn später bei entsprechender Eignung zur Zucht zur Verfügung zu stellen.

Vielleicht sollte es so kommen, daß er nie in der Zucht eingesetzt werden konnte, denn, gemessen an den katastrophalen gesundheitlichen Entwicklungen, wissen wir nicht, ob sein Einsatz nicht weitere erkrankte Kromfohrländer generiert und über ihre potentiellen Besitzer viel Leid gebracht hätte...

Diese Wahrscheinlichkeit schätzen wir mittlerweile als extrem hoch ein.

 

Gulliver aber lebt in unseren Herzen weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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