Als Ibo geboren wurde, war das Wort "car-sharing" noch lange nicht in aller Munde, und am Begriff "dog-sharing" hätte man sich sicher die Zähne ausgebissen. Aber Ibo war seiner Zeit weit voraus, denn tatsächlich hatte er quasi zwei Besitzer.

Seine Familie hatte sich von Anfang an mit den Nachbarn hervorragend verstanden, so dass die Gartenteile "grenzenlos" ineinander übergingen und der Swimmingpool sich zum Beispiel genau auf der Mitte befand, da beide Familien ihn gemeinsam nutzten.

Und so war nichts naheliegender, als gemeinsam mit den Nachbarn das Thema "Hund" zu erörtern und im Dog-sharing die ideale Form der Hundehaltung für beide Familien zu finden.

Die Vorteile lagen auf der Hand: herrschen Engpässe in einer Familie, sind Kapazitäten in der anderen Familie vorhanden, fährt eine Familie in den Urlaub, ist die andere Familie für den Hund da - eine perfekte Konstellation.

Ibo erwies sich als idealer Kandidat dieses Konzeptes und machte statt einer, zwei Familien glücklich. Okay, nicht alle gleichermaßen;-) Der Sohn fand Ibo eine Etage zu klein und das wiederum nahm ihm Ibo übel, was mitunter zu Unstimmigkeiten führte - aus einem Kromfohrländer lässt sich eben doch kein Dobermann machen.

Auch seine Kastration wirkte sich ausgesprochen negativ aus. Wollte man damit Rüdenreibereien verhindern - auch Ibo konnte sich bei manchen Rüden ordentlich in die Leine hängen - so wurde die Situation danach deutlich schlimmer. Ibo wurde zum Magnet eines jeden Rüden und jeder Rüde hielt ihn für die perfekte Hündin - Belästigungen einer anderen Art bestimmten nun das weitere Leben und leider konnte er aus diesen Gründen auch nicht mehr am Holderheide-Treffen teilnehmen. Zu sehr bedrängten ihn die Rüden und ließen sich mit keinem Rufen seitens der Besitzer von ihm abhalten. Man musste ihn regelrecht "retten", weil vier Rüden von allen Seiten versuchten bei ihm aufzusteigen und er nicht mehr wusste, wie er diese aufdringlichen Bewerber loswerden konnte.

Sehr akkurat wurde Ibo jährlich auf Katarakt untersucht und nicht immer hatten seine Besitzer die vorher gestellten Befunde dabei, was dazu führte, dass er häufig als "Erstuntersuchung" angegeben wurde, obwohl er bereits im Vorjahr befundet war.

Verfolgt man nun seine Ergebnisse, lässt sich anhand dieser ein stetes auf und ab feststellen: mal war er frei, dann wurde wieder eine Katarakt diagnostiziert, nie jedoch war er im Ergebnis kontinuierlich einheitlich, was natürlich bei uns die entsprechenden Fragen aufgeworfen hat- und die Naheligendste dabei war natürlich, inwieweit das in der vorher durchgeführten Augenuntersuchung festgestellte Ergebnis das aktuelle Untersuchungsergebnis beeinflussen mag....

Ibo ging mit 15 Jahren über die Regenbogenbrücke.

 

 

 

 

 

 

 

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