20. Januar 2018

Wurfabnahme

Beim Einkreuzen geht es ja zum Einen darum, eine gesündere Basis für die Ausgangsrasse zu schaffen - in unserem Einkreuzprojekt natürlich für unsere Kromfohrländer - zum Anderen sollten natürlich auch die äußeren Rassemerkmale erhalten werden, weshalb es so entscheidend wichtig ist, passende Hunde zum Einkreuzen zu verwenden, welche sich jedoch auch von ihren Wesensmerkmalen her hochgradig eignen.

An vorliegendem Beispiel kann man sehr transparent ein solches Vorgehen verfolgen und auch erkennen, warum diese Paarung so erfolgreich ist.

Ziel ist es, einen gesünderen, genetisch stabileren  - in unserem Fall als Rauhaarzüchter, rauhaarigen Kromfohrländer zu bekommen. Bei einer sogenannten "Hybridverpaarung", also der Verpaarung zweier reinrassiger Hunde, erhält man Nachkommen, welche nach den Mendelschen Gesetzen fallen, man also vorher als Züchter schon weiß, wie diese Hundekinder aussehen werden, zumindest, wenn man ausreichend über Genetik Bescheid weiß;-) Im Falle von Yuki mit einer reinrassigen Irish-Terrier-Mutter und einem Kromi-Vater fiel wie zu erwarten ein Wurf einheitlicher Mantelschecken, dh überwiegend braune Hunde mit weißen Pfötchen, weißem Brustfleck, weißer Schwanzspitze - wobei die weißen Abzeichen sich im Laufe der Zeit allerdings gerne "verwaschen", weshalb die Hunde aus dem Y-Wurf überwiegend braun wirken. Die Verbindung Irish mit Kromi garantiert Rauhaarigkeit und eine Stabilisierung im Wesen, da der Irish Terrier sehr freundlich zu Menschen sowie Kindern ist und auch nicht die typische Ängstlichkeit der Kromis zeigt. In der zweiten Generation (F2), welche der B-Wurf vom Lys Hus darstellt, fallen nach den Mendelschen Gesetzen eine Hälfte der Welpen als Mantelschecken - also so wie Yuki selbst aussehend, die andere Hälfte der Welpen ähneln bereits verblüffend (aber eben so geplant!) dem rauhaarigen Kromfohrländer. Im Falle von diesem Wurf fiel die Zeichnung zugunsten der Kromis aus, da 2/3 der Welpen bereits die erwünschte Scheckung zeigen und ein Drittel der Mama nachgeraten ist. Sinnvollerweise werden in der Weiterzucht die Schecken verwendet, was auch in diesem Wurf wieder mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall sein wird, denn eine Scheckenhündin bleibt bei der Züchterfamilie - was uns besonders freut!

 

Die Racker sind vier Wochen alt

30. Dezember 2017  und neue Bilder:-)

Die Welpen werden zwei Wochen alt

5. Dezember 2017: Der B-Wurf vom Lys Hus ist auf der Welt!

Am Samstag war bereits zu ahnen, dass es bei Yuki mit der Geburt nicht mehr allzulange dauern kann und am Sonntagmorgen um 6:00 Uhr kam dann der Anruf der Besitzerin und los ging es Richtung Landshut. Gute anderthalb Stunden Fahrt, kaum angekommen und im Hause herinnen, ging es mit den Presswehen los und bereits eine Viertelstunde später erblickte dann die erste Hündin das Licht der Welt. Die brave Yuki hatte es perfekt getimt: nicht nur dass sie gewartet hatte, bis ich komme, auch die Fahrerei am Sonntagmorgen so ganz ohne Verkehr liebe ich und terminlich war der Sonntag auch perfekt.

Eine dreiviertel Stunde später folgte ein gescheckter Rüde und eine weitere Stunde danach noch ein brauner Rüde. Um kurz nach Zwölf dann der vierte Rüde, wieder ein Schecke. Nachdem am 27. Tag der Trächtigkeit geschallt worden war und fünf Welpen klar erkennbar waren, hieß es nun, auf den fünften Welpen zu warten, welcher sich auch gut ertasten liess. Bis zum Abend tat sich nichts, also entschieden wir uns nachschauen zu lassen. Dankenswerterweise war die Tieräztin, Frau Dr. Hoffmann auch am Sonntag bereit, hier helfend zur Seite zu stehen und das Röntgenbild brachte ein vollkommen unerwartetes Ergebnis: NOCH FÜNF!!!! Welpen im Bauch - damit hatte nun wirklich niemand gerechnet, zumal man von Yuki's Umfang her nie auf so viele Welpen geschlossen hätte - und nur ein Welpe tastbar war. Allenfalls ihre Gesamtzunahme hätte diese Wurfgröße erahnen lassen, denn sie hatte insgesamt vier Kilo zugenommen, was nach unserer Züchtererfahrung hieße, dass man mit acht Welpen rechnen kann. Aber dies ist nur eine Faustregel, welche Abweichungen sowohl nach oben als auch nach unten zulässt.

Yuki erhielt eine Infusion mit Zuckerlösung und einem Wehenmittel und dann ging es wieder nach Hause, nachdem die Tierärztin grünes Licht gegeben hatte, da Mutterhündin und ungeborene Welpen soweit erkennbar sehr fit erschienen - die vier bereits geborenen Welpen warteten Zuhause im warmen und geschützten Nest auf ihre Mama.

Die Nacht bringt in großen Abständen schöne und gleichmäßige Wehen, aber leider keinen Geburtsfortschritt, weshalb am nächsten Morgen die Tierärztin erneut konsultiert wird.

Um dreiviertelneun haben wir dann Termin zum Kaiserschnitt, denn noch ist Yuki fit und ein längeres Warten gefährdet sowohl die Mutterhündin als auch die Welpen im Bauch. Diesmal kommt auch das "Quartett" mit, denn eine so lange Zeit sollen sie nicht von der Mutter getrennt sein  - kurz vor der OP sind sie satt getrunken und geputzt und liegen während der OP entspannt in ihrem geschützten Körbchen.

Bevor die OP beginnt, wird Yuki erneut untersucht und noch einmal geschallt, ob zu sehen, wie es um die Welpen bestellt ist. Drei Herzen schlagen kräftig und scheinen absolut stabil, für den im Geburtskanal steckenden Welpen macht die Tierärztin uns wenig Hoffnung, ihn lebend heraus zu bekommen.

Das bange Warten beginnt, wie haben einen kleinen Raum für die Welpen und uns bekommen, damit sie nicht in Kontakt mit anderen Hunden kommen. Hier warten wir auch auf die kommenden Welpen, denn die Tierärzte haben bei einem Kaiserschnitt keinerlei Zeit, sich um die Welpen zu kümmern, denn im Vordergrund steht richtigerweise das Leben der Mutterhündin und die Welpen sind nachrangig. Zwar können sich auch die Tierarzthelferinnen um die "Frischlinge" kümmern, was uns auch angeboten wird, aber wir haben alle notwendigen Utensilien dabei, um dies selbst zu tun und so werden uns die Welpen nach einer bangen Wartezeit hereingereicht: erst zwei, dann einer und dann wieder zwei Welpen. Alle sind von der Narkose noch mitgenommen, aber mit entsprechender Erfahrung - und über die verfügen wir ja nun dank jahrzehntelanger Zucht - werden die Welpen von mir wiederbelebt. Der im Geburtskanal steckengebliebene Welpe ist dabei allerdings mehr tot als lebendig und zeigt überhaupt keine Vitalfunktion. Aber aufgeben gibt es bei uns nicht und so wird auch um dieses kleine Leben gekämpft. Und haben wir bei unserem Mopswurf den Kampf verloren - in diesem Fall gewinnen wir ihn. Es ist wirklich ein kleines Adventswunder, als dieser Welpe atmet und zu leben beginnt - ihr Spitzname wird "Sreckrübe" sein, nachdem sie den Geburtskanal blockiert hat. Allerdings ist sie sehr rippig und im Gegensatz zu ihren vier Geschwistern viel, viel leichter.  Kein Wunder, bei dem was sie bereits durchgemacht hat!

Nicht lange darauf wird uns Yuki gebracht und wir begleiten ihre Aufwachphase. Und was ist Yuki für eine tolle Mutter: noch nicht richtig wach und schon schaut sie, wo ihre Welpen sind!!!!!! Und gerade hatte uns die Tierärztin noch gewarnt, dass Hündinnen in dieser Phase durchaus auch nach ihren Welpen beißen/schnappen können, da sie noch nicht richtig "da" sind....

Noch müssen wir warten, bis die Infusion vollständig verabreicht ist und Yuki das Okay zur Entlassung bekommt, aber die ersten Welpen will sie schon bei sich haben. Wir sind alle sehr erleichtert, als die Tierärztin uns dann die Freigabe zur Heimfahrt erteilt und so wandern zwei gefüllte Welpenkörbe und eine frisch operierte Mama ins Auto, wo es umgehend nach Hause geht. Dort angekommen wurde für die Welpenschar alles wieder schön hergerichtet und dann folgte die bürokratische Aufarbeitung des Kaiserschnittes: alle Welpen zeichnen, wiegen und Auffälligkeiten notieren. Erst jetzt kamen wir dazu, in Ruhe die "neuen" Hundekinder in Augenschein zu nehmen und nachzuschauen, welches nun ein Mädel und welches ein Bub ist. Lustigerweise waren es im Quartett drei Jungs und ein Mädel, wohingegen beim Quintett sich das Geschlechterverhältnis genau umgekehrt verhält: Vier Mädel und ein brauner Bub:-) So besteht der B-Wurf nun aus fünf Hündinnen und vier Buben, davon sind sechs Welpen gescheckt und drei braun. 

Und um das Adventswunder zu vervollständigen: Die "Steckrübe" wog 143 Gramm und wurde mit der Flasche angefüttert, da noch zu schwach. Mittlerweile trinkt sie ebenfalls an der Zitze und hat ganze drei Gramm zugenommen, was für diesen Umstand besonders bemerkenswert ist, denn man ist schon froh, wenn sie in solchen Situationen ihr Gewicht halten und nicht abnehmen!

Auch ihre vier Kaiserschnitt-Geschwister haben alle brav zugenommen, vom Quartett zu schweigen, welches sich sowieso super macht.

Hoffen wir nun also, dass die "Steckrübe" weiterhin auf Kurs bleibt und alle Welpen weiter so schön gedeihen!

Wir sind ungemein stolz auf Yuki, die ihre Sache so toll meistert und freuen uns natürlich ungemein über diesen vielversprechenden Wurf - wenn auch der Start holprig war, hier entwickelt sich eine vierbeinige Zukunft, die Hoffnung macht:-)

Hundehochzeit Anfang Oktober 2017 mit Baffy, reinrassiger Kromfohrländer

 

 

 

 

 

 

 

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