Sichtung Oktober 2016

Vom Rassezuchtverein der Kromfohrländer (RZV) her kennen wir dieses Instrument der Sichtung nicht: dort requirien sich die Zuchthunde aus einem Pool von angekörten Hunden, was da ist eine Veranstaltung, bei welcher eine bestimmte Anzahl Kromfohrländer aus den unterschiedlichsten Würfen einer Körkommission vorgestellt werden und dort ihre Zuchtzulassung erhalten - was in aller Regel der Fall ist.

Eine Sichtung ist viel aufwendiger, da es einen bestimmten Wurf betrifft und der Wurf in seinem Wesen und seiner körperlichen Entwicklung begutachtet wird. Das setzt sowohl hohes Engagement von Seiten der Züchter, aber ebenso von den Hundebesitzern voraus, welche zum Teil eine erhebliche Anreise in Kauf nehmen! Dafür an dieser Stelle ein dickes Lob - ohne die Hilfe unserer Käufer wäre eine so umfassende und kontrollierte Zucht nicht möglich!!!!

So lässt sich genau deshalb in unserem B2-Wurf auch eine "Schere" im Verhalten erkennen, was beim Aussehen hingegen nicht der Fall ist: Die vorgestellten Hunde sind ausgesprochen einheitlich und können bezüglich des Standards mit jedem reinrassigen Kromi mithalten, bzw. sind in deutlich hoher Qualität!

Im Wesen entsprechen zwei B2-linge in fast perfekter Form unseren zugegebenermaßen sehr hohen Wesensansprüchen: Kein wie beim reinrassigen Kromi häufig auftretendes und besonders bei Besuch Probleme bereitendes Territorialverhalten und hohe Verträglichkeit mit Artgenossen, das heißt kein Leinenmacho und Spazierengehen ist zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich. Eine Hündin zeigte das bei reinrasssigen Kromfohrländerhündinnen durchaus bekannte Verhalten mit ihr fremden Hunden, kurzum, eine kleine "Zicke". Aber eine sehr, sehr clevere, denn sie kennt ihre Züchterin gut und wusste genau, dass mit dieser nicht gut Kirschen essen ist, wenn man sich nicht wohlverhält;-)

Für uns immer ein wichtiger Punkt ist das Jagdverhalten unserer Nachzucht, denn dies ist für viele Interessenten eines der Hauptkriterien, unter anderem einen Kromfohrländer zu wählen. Wobei anzumerken ist, dass über das Jagdverhalten ganz offensichtlich viele Missverständnisse vorliegen und dies es wert ist, ihm einen eigenen Artikel zu widmen, zumal wir Züchterkollegen haben, welche diesen Punkt betreffend sich unserem Zwinger gegenüber sehr übler Nachrede befleißigen - natürlich ohne uns oder unsere Hunde persönlich zu kennen!

 

Als ich meinen ersten Rassehund gesucht habe, war es ebenfalls genau dieser Punkt, welcher in meiner Prioritätenliste ganz vorne stand, sollte doch meine Hündin potentieller Reitbegleithund werden! Und ich hatte Glück, denn meine erste Kromfohrländerin war eine absolute Nicht-Jägerin und Insider wissen, dass dies nicht selbstverständlich ist...

Von daher legen wir von Haus aus einen Schwerpunkt auf eine Zuchtauswahl mit dem Ziel, Nichtjäger, wie eben möglichst gesunde, vitale und im Wesen angenehme Hunde zu züchten.

Dass dies so einfach nicht gelingen kann, liegt in der Natur der Sache - aber Ehrlichkeit und Offenheit führen auch hier zum Ziel. NUR Ehrlichkeit und Offenheit führen nach unserer Erfahrung übrigens zum Ziel - weshalb wir auch mittlerweile vereinsfrei züchten, da mit RZV, IGRK und VRK  bezüglich Offenheit und Ehrlichkeit unsere sämtlichen Illusionen verlustigt gegangen sind.

So können wir festhalten, dass eine Hündin zu 99% sich im Freilauf bewegen kann, ein Rüde kann im übersichtlichen Gelände ohne Probleme unangeleint laufen, im Wald gehen die Besitzer allerdings auf Nummer Sicher, hier ist dem Herrn leider nicht zu trauen und eine Hündin läuft stets kontrolliert an der Schleppleine.

Ich persönlich ziehe es ebenfalls vor, können die Hunde überall und immer frei laufen und man muss nicht die Gegend scannen, ob nicht doch irgendwo Hase oder Reh sich tummelt und man tunlichst die Sichtung von Wild  feststellt, bevor der eigene Hund die Lunte gerochen hat und man ihn rechtzeitig anleinen kann.

ABER: alles auf einmal geht einfach nicht! Und ganz ehrlich: Für uns ist bei einer Wahl unter negativen Eigenschaften das Jagdverhalten akzeptabel, wenn ich dafür zu Besuch freundliche Hunde mit wenig Territorialverhalten habe (die eigenen Kinder danken dies in aller Regel;-) , man ohne Probleme anderen Hunden begegnen und der Hund überall hin mitgenommen werden sowie auch von Fremden angefasst werden kann!

Aber nicht nur für den Züchter ist die Sichtung interessant, auch die Halter nehmen ein Vielfaches an Information und praktischen Tipps mit nach Hause. Sei es nun die Zahnpflege betreffend oder das Trimmen, ebenso wie Erziehungsfragen beantwortet und wichtige Empfehlungen bezüglich des Hundeverhaltens weitergegeben werden.

Bei Bila hatte sich die örtliche Trimm - Fachfrau nicht an den Kopf getraut und diesen geschnitten, hier konnte ich ganz praxisnah vorführen, wie gut ein Kopf zu trimmen ist und wie ein korrekter Kromikopf auszusehen hat. Und weil es so schön war, unterwarf sich auch Bruno dieser Prozedur und es ist enorm, wie stark (und erfreulich:-) die Veränderung ist. In diesem Zuge wurde auch gleich der leicht vorhandene Zahnstein von mir entfernt - kein Tierarzt kann nun mit Narkose und Zahnsteinbehandlung mehr punkten, was uns ein wichtiges Anliegen ist, denn Narkosen sollte man wirklich nur in absoluten Notfällen anwenden!

Das Wiedersehen ist aber auch für die Zweibeiner eine wunderbare Angelegenheit sich auszutauschen und gemeinsam spazieren zu gehen - das Otterbachtal bietet hierfür eine tolle Kulisse. Und gemeinsam ließen wir den Nachmittag in geselliger Runde ausklingen, mit dem Ziel, dies im Frühjahr zu wiederholen - es war einfach schön!

Erster Geburtstag unserer B2-linge, November 2015

In unserer Geburtstagskarte für die B2-linge habe ich versucht, kreativ gleich drei Dinge auf einmal zu illustrieren:

  • der erste Geburtstag der süßen Bande
  • den auf dieses Datum fallenden 1. Advent
  • und das "Erstelldatum"

Mir hat es Spaß gemacht, diese Idee gestalterisch umzusetzen und wer mich kennt weiß, dass ich einer kreativen Herausforderung nie widerstehen kann;-)


Eine besondere Freude ist es mir jedoch, zu hören und zu lesen, dass die Hunde ihren Besitzern so viel Freude machen und eine wirkliche Bereicherung der Familie sind!


24. Februar 2015

Alle fünf Welpen sind nun glücklich in ihrem neuen Zuhause:-)

11. Februar 2015

Da waren es nur noch Zwei - letzten Freitag hat Bessie ihre Fahrt ins neue Heim angetreten und zurückgeblieben sind nun noch Bruno und Bila. Gut daß sie zu Zweit sind, denn so haben sie sich immer noch zum gegenseitigen Toben und Kuscheln.

Eine, bzw anderthalb Wochen noch, dann gehört die Aufzucht des B2-Wurfes auch schon wieder der Vergangenheit an - kaum vorstellbar, als wir noch die Tage bis zur Geburt des B2-Wurfes gezählt haben und ganz gespannt waren, was Murmel uns da schenken würde...

Briesel, Bepone und Bessie haben sich bereits bestens im neuen Heim eingewöhnt und machen ihren Familien große Freude. Sie sind dort so unkompliziert, wie sie es hier bei uns waren und machen so die Gewöhnung an das neue vierbeinige Familienmitglied leicht.

Murmel interessiert sich nur noch am Rande für ihre zwei Nachzügler, viel lieber tobt sie mit dem Rest des Rudel´s durch den Garten und hat draußen ihren Spaß. Hin und wieder nimmt sie sich ganz gezielt einen der Welpen zur Brust und piesakt ihn ordentlich, was dann in aller Regel in einem wilden Spiel endet, aber man merkt Murmel genau an: Sie findet, daß sie mit der Aufzucht ihrer B2-linge einen guten Job gemacht hat, aber nun kann damit auch Schluß sein! Und so weint sie auch keinem ihrer Kinder auch nur eine einzige Träne nach...

Als Züchter sind wir jedoch sehr zufrieden mit ihr, sie ist ihrer Verantwortung für den Wurf hervorrragend nachgekommen und von der Trächtigkeit über die Geburt bis hin zur Aufzucht hat sie in allen Phasen beste Arbeit geleistet - Danke Murmel!!!!


27. Januar 2015

Nun hat uns der Winter wieder im Griff... Nachdem schon Hoffnung aufkeimte, daß er sich praktisch abgemeldet hat, ist er nun in voller Montur wieder zurück. Aber eine Woche grün im Garten haben die Welpen verführt und so ist es ihnen auch herzlich egal, wenn der Untergrund nun weiss ist - rennen und toben kann man allemal! Und die Großen machen es ihnen entsprechend vor - wilde Jagd - und Fangspiele geniessen gerade Murmel, Neunerle und Auri - da geht es rasant im Garten zu und die Kleinen versuchen eifrig, mitzumischen. Und lernen schnell zu sein, denn sonst drohen sie über den Haufen gerannt zu werden!

Wieder ist die Zeit nur so verflogen, und am Wochenende machen sich Briesel und Bepone auf den Weg in ihre neue Heimat. Bepone wird die Nachfolge von Nickel von der Holderheide antreten und dem vierbeinigen Gefährten von Nickel, dem zurückgebliebenen "Camillo" Gesellschaft leisten - und damit wird auch klar, warum unser "Welli" nun Bepone heisst:-) Wir sind sehr gespannt, wie sich Bepone in Nickel´s Fusstapfen entwickeln wird, aber er ist ein wahrer Sonnenschein und wir können uns nichts anderes vorstellen, als daß er ein würdiger Nachfolger werden wird. Mit Briesel beginnt für ihre Familie das erste Mal das Abenteuer "Hund" und die Tage werden schon heruntergezählt.

Aber die Welpen sind so umgänglich und pflegeleicht, sie haben das erneut unter Beweis gestellt, als sie zum zweiten Mal geimpft und gechipt wurden. Selbst das Setzen des deutlich dickeren Chips brachte sie nicht aus der Ruhe, geduldig liessen sie sich zweimal pieksen, nur das Autofahren fanden sie nicht so toll und jammerten ein bisschen herum. Die schlechten Fahrbedingungen verhindern leider häufige Autofahrten, da ist der Winter doch recht hinderlich. Briesel war allerdings gestern mit Auri zusammen im Hundeladen dabei und beide lagen während der Fahrt hinten in der Box. Das passte Briesel überhaupt nicht und entsprechend lautstark tat sie dies kund. Und Auri bewies einmal mehr, wie kompetent sie im sozialen Umgang mit anderen Hunden ist, denn ohne ersichtlichen Grund so zu jammern wollte sie von Briesel nicht wirklich dulden. Also wurde sie in schönster Hundemanier von ihr reglementiert und ab da war Friede hinten. Der Hundeladen selbst ist für die Vierbeiner immer ein wahrgewordener Traum mit den vielen Leckereien und auch Briesel verlor schnell ihre Scheu und erkundete interessiert das neue Terrain. Danach wurde es ihr langweilig und getreu Auri´s Vorbild legte sie sich dann einfach hin und schlief eine Runde. Wieder daheim gab es für Alle eine Runde Knabbereien und aus jeder Ecke hörte man es dann zufrieden kauen;-)

So verfliegen die Tage mit Toben, Fressen, Schlafen, kuscheln und knuddeln...

19. Januar 2015

Die Entwicklung von Woche sechs auf die siebte Woche ist für die B2-linge ein grosser Sprung! Lief die Erkundung im "Frischluftbereich", sprich Garten erst zögerlich an, so ist er mittlerweile zum Welpenrevier erklärt und die Zwerge tummeln sich nun gerne dort. Kleine und grosse Geschäfte werden zunehmend nach draussen verlegt und nachdem sie mit der sechsten Woche die erste Parvoimpfung erhalten haben, darf auch die Nase in die weite Welt gesteckt werden.

Apropos Parvoimpfung: Die Kleinen sind vorbildlich! Kein Quietscher, kein Gejammer, die Tierärztin war begeistert. Und solange ein Geschwisterchen auf dem Tisch behandelt wurde, erkundeten die Kleinen die Praxis, die Schwänzchen hoch erhoben und wuselten neugierig herum - ein flüssiges Visitenkärtchen hinterliessen sie dann auch noch, aber das kommt davon, wenn man so aufgeregt ist und es soviel Neues zu erkunden gibt - dafür sind wir ja noch Welpen....

Seit einiger Zeit haben wir vor Ort einen Bewegungsparcour für große und kleine Zweibeiner, und diesen nutzen wir gerne für unsere Welpen als Übungsstätte - denn auch dafür eignet er sich hervorragend:-) Leider herrschten dabei keine idealen Lichtverhältnisse, weshalb die Qualität der Bilder etwas zu wünschen übrig lässt - aber für eine kleine Dokumantation erfüllen sie ihren Zweck und ich möchte sie den Lesern einfach nicht vorenthalten.

Dazu noch viele Bilder mehr aus dem täglichen Leben, wir wünschen viel Freude damit...

15. Januar 2015

Eigentlich - ja eigentlich würden die Kleinen ganz gerne die Welt da draussen etwas genauer erkunden. Ja wenn - wenn es nur nicht so kalt wäre und feucht! Verlockend fühlt sich wirklich anders an - und wie um uns zu beweisen, daß es auch anders geht, zeigte sich der Mittwoch regelrecht vorfrühlingshaft und es war ein Tag, welcher richtig Appetit auf den Frühling machte: Alle Grossen genossen ihren erhöhten Liegeplatz draussen und die Welpen wurden von Auri und Lilu fachmännisch in die animierende Nutzung des Welpenkletterturm´s eingeführt. Genuss pur und ein Tag, so richtig um die Seele baumeln zu lassen...

10. Januar 2015

Mit sechs Wochen ist unser Quintett nun richtig aktiv und das Welpenabsperrgitter ist für sie kein Hindernis mehr: Mit den Vorderfüssen an der Kante hochziehen, die Hinterbeine drücken ab, und schwupps! schon ist man dort, wo es so viel Neues zu erkunden gibt.

Die Grossen finden das manchmal sehr lästig und so lernen die Zwerge sehr schnell, daß man die erwachsenen Hunde nicht ärgern darf und es Zeiten gibt, wo sie einfach ungestört sein wollen. Auch Murmel säugt jetzt nur noch, wenn sie Lust hat und es ist gut, daß das Sofa ein bequemer Zufluchtsort ist, wo die Kleinen noch  nicht hinkommen.

Immer wenn die Terrassentüre aufgeht um die Grossen in den Garten hinaus zu lassen, geht die Rasselbande mit - aber spätestens am Terrassenrand stoppen sie, denn im Garten war ihnen einfach zu viel Schnee und jetzt ist es so nass, daß sie auf eine weitere Erkundung gerne verzichten. Aber was noch nicht ist, das wird - und in diesem Alter ganz schnell und so bin ich sicher, daß sich näches ste Woche der Bericht schon ganz anders lesen wird....

Die ganzen Aktivitäten haben sich jedoch nicht sichtbar auf ihr Äusseres ausgewirkt, immer noch sind sie rund und knuffig und Futter hat nach wie vor wenig Attraktivität.

Gewichtsmässig passen sie sich den Kromfohrländergewichten an:

Nummer 1 wog gestern 2565 Gramm

Nummer 2, unser "Welli", 2530 Gramm

Nummer 3, "Zornigel", 2250 Gramm

Nummer 4 ist mit 2805 Gramm die Schwerste der Fünf

und Nummer 5 bringt es auf 2450 Gramm.

4. Januar  2015

Wie beschreibt man am besten einen Wurf, der so vollkommen problemlos sich quasi von selbst aufzieht? Sicherlich ist für uns der Kontrast zu Viva´s elf Welpen extrem und "nur" fünf Welpen ziehen sich im Vergleich dazu wirklich "von alleine" auf...

Aber tatsächlich ist es so, daß wir nicht viel mehr zu tun haben, als den Welpenauslauf zu säubern und den Rest der Zeit können wir die Kleinen nach Herzenslust knuddeln und herzen. Murmel gibt offensichtlich eine ausgeprochen nährstoffreiche Milch, denn nach wie vor gelingt es uns wenig, das angebotene Futter den Welpen schmackhaft zu machen und so reicht es tatslächlich aus, wenn man ihnen einmal am Tag eine Fleisch-oder Hüttenkäse-Mahlzeit anbietet, mit der Mama dahinter, welche sich über die Extraportion schon freut!

Natürlich hängen die Zwerge mit der Nase auch schon vor der Terrassentüre, aber wenn man ihnen diese dann öffnet, schreckt sie die Kälte doch noch sehr ab - wobei sie durchaus schon mit den Pfötchen das weisse Etwas testen. Um dann schnell einen Rückzieher zu machen:-) Aber der Auslauf reicht ihnen zum Toben allemal und wozu hat man Spielkameraden wie Auri und Lilu? Dann queren regelmässig die Katzen das Welpenrevier und immer wieder findet sich etwas Neues im Auslauf, was es zu erkunden gilt. Auch akkustisch wird nun fleissig trainiert, im Hintergrund läuft eine Geräusche-CD, so daß sie, auch wenn sie zum Beispiel einen Bahnhof nicht kennen, die Geräuschkulisse jedoch verinnerlicht haben und so dem "Neuen" schon mal ein möglicher Schrecken genommen ist...


27. Dezember 2014

Die ersten Mäusezähnchen sind spürbar, sichtbares Zeugnis dafür, daß es "kleine Raubtiere" werden;-) Aber nicht nur die Zähnchen legen darüber Zeugnis ab - auch der Auslauf hat mittlerweile seine normale Grösse angenommen. Und wenn die Kleinen wach sind, dann tummeln sie sich eifrig, da wird erforscht, gespielt, die Kräfte werden gemessen und sie bieten uns durchaus auch das eine oder andere Konzert, denn an Stimme fehlt es den Zwergen wahrlich nicht! Ab der dritten Woche haben wir wie üblich mit der Fütterung von Tatar angefangen, aber besonders gross war das Interesse daran nicht. Kein Wunder! Dank reichlicher Muttermilch sind die Welpen dick und rund und haben dadurch keinen "Grund-Hunger", weshalb vom teuren Tatar gnädigerweise ein paar Happen genommen werden, aber insgesamt halten sie die Handfütterung für überflüssig. Auch in der vierten Woche wird die Tatarfütterung nur halbherzig angenommen - es geht doch nichts über das weisse Gold der Mutter und so rund, wie sie aussehen, werden sie zunächst weiterhin zögerliche Fresser bleiben. Was die anderen Vierbeiner nun gar nicht verstehen können, denn nicht nur die anderen Hunde, auch die Katzen sitzen erwartungsvoll neben den Welpen und wollen allzugerne an dem feinen Schmaus partizipieren! Und so manches Mal gelingt ihnen das auch, indem sie regelrechten "Mundraub" begehen und den Welpen das Tatar aus dem Mäulchen klauen. Was diese nicht stört, denn noch sehen sie darin keine verteidigungswerte Ressource. Aber es ist ein nettes Bild, wie da friedlich vereint eine ganze Hunde- und Katzenschar vor den Welpen sitzt und sehnsuchtsvoll bei der Fütterung zuschaut. Und es ist nicht nur ein friedliches Bild, sondern auch Beleg dafür, wie harmonisch der Umgang von unseren Hunden und Katzen untereinander ist, denn weder Eifersucht noch Futterverteidigungsverhalten lässt unter unseren Vierbeinern Unstimmigkeiten aufkommen und selbst die Hundemutter sieht keinerlei Anlass, ihre Welpen gegen bellende und miauende Familienmitglieder "schützen" zu müssen. Im Gegenteil: seit der dritten Woche erhalten wir allerlei Besuch und wenn Murmel auch zur Begrüssung ordentlich bellt - jeder darf zu den Welpen hin, sie streicheln und knuddeln und sich an ihnen freuen - Murmel´s Vertrauen, daß ihnen dabei nichts passiert ist selbstverständlich. Und ist sie bei ihren vierbeinigen Freunden, welche ebenfalls schon zu Besuch kommen, am Anfang etwas vorsichtiger, so können auch diese schnell entspannen, denn Murmel traut auch ihnen nichts Böses zu. Es sind aber auch genügend "Aufpasser" für die Welpen da, denn Auri und Lilu befinden sich genauso oft im Auslauf, wie ausserhalb. Beide finden es einfach spannend, sich mit den Zwergen zu beschäftigen und so übernehmen sie die gleichen Aufgaben wie in einem intakten Wildrudel, wo es Aufgabe der Junghunde ist, die Aufzucht der Welpen zu unterstützen.

14. Dezember 2014

In zwei Wochen haben die Welpen ihr Gewicht bereits verdreifacht - und so sehen sie auch aus:-) Aber das wird sich ganz sicher in den nächsten Wochen ändern, denn bereits jetzt fangen die Kleinen an, sich hochzustemmen und auch wenn alles noch sehr wackelig ist und keine wirklich beachtenswerte Strecke zurückgelegt werden kann, sie sind auf dem besten Weg, aktiv ihre Umgebung zu erkunden. Dazu gehört es natürlich auch, die Geschwister zu benagen und damit beginnt die erste Interaktion zwischen den Welpen.

Murmel kümmert sich wunderbar um ihre Kleinen, aber sie ist mittlerweile auch sehr entspannt, was die interessierten Rudelmitglieder betrifft: Auri und Lilu konnten es die ganze Zeit schon nicht erwarten, bis sie endlich in die Wurfkiste durften und endlich ist es soweit und Beide sind nun regelmässig drin und zählen die Welpen durch. Ihre Neugier und ihr Interesse ist grenzenlos, allerdings sind sie ruck-zuck aus der Kiste, sobald die Welpen ihnen an die Zitzen wollen. Das kommt ihnen dann doch zu suspekt vor und sie ziehen die Flucht aus der Wurfkiste vor - um kurze Zeit später davorzustehen und wieder einzusteigen.

5. Dezember 2014

Der Unterschied zwischen 11 Welpen wie bei Viva´s A2-Wurf und 5 Welpen bei Murmel ist ein sehr entspanndender:-) Das Quintett liegt schön übersichtlich in der Wurfkiste, ein Blick und alles ist klar. Bei 11 Welpen musste man da erst mal durchzählen und nachsehen, ob nicht ein Welpe aus Versehen unter die Decke oder hinter die Mama gerutscht war und zu ersticken drohte. Die B2-linge hingegen sind so schwer, die könnte Murmel gar nicht erdrücken und so vergehen auch die Nächte sehr ungestört.

Wir waren ja sehr gespannt, wie Murmel mit dem Hunde- und Katzenrudel umgehen wird, wenn sie ihre Zwerge auf die Welt gebracht hat und sie verhält sich bezüglich der Katzen genauso wie Viva: Die haben in der Nähe der Wurfkiste einfach nichts zu suchen und werden gnadenlos weggescheucht. Aber auf der anderen Seite zeigen die Katzen auch nicht sonderlich viel Interesse an den Hundekindern, so daß Murmel hier nur selten aktiv werden  muss. Sehr besorgt gegenüber dem Hunderudel zeigte sich Murmel eigentlich nur am ersten Tag, da wollte sie auch keine Blicke der Hundefreunde in die Wurfkiste dulden. Aber mittlerweile dürfen sich alle direkt an und neben der Wurfkiste aufhalten und einen Blick riskieren, ohne gleich eine klare Ansage zu erhalten. Natürlich an vorderster Front ist hier unser Lilüchen, die ja schon beim A2-Wurf eine liebevolle Ersatzmama abgegeben hat. Und ihr Blick sagt deutlich, daß sie sich auch beim B2-Wurf nur zu gerne an der Aufzucht beteiligen würde - was ihr aber momentan noch durch Murmel verwehrt bleibt. Sie jedoch nicht daran gehindert hat, sich in einem passenden Moment die Welpen schon mal genau anzusehen, denn wenn schon die Mama mal in den Garten muss, dann kann man ja die aufsichtslose Zeit gleich für eine Kontrolle nutzen:-) Viva hält sich dezent zurück - verständlicherweise, sie hat ja gerade einen tollen Job abgeliefert und hat sich eine Pause wahrlich verdient. Neunerle und Grace verhalten sich wie immer: man riskiert einen Blick und das reicht. Sieht nach Arbeit aus und da halten wir uns mal lieber raus, so könnte man ihr Verhalten vielleicht am besten umschreiben! Erstaunt hat uns allerdings unsere kleine Auri. Wie Lilu nützte sie die Gunst der Minute als die Welpen mutterlos in der Kiste lagen und taps, taps, schon stand sie mit den Vorderbeinen in der Wurfkiste drin und beschnüffelte ausgiebig die neuen Erdenhundlinge. Und wie vorsichtig sie dabei zu Werke ging! Da wurde jeder Schritt genau balanciert, damit sie ja auf keinen Welpen tritt und so stand sie dann mit allen vier Beinen in der Wurfkiste drin mit einem richtig seligen Blick in beiden Augen. Und auch die Welpen reagierten seismographisch und suchten sogleich die für sie wichtige Quelle - was Auri dann doch zu viel des Guten war und schwupps, war sie mit einem Satz wieder draussen.

Aber die Neugier treibt sie immer wieder zur Wurfkiste hin und ich kann mir vorstellen, daß Lilu und Auri sich am liebsten zu Murmel dazulegen würden. Mal sehen, wann Murmel das erlaubt....

Der erste Fremdbesuch hat auch schon die Welpenschar bewundert und auch wenn Murmel erst einmal laut darüber schimpfen musste, so liess sie es problemlos zu, daß Doro einen Blick auf die Welpen werfen durfte und Murmel wiederum wollte natürlich im Gegenzug dafür auch ein paar ausgiebige Streicheleinheiten, die sie gerne bekam.

2. Dezember 2014

Juhu, es ist geschafft! Murmel hat am Wochenende vom 29. auf den 30. November den heiss ersehnten B2 - Wurf zur Welt gebracht und uns von unserer Spannung erlöst:-)

Auf zwei Buben, welche zuerst das Licht der Welt erblickten, folgten drei muntere Mädels und wenn sich Murmel bei der Geburt auch Zeit gelassen haben mag, so ist dies sicherlich dem Umstand geschuldet, daß sie wahrhaftige Brummer in die Welt gesetzt hat. Durchschnittlich 400 Gramm brachten die Welpen auf die Waage - bei einem zu erwarteten normalen Welpengewicht von um die 250 Gramm eine echte Leistung. Kein Wunder, wenn diese Hundekinder schon viel älter aussehen, als sie es tatsächlich sind....Wunderschön gezeichnet und vor allen Dingen unschlagbar vital: kaum geschlüpft dockten sie auch schon bei der Mutter an und liessen die Zitze nicht mehr los. Und nehmen seither kontinuierlich und vor allen Dingen gleichmässig zu - das Züchterherz ist begeistert.

Die Nummer Eins:

Ein rot-weisser Rüde, welcher um 21:27 Uhr das Licht der Welt erblickte.

Mit 392 Gramm für Murmel echte Schwerarbeit bei der Geburt. Nicht nur wunderschön gezeichnet, sondern auch von besonders schöner Farbe - ein gleichmässiges rot mit weiss. Ein perfekter Anfang:-)

Die Nachgeburt wurde von Murmel umgehend entsorgt, wunderbar!

Anderthalb Stunden später folgte die Nummer Zwei, ein weiterer Rüde, mit durchgehender Blesse.

Stolze 403 Gramm brachte er auf die Waage und war damit der Schwerste im Bunde. Sein besonderes Kennzeichen ist ein weisser Fleck im rechten Ohr und auffällig ist natürlich seine Fellstruktur, welche sich deutlich von seinen Geschwistern abhebt - die Zeit wird zeigen, wie er sich in dieser Hinsicht entwickelt.

Als Nummer Drei kam bereits nach 20 Minuten das erste Mädchen zur Welt und mit 393 Gramm machte sie im Gewicht keinen Unterschied zu ihren Brüdern. Dafür in der Farbe, denn am Körper ist sie momentan tricolor und am Kopf braun-weiss. Die Farbe wird sich im Verlauf der Wochen sicherlich noch verändern, man darf gespannt sein.

Leider eine Kandidatin mit Wolfskrallen an beiden Hinterläufen, welche jedoch bereits entfernt sind.

Dafür mussten wir uns wieder zwei Stunden gedulden, bis die nächste Hündin geboren wurde.

Um 1:23 Uhr war es dann aber soweit und mit 387 Gramm konnte sie gut mit ihren Geschwistern mithalten. Wie ihre Vorgängerin verfügte sie an beiden Hinterläufen ebenfalls über Wolfskrallen.

Ein gleichmässiges braun - weiss kennzeichnet sie und auch ihre Farbverteilung ist wie erwünscht - wir können wirklich zufrieden sein!

Den Schluß lieferte Hündin Nummer Fünf, diesmal ohne Wolfskrallen. Dafür fehlte jedoch deren Nachgeburt, kein Wunder, denn sie purzelte praktisch von alleine heraus. Somit war um 2:20 Uhr die Geburt beendet und Murmel lag zufrieden und müde mit ihren Fünfen in der Wurfkiste. Mit 375 Gramm ist sie das "Leicht -

gewicht" des Quintett´s, aber wie ihre Geschwister wunderschön von Farbe und Zeichnung.

29. September 2014

Was gibt es für einen Züchter schöneres, als eine harmonische, unkomplizierte Hundehochzeit?

Murmel war von unserer Wahl auf jeden Fall hin und weg und umgekehrt verhielt es sich ebenso:-) Und so dauerte es nicht lange, und die Zwei waren sich einig - und dies auch noch am nächsten Tag.

So heisst es nun wieder einmal: warten, warten, warten....

Aber das tun wir gerne und hoffen natürlich auf Erfolg, denn Beide zeichnet ein freundliches und offenes Wesen aus, beste Voraussetzungen für ebensolche Kinder!

Murmel weist bei bekannter Abstammung einen Kromfohrländeranteil von 25% auf, beim Vater handelt es sich um einen reinrassigen Kromfohrländer mit einem 100%-igen  Anteil, was bei ihren Kindern zu 62,5% Kromfohrländerblut führt - ein für uns sehr entspannender Anteil, welcher Risiko und Nutzen in einem ausgewogenen Gleichgewicht hält.

Unser Murmeltier:-)
Unser Murmeltier:-)

Unsere Murmel macht es mit ihren Läufigkeiten ja immer sehr spannend  - das Wort "Rhythmus" kennt sie nicht, und so ist es stets eine Überraschung, wenn sie die ersten Anzeichen der Hitze erkennen lässt. Und gestern war es dann soweit:-)

Wenn alles klappt, dann wird sie in zwei Wochen von einem reinrassigen Kromfohrländer gedeckt werden und Anfang Dezember könnte es dann heissen: "Die B2 - linge sind da!"

Aber soweit sind wir noch nicht, ein Schritt folgt dem anderen und so werden wir berichten, wenn das Decken geklappt hat und hoffen auf eine erfolgreiche Hundehochzeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

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