23. November 2015

Nur noch zwei Welpen begleiten uns und so ist der Zeitpunkt erreicht, ein erstes Fazit zu ziehen. Es sind viele Würfe und viele Welpen, über die wir berichten können und jeder Wurf und jeder Welpe zeichnet etwas Besonderes aus, so auch die C2-linge. Und was bei diesen Hundekindern auffiel, war die Ruhe und Gelassenheit, welchen den Gesamtwurf in der Aufzucht auszeichnet. Einfach brave Welpen - nie besonders laut, sehr schnell sauber, unkompliziert beim Fressen, kein Welpe hatte beim Autofahren Probleme, sprich keiner hat gespuckt - auch nicht bei den zum Teil langen Heimfahrten. Alle haben schnell gelernt unsere Katzen zu respektieren, was den Einzug für diese Familien viel einfacher gestaltet, welche bereits miauende Vierbeiner zur Familie zählen und ihre Kinderfreundlichkeit haben die Großen wie die Kleinen mit dem vielen Besuch mehr als genügend bewiesen. Allein Murmel wollte während ihrer Aufsichtsphase die Kinder nicht mit den Welpen zusammen lassen und man konnte bei ihr gut beobachten, wie dieses "Hüten" immer weniger wurde, je älter die Welpen dann waren. Die Mutterrolle stand ihr somit gut zu Gesicht und Neunerle war sichtlich froh, sich nicht toujours mit den Zwergen beschäftigen zu müssen. Sobald die Welpen dann verinnerlicht hatten, dass mit keiner Milch mehr zu rechnen ist, fanden die beiden "Mamas" es auch sehr schön, die Hundekinder zu bespielen, was allerdings nicht immer auf Gegenliebe stieß, denn da ging es manchmal ordentlich bunt zu. Doch nie wurden Grenzen überschritten, weshalb man dem Treiben immer sehr entspannt folgen konnte.

Carli, Copy, Calito, Cira, Carino und Caruso
Carli, Copy, Calito, Cira, Carino und Caruso

10. November 2015

Vorbei ist die Zeit der Zahlen - na ja, das stimmt so auch wieder nicht, denn eigentlich hatten drei Welpen bereits Rufnamen, welche sich geradezu von selbst anboten:

Unsere Nummer Drei und Mädel Nummer Eins hat die Rückenzeichnung spiegelverkehrt von ihrer Mutter übernommen, da kann man in einem C-Wurf eigentlich auch nur "Copy" heißen - und es freut uns sehr, auch die neuen Besitzer werden sie so rufen. Was sehr praktisch ist, hört sie doch schon sehr schön darauf !

Auch Nummer Vier hatte ganz schnell seinen Namen weg, denn bereits im zarten Alter von ein paar Tagen entstand von ihm ein videoclip, auf dem zu sehen und zu hören war, wie schön er singen kann - wohlgemerkt: singen! Nicht jammern,nicht weinen - singen! Und so ein toller Sängerknabe ist ein zukünftiger "Caruso". Mit besten Voraussetzungen, kommt er doch zu einer Familie mit Berufsmusiker - wenn das kein Omen ist!

Unser kleines Sorgenkind hieß bei uns die "Cleene", was auch im Wurf sehr gut zu ihr gepasst hatte, sie war eben auch die Kleinste. Bei ihren neuen Besitzern wird es eine "Cira" sein und hier haben wir wieder eine klassischen "Topf - Deckel" Geschichte, denn wir glauben einfach, dass unsere Cleene genau für diese Familie geboren wurde:-)

Die andere Hälfte des Wurfes waren "Zahlenkinder" und da wir erst frühestens ab dem Alter von sieben Wochen zuteilen, hat es entsprechend lange gedauert, bis die Namen nun endgültig feststanden - so hört der Einser in Zukunft auf "Carino", der Zweier wird "Calito" gerufen und das Fünferle nennt sich nun "Carli" - und alle haben die zu ihrem Wesen passenden Familien gefunden und so kann bald im neuen Heim das Abenteuer "vierbeiniges Familienmitglied" starten....

Carino, der "Einser"

Calito, die Nummer Zwei

Copy, Nummer Drei und Mädel Nummer Eins

Caruso, unser Sängerknabe und Nummer Vier

Carli, unsere Nummer Fünf

Cira, unsere "Cleene", die Letztgeborene und kein Sorgenkind mehr:-)

3. November 2015

Eingeschränktes Gehen - so könnte man diese Phase am besten umschreiben. Die Welpen bestreiken erfolgreich den Auslauf und haben seit einer Woche die Küche okkupiert und nun man macht man das, was man als Kind immer verboten bekommen hat: man schlurft! Denn egal was man tut und wohin man geht - die Welpen wuseln ständig um einen herum. An Arbeit ist nicht wirklich zu denken, denn auch draußen legen sie sehr großen Wert auf zweibeinige Gesellschaft und es bedarf schon geschickten taktierens, um wieder hineinzugehen, ohne die Welpen im Schlepptau zu haben. Nun ist es ja bei diesen sonnigen Tagen nicht wirklich eine Strafe mit den Kleinen im Garten zu sein, aber von alleine tut sich die Arbeit drinnen leider auch nicht... Aber da es eine sehr begrenzte Zeit ist, welche die Welpen hier verbringen, nehmen wir uns diese gerne. 

Wie schon prognostiziert haben die Welpen nun auch den Hundetisch als Abenteuerspielplatz entdeckt und nutzen diese Klettergelegenheit fleißig - und so ist es ein fröhliches hinauf- und hinunter, dazwischen wird wieder der Apfelbaum bearbeitet und zu gerne würden sie auch das Trampolin erkunden, denn es fasziniert die Kleinen enorm, wie die Großen hineinspringen und offensichtlich einen Riesenspaß darin haben. Aber was nicht ist, kann noch werden - die Kinder sind diese Woche auf einem Technik-camp, aber wenn die Sonne auch nächste Woche noch lacht, werden sie die Zwerge sicherlich mit diesem tollen "Spielplatz" bekannt machen:-)

Regelmäßig haben die Kleinen Besuch, mal mit und mal ohne Hunde und auch die zukünftigen Besitzer lieben es, "ihren" Hund zwischendurch knuddeln zu können - und so haben am Sonntag zwei Familien die Gelegenheit genutzt und am ersten Ausflug teilgenommen. Das zukünftige vierbeinige Familienmitglied durfte im eigenen Auto bereits mitfahren und so konnten die neuen Besitzer zum ersten Mal Verantwortung für ihren Zwerg übernehmen. Dieser erste Ausflug führte uns zum örtlichen Bewegungsparcour, welcher immer sehr interessant ist, sowohl für Zwei- als auch für Vierbeiner, denn da gibt es immer viel zu entdecken und zu beobachten:-) Und kein Wunder, dass die muntere Gesellschaft anschließend ausgiebig geschlafen hat.....

Grosser Ausflug zum Bewegungsparcour

27. Oktober 2015

Jetzt sind sie da - goldene Herbsttage! Und was soll ich sagen? Die Welpen genießen die güldenen Sonnenstrahlen. Am Anfang zögerlich, aber mittlerweile ganz selbstverständlich nutzen sie den Garten, toben mit den Großen draußen herum und wagen sich auch schon einmal bis zum Apfelbaum vor. Auch der Hundetisch wird immer interessanter, denn ein "Schwupps!" und weg sind die Großen. Das macht natürlich neugierig, aber im Moment wird der Hundetisch noch von unten ausgekundschaftet, reichlich zu riechen und zu entdecken gibt es auch dort.

Um kleine und große Geschäfte gleich im richtigen "Bereich" anzutrainieren, füttern wir die Zwerge wann auch immer es geht draußen, allerdings sind die Kleinen schon jetzt sehr reinlich, man findet morgens kaum Würstchen, denn viel lieber erledigen die Welpen diese Angelegenheit in einer Ecke im Garten, auf jeden Fall schon sehr weit entfernt von ihrer "Spielwiese", hier schlägt sicherlich die Reinlichkeit der Kromfohrländer durch - was natürlich auch für uns sehr angenehm ist, bleibt doch der Auslauf sehr sauber.

Unsere bewährte Futtermischung von Professorin Dr. Kienzle wird gerne angenommen, futtermäkeln kennen sie nicht und so stehen sechs Welpen um ihren Futterring und putzen zum Leidwesen der Großen, welche auf Reste spekulieren, alles razt-fatz weg.

Auch die unterschiedlichen Charaktere lassen sich nun erkennen, was bei der Welpenvergabe die Voraussetzung für die Zuteilung der Kleinen an ihre zukünftige Familien ist. Da gibt es den vorsichtigen und unaufälligen Zweier, den superanhänglichen Fünfer, die geschickte Copy, die mit einem Satz über die Absperrung hüpft, die - wen wundert es - sehr schmusige "Cleene", den entzückenden Einser, der mit seinem Charme jeden um den Finger wickelt und unserer Kinder Liebling, der "Sängerknabe" Caruso - es sind nun wirklich schon kleine Persönlichkeiten, die sich uns hier präsentieren und es macht so viel Freude, ihre Entwicklung zu beobachten! 

Interessant ist es bei jedem Wurf wie sich die Welpen bei ihrer ersten Autofahrt zum Tierarzt benehmen und wie sie die Impfung wegstecken. Da Neunerle nicht mehr säugen will haben wir zu den Welpen in die Autobox Murmel dazugetan, welche ihrem Job ganz souverän erledigte und vorbildlich vorführte, dass so eine Autofahrt etwas ganz Selbstverständliches ist und ihnen die nötige Ruhe und Sicherheit gab. Mit drei Welpen auf dem Arm ging es dann ins Sprechzimmer und der erste Welpe kam auf den Tisch, liebevoll begrüsst von unserer Tierärztin. Augen, Mäulchen, Ohren, alles wird vorher noch kontrolliert und dann wird die Spritze zum "Pieks" aufgezogen und zügig geimpft - das Ganze mal sechs und man mag es kaum glauben: die Welpen haben nicht einmal die winzigste Reaktion gezeigt!

So selbstverständlich und unkompliziert, so freundlich und gelassen haben sie diese Prozedur hingenommen, die Welpen zeigen sich im Wesen einfach klasse! 

Bei der Rückfahrt haben dann alle Welpen mit Murmel friedlich in der Box geschlafen und man hätte sicherlich noch lange mit ihnen fahren können, ohne dass man sie hinten bemerkt hätte. 

Aber der erste Ausflug sollte auch noch stattfinden und eine schöne Wiese am Waldrand war nach dem Tierarztbesuch unser erklärtes Ziel. Wie eine Entenmama lief nun Murmel den Welpen voraus und die ganze Welpenschar eifrig hinterher. Am Waldrand legten wir eine schöne Erkundungspause ein und diese nutzen die Welpen ausführlich, wie die Bilder zeigen. Bei so einem schönen Wetter macht so ein Ausflug richtig Laune und auch der Fotograf hat daran Freude und somit zogen Zwei- und Vierbeiner anschließend zufrieden nach Hause:-)

19. Oktober 2015

Wir haben kein Sorgenkind mehr! Die Kleine frisst mittlerweile wunderbar und wie gewohnt bekommen unsere Welpen eine ihrem Alter angepasste Rohfütterung. Diese wird prima angenommen und dafür sprechen auch die Gewichte: Um die zwei Kilo bringen die Kleinen auf die Waage. Natürlich sind sie auch entwurmt, die Kleinste aller Übungen: Auf den Arm, Mäulchen auf, Paste ins Mäulchen geschmiert, Mund zu und ab zurück in den Auslauf. Es sind vollkommen unkomplizierte und sehr freundliche Welpen. Was bei diesen Eltern nicht wirklich wundert, denn Neunerle lässt jeden Menschen, ob groß oder klein, ihre Welpen bewundern und streicheln - unter einer Bedingung: Sie will auch ihre Streicheleinheiten bekommen!!!!

Aber ansonsten tut ihr das Säugen sehr weh, die Zähnchen sind spitz und schmerzhaft und so ist sie Murmel sehr dankbar, welche Mutterstelle komplett angenommen hat und mehr oder weniger ständig mit ihnen kuschelt - und ihre Zitzen als Schnuller zur Verfügung stellt;-)

Zum Spielen ist die Auswahl für die Zwerge grösser, denn die "Youngster" stellen so langsam fest, dass man mit den Minis etwas anfangen kann. Nur übertreiben darf man noch nicht, zu schnell sind sie überrannt und noch leicht überfordert in Tempo und Geschicklichkeit. Aber da werden sich die sich noch wundern - nächste Woche geht die Post ab!


13. Oktober 2015

6. Oktober 2015

Was gibt es Schöneres, als wenn die Welpen nun die Augen offen haben, die Öhrchen einen "Eingang" zeigen, erstes Spielverhalten sichtbar wird und, vor allen Dingen, man schon das erste "Anwedeln von Menschen" bei den Welpen beobachten kann? Man schmilzt dahin, wenn man den weiß-braunen "Haufen" sieht, erst recht, wenn man sie in der Hand hält, in ihre Äuglein schaut und mit ihnen schon so richtig herumschmusen kann. 

Passend zur dritten Woche haben die Welpen nun den dritten Umzug erfolgreich hinter sich gebracht, die Aktivitäten der Kleinen zeigten eindeutig, dass ein Auslauf auf dem Boden angebracht ist und dieser eröffnet nun auch dem gesamten Rudel Zugang zu den Welpen.

Und alle Vierbeiner interessieren sich für den Nachwuchs, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung: An erster Stelle sei hier Murmel genannt, die sich zur Ersatzmama aufgeschwungen und die Kleinen komplett adoptiert hat. Gerne würden auch Auri und Lilu das Ihre zur Betreuung beitragen und sie versuchen, so oft wie möglich Kontakt mit den Kleinen aufzunehmen, argwöhnisch beäugt von: Murmel!

Nachdem Neunerle Murmel nun zu den Zwergen lässt, meint sie, dieser Verantwortung höchst gerecht werden zu müssen, indem sie den Rest des Rudels kontrolliert und wie Neunerle die Besuche nur sehr ausgesucht zulässt. Aber dem kann man entspannt entgegensehen, die Entwicklung der Welpen geht so rasant vonstatten, dass so eine Kontrolle nur für kurze Zeit möglich ist - zu schnell sind die Welpen so mobil, dass sie jeglicher Aufsicht einzelner

"Mama´s" entrinnen können und jedes "pflegewillige" Rudelmitglied somit seiner Aufgabe nachkommen kann.

Auch hat die erste Tatarfütterung begonnen, leider nur mit begrenztem Erfolg: die Milch ist offensichtlich extrem nahrhaft und ausgesprochen lecker - da vermochte das Tatar nur bedingt Begeisterung auslösen. Zwar wurde es mit viel Ermunterung unsererseits vom Einen oder Anderen Welpen angenommen, aber Begeisterung sieht nun einmal ganz anders aus!

Und ausgerechnet das Sorgenkind hat nur ein allerwinzigstes Stückchen des feinen Fleisches probiert - und gerade so abgeschluckt und es dabei belassen: Milch schmeckt ihr eindeutig momentan noch besser. Schade, uns hätte es sehr gefallen, wenn sie mit mehr Appetit zugelangt hätte, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die Sorgen sind nicht mehr so groß, denn die Flasche ist inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden und eine für sie sinnvolle Ergänzung zur Muttermilch, welche sie natürlich nach wie vor bekommt. Und wenn sie auch gewichtsmäßig leichter als die Geschwister ist, so ist das in der richtigen Relation zu sehen, denn vier Geschwister haben mit drei Wochen ihr Gewicht verfünffacht und zwei haben ihr Gewicht vervierfacht und da ist die Kleine natürlich dabei! Und wenn man eine alte Faustregel in der Welpenaufzucht betrachtet, die da heißt: "Innerhalb von zwei Wochen sollten Welpen ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben", dann kann man bei den Zunahmen unserer Welpen sehr entspannt sein und darf sich auch nicht wirklich wundern, wenn das Tatar nicht erste Priorität hat!


28. September 2015

Unsere Fellnasen waren nun schon seit zwei Wochen immer seht intensiv am Schnüffeln, wenn es nach draußen ging, denn in der Einfahrt und hinter zur Wiese war die Lösestelle für Neunerle - und die roch einfach hochinteressant. Besonders den Welpentanten Auri und Lilu konnte man ihre Erwartung diesbezüglich von der Stirn ablesen: "Wann dürfen wir endlich die Welpen in natura kennenlernen?" Und so war die Aufregung groß, als die Wurfkiste ihre Reise eine Etage tiefer antrat und mit ihr natürlich Neunerle und die Welpen;-)

Um den notwendigen Abstand zu gewähren, fand die Wurfkiste ihren Platz diesmal auf dem Sofa und das fand Neunerle prima, denn so hat sie die volle Übersicht und kann jegliches Kommen und Gehen wunderbar kontrollieren. Und sie passt sehr gut auf ihre Kleinen auf, wehe, ihre Toleranznähe wird überschritten, da wird sie dann sehr eindeutig! Und die anderen Hunde akzeptieren dies anstandslos - nie würde es einer der Vierbeiner wagen, ungefragt in die Kiste zu steigen, auch wenn sie noch so sehr lockt. Aber Lilu, Auri und Rippchen warten sehnlich darauf, endlich ihren Rudel-Aufgaben nachkommen zu dürfen. Nur Murmel hat es einmal geschafft in einem unbeobachteten Moment, als Neunerle im Garten war, in die Wurfkiste einzusteigen und ganz schnell hat sie sich hingelegt und die Welpen um sich herum geschoben. Aber genau so schnell war sie auch wieder draußen, als Neunerle wieder rein kam;-) 

Tja, und dann ist da natürlich noch unser Sorgenkind - eine kleine Kämpferin, die jeden Tag aufs Neue beweist, dass sie in dieses Leben hineingeboren wurde und es auch leben will. Und nimmt sie auch täglich im Mittel zwischen 20 und 40 Gramm zu, so klafft doch die Schere zwischen den Geschwistern immer mehr auseinander, denn diese nehmen dann doch gewaltig zu - so haben noch vor Vollendung der zweiten Woche alle bis auf die Kleine ihr Gewicht verdreifacht und der Rüde Nummer Zwei hat bereits die Ein-Kilo-Marke geknackt!

Da die Geschwister so viel kräftiger sind, bekommt die Kleine ihre Extraportion "Kraft" via Ersatzmilch und glücklicherweise nimmt sie diese mittlerweile willig an. Noch ist also weitere Fürsorge vonnöten, aber diese leisten wir in diesem Fall gerne.

20. September 2015

Nun ist der Wurf heute am Sonntag bereits sechs Tage alt und ein Bericht über die Geburt und die Entwicklung der Welpen ist längst überfällig. Das hat zum Einen die Technik verhindert und zum Anderen hat uns dieser Wurf im Besonderen eingespannt.

Neunerle hatte beschlossen den letzten bayerischen Ferientag zum Geburtstag der C2-linge zu machen und alles fing ganz normal an: Wehen, Welpe, Pause - Wehen, Welpe, Pause etc. Die geborenen Welpen zeigten sich alle auffallend agil und fit, tranken, kaum einmal Luft geholt, sofort an Mama´s Zitze und kamen samt Nachgeburt und ohne Wolfskrallen auf die Welt.

So weit, so gut. Dann kam Welpe Nummer Vier: Es machte einfach "Plopp!" Keine Wehe, keinerlei Geburtsanzeichen, Nichts! Gemerkt haben wir es, weil sie so auffällig hinten schleckte...Danach längere Pause und dann wieder einfach ein "Plopp"! - Welpe Nummer Fünf war auf gleichem Weg dem Geburtskanal entlassen.

Offensichtlich geht Geburt auch ohne Wehen;-)

Dann passiert lange, lange überhaupt nichts mehr.

Die große Frage: Ist noch ein Welpe drin oder nicht?

Es muss noch ein Welpe drin sein, denn immer wieder zeigt Neunerle anhaltendes Hecheln und nachdem alle Welpen brav ihre Nachgeburt mitgebracht hatten, konnte es kein Nachgeburtshecheln sein. Die Zeit wird allerdings immer lang und länger und keines der homöopathischen Wehenmittel treibt die Geburt voran.

Das ist ungewöhnlich, handelt es sich doch um Altbewährtes. Nun heißt es sich in Geduld üben und nicht die Nerven verlieren. Was sich auszahlt, denn Schwupps - da kommt der letzte Welpe hinausgeschlüpft. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn es ist keinerlei Eigenbewegung beim Welpen erkennbar und beim Hochheben auch keinerlei Tonus sichtbar. Sprich der Welpe hängt wie ein nasses "Säckchen" vorne und hinten auf der Hand hinunter und ist vollkommen leblos.

Also, Notfallprogramm wird gestartet: Die Kleine kam ohne Fruchthülle, damit hatte sie vermutlich zu wenig Sauerstoff und gleichzeitig mit hoher Wahrscheinlichkeit jede Menge Fruchtwasser geschluckt. Ich sauge das Fruchtwasser bei ihr ab und es ist tatsächlich jede Menge - das ist schon mal gut! Danach folgt die Beatmung und: erfolgreich!!!!

Herzmassage verbessert die Vitalitätsanzeichen und siehe da, die kleine Maus ist auch geistig angekommen! Jetzt wird fleißig gerubbelt, damit sie schnell trocken und warm wird, auch das steigert die Lebensenergie - und diese zeigt sie immer deutlicher...

Nun die nächste bange Frage: Wird sie trinken können?

Sie kann - aber sie ist zu schwach für den Milchtritt - jedoch spürt man bereits jetzt ihr Kämpferherz: Sie will leben!

Den Milchtritt simulieren wir selbst und helfen ihr dadurch bei der Milchaufnahme. Aber sie muss zugefüttert werden und hier springen unsere Regentaler Freunde ein, welche uns ihre Welpenmilch herfahren - da wir so einen Fall schon Jahre nicht mehr hatten, sind wir auf diesen Fall tatsächlich nämlich nicht vorbereitet:-(

Ein mühsames Geschäft erwartet uns, denn die Kleine trinkt dual und Ersatzmilch schmeckt offensichtlich nicht so gut wie die Muttermilch - aber sie gibt die notwendige Kraft! Das wiederum lässt sich wunderbar an ihrem Milchtritt ablesen, der stetig kräftiger wird. Bei weitem kann die Kleine nicht mit den Zunahmen ihrer Geschwister mithalten, aber sei´s drum, wir sind über jede Gewichtszunahme von ihr froh!  Ein glücklicher Moment, als sie am Donnerstag eine Zunahme von satten 30 Gramm verzeichnen kann - auch ich bin nun vorsichtig optimistisch...

Am nächsten Tag ein böser Aufschlag: Die kleine Maus hat über Nacht 80 Gramm abgenommen, das ist übel! Nicht nur wir haben ihr jede Minute geopfert, sie selbst hat uns jede Minute bewiesen, dass sie überleben will: nie hat sie in ihrer Lebensenergie nachgelassen, jeden Tag hat sie sich auf´s Neue als Kämpferin gezeigt - und nun das!

Wir sind wie vor den Kopf geschlagen und starten erneut ein Notfallprogramm: Die Kleine kommt unter die Wärmelampe und wir holen andere Sauger - vielleicht kommen wir ja mit einem anderen Sauger weiter - auch hier sind wir froh zu wissen, an wen wir uns wenden können!

Wir sind optimistisch, aber die Ernüchterung folgt auf den Fuß: sie trinkt praktisch nicht, egal welche Sauger, egal welche Öffnung. Vier Stunden kämpfen wir nun schon und die Waage zeigte eine weitere Abnahme von ihrem Gewicht. Es ist deprimierend!

Vor lauter, lauter haben wir darüber vergessen ihre Geschwister der täglichen Wiegeprozedur zu unterwerfen und das holen wir nun nach: Der dicke Rüde wiegt nur noch 100 Gramm??????

Nachwiegen: Immer noch! Was definitiv NICHT sein kann! 

Die Waage hat einen technischen Defekt! Rasend schnell wird mit anderer Waage gewogen und siehe da: Auch unser Sorgenkind hat statt ab - zugenommen.

Noch NIE, wirklich noch nie waren wir SO froh über einen technischen Defekt!!!!!!!!!

10.000 Wackersteine sind gefühlt von unseren Herzen gefallen und was will man sagen: Unsere Kämpferin kämpft sehr erfolgreich: sie hat heute sage uns schreibe 50 Gramm zugenommen! 

Fazit: Man kann so lange züchten wie man will, jeder Wurf bietet eine andere Überraschung;-)


Einzelaufnahmen

Unser Erstgeborener: Er kam um 6:12 Uhr zur Welt und wog bei der Geburt 265 Gramm.

Schlappe dreißig Gramm fehlen ihm zur Verdoppelung seines Geburtsgewichtes...

Als nächstes folgte ein weiterer Rüde. Er wurde um 6:40 in die Welt befördert und brachte 298 Gramm auf die Waage. Bereits nach sechs Tagen hat er sein Geburtsgewicht verdoppelt...


Um 7:21 Uhr wurde "Copy"  mit 277 Gramm geboren und verdoppelt ihr Gewicht locker am sechsten Tag! Sie trägt als Einzige bereits einen Namen, welchen üblicherweise die neuen Besitzer aussuchen. Aber sie hat ein einzigartiges Merkmal, was geradezu zu diesem Namen verleitet: sie hat die identische Zeichnung ihrer Mutter, nur gegengleich - da bietet sich dieser Name geradezu an und wer mich kennt weiß, dass ich es gerne sehe, wenn Hund und Name zusammenpassen;-)

Nummer Vier kam mit 8:18 Uhr mit 285 Gramm zur Welt - morgen sollte auch er sein Geburtsgewicht verdoppelt haben. Sein Markenzeichen: Seine Punkte;-)

Nummer Fünf hatte es schon nicht mehr ganz so eilig auf der Welt zu landen und ließ sich bis 9:48 Uhr Zeit damit, sein Gewicht betrug 259 Gramm. Auch er konnte bereits am sechsten Tag sein Geburtsgewicht verdoppeln und ist der dunkelste Welpe in unserer Truppe.

Unser "Sorgenkind". Sie kam um 16:15 Uhr zur Welt und kam damit nicht  nur spät, sondern wurde praktisch leblos in diese Welt geboren. Ihr Gewicht war leider ebenfalls das Geringste und lag bei 226 Gramm. Sie hat gleich zwei individuelle Kennzeichen: Ihr Mäulchen ziert einen dunklen schmalen Streifen auf der linken Seite und auf der Innenseite des Ohres befindet sich an der Ohrspitze ein kleiner weißer Fleck. Sie ist also nicht nur eine Hündin mit Markenzeichen, auch sonst hält sie uns ziemlich in Atem. Trotz aller Startschwierigkeiten kämpft sie wacker und wir hoffen, dass auch sie es ihren Geschwistern gleichtut und morgen ihr Geburtsgewicht verdoppelt...


Halbzeit, Mitte August 2015

 

 

 

 

 

 

 

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